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Medizin von A-Z / Medizinisches Glossar

Während eines Klinikaufenthaltes und im Kontakt mit medizinischem Personal werden oft Fachbegriffe verwendet, die Ihnen als Patient vielleicht noch nicht vertraut sind. Um Ihnen mehr Sicherheit im Umgang mit den verschiedenen Fachbegriffen zu geben, haben wir für Sie ein medizinisches Glossar zusammengestellt. 
Abszess

Beschreibung:

Ein Abszess ist eine Art Eiterbeule in einem neu entstandenen Hohlraum im Gewebe. Die Eiteransammlung besteht aus abgestorbenen Zellen und Bakterien. Das eingekapselte Zellmaterial entzündet sich und ist in einer Art Hautkapsel eingeschlossen. Ein Abszess kann nahezu überall im und am Körper auftreten, sowohl in Organen, als auch auf der Haut, was in der Regel wesentlich häufiger vorkommt. Diese Eiteransammlung ist meist mit massiven Schmerzen verbunden und lässt den Betroffenen bald den Arzt aufsuchen. Ein Abszess kann die unterschiedlichsten Ausmaße annehmen, vom kleinen Knötchen bis hin zu handtellergroßen Eiterherden.

 

Symptome:

Das erste Anzeichen für einen oberflächlichen Abszess ist eine von außen sichtbare Entzündung der Haut, ähnlich wie bei einem großen Pickel. Die betroffene Stelle ist gerötet, geschwollen und reagiert äußerst empfindlich auf Druck. Versuchen Sie nicht, den Abszess selbst auszudrücken! Dies kann zu einer Streuung des Eiterherdes und schlimmstenfalls zu einer lebensbedrohlichen Blutvergiftung führen. Der Gang zum Arzt ist daher immer angezeigt. Dieser entscheidet, ob er den Abszess medikamentös, etwa mit Zugsalbe, mit Antibiotika oder operativ behandelt.

 

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Allergie / Allergische Erkrankung bzw. Reaktion

Beschreibung:

Unter einer Allergie versteht man eine krank machende Überreaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Stoffe der Umgebung. Das Immunsystem reagiert auf diese Stoffe, die dann als Allergene bezeichnet werden, wie auf einen Krankheitserreger. Grundsätzlich kann jeder Stoff aus der Umwelt zum Allergieauslöser werden. Dabei kann es sich um Pflanzen (z. B. Gräserpollen), Tierprodukte (z. B. Bienengift) aber auch Metalle (z. B. Nickel) oder Chemikalien (z. B. Konservierungsstoffe) handeln. Eine Allergie entsteht normalerweise erst nach wiederholtem Kontakt mit einem Allergen.

 

Symptome:

Bei einer Allergie treten Symptome so lange auf, wie die allergieauslösende Substanz (Allergen) im Organismus vorhanden ist. Die Art der Allergie-Symptome ist nicht vom Allergen selbst, sondern vom zugrunde liegenden Allergietyp (Typ I, II, III oder IV) abhängig. Grundsätzlich können körperliche Reaktionen bei einer Allergie sowohl zu lokalen als auch zu allgemeinen Beschwerden führen. Lokale Symptome äußern sich dort, wo der Kontakt mit dem Allergen stattgefunden hat, so etwa an den Schleimhäuten der Atemwege (Niesen, Schnupfen oder Atemnot), des Auges (Tränen und Jucken), des Magen-Darm-Trakts (Erbrechen oder Durchfall) oder an der Haut (Nesselsucht, Hautausschläge). Allgemeine Symptome können im ganzen Körper auftreten, wenn sich die allergieauslösenden Substanzen über das Blut im Organismus verteilen. Besonders betroffen ist dabei das Herz-Kreislauf-System, indem sich die Herzfrequenz beschleunigt und der Blutdruck abfällt. Die schwerste Ausprägung einer allergischen Reaktion ist der allergische Schock, der meist mehrere Organsysteme gleichzeitig betrifft und unbehandelt innerhalb weniger Minuten zum Tod führen kann.

 

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Analfissur

Beschreibung:

Unter einer Fissur versteht man eine Spalte oder einen Riss in einer anatomischen Struktur. Eine Fissur kann zum Beispiel eine natürliche Furche auf der Oberfläche eines Organs wie dem Gehirn sein. Die Furchen auf den Kauflächen der Zähne werden ebenfalls als Fissuren bezeichnet. Fissuren treten aber nicht nur natürlicherweise auf, sondern können auch Folge einer krankhaften Veränderung sein. Das können zum Beispiel tiefreichende strichförmige Einrisse in der Haut oder Schleimhaut oder feine Knochenrisse sein. Fissuren kommen häufig im Analbereich vor. Die Analfissur ist ein Längsriss in der Schleimhaut des Analkanals. Meist ist der Einriss einen halben bis einen Zentimeter lang.

 

Symptome:

Bei Analfissuren leiden Betroffene unter starken, schneidenden Schmerzen während des Stuhlgangs, die bis zu mehreren Stunden nach dem Stuhlgang anhalten können. Häufig kommt es zu Blutauflagerungen am Stuhl sowie Juckreiz im Analbereich. Neben den Hämorrhoiden zählen Analfissuren zu den häufigsten Enddarm-Erkrankungen. 

 

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Analthrombose (Perianalthrombose)

Beschreibung:

Bei der Perianalthrombose, kurz Analthrombose, handelt es sich um eine schmerzhafte Schwellung im Bereich des Afters, die durch ein Blutgerinnsel in den oberflächlichen Venen verursacht wird. Sie wird häufig mit einer Hämorrhoide verwechselt und wird daher auch als unechte Hämorrhoide bezeichnet. Bei der Analthrombose handelt es sich um ein Blutgerinnsel, das in den allermeisten Fällen eine Vene im Anus oder an dessen Rand verstopft. Analvenenthrombosen kommen typischerweise im mittleren Alter zwischen 25 und 55 vor. Männer scheinen etwas öfter betroffen als Frauen. So unangenehm und schmerzhaft die Analthrombose auch sein mag: sie ist harmlos und bildet sich bei richtiger Behandlung in der Regel nach kurzer Zeit wieder ohne bleibende Schäden zurück.

 

Symptome:

Betroffene bemerken meist eine plötzlich auftretende schmerzhafte, prall-elastische Vorwölbung am Afterrand. Auch Juckreiz, Stechen oder Brennen sind möglich, manche empfinden dagegen nur ein Spannungsgefühl. Bei der Kontrolle mit einem Spiegel oder beim Arzt zeigt sich ein bläulicher, von Haut bedeckter Knoten, dessen Größe von stecknadelkopf- bis pflaumengroß variieren kann. Nicht selten sind es auch mehrere, unterschiedlich große Knoten.

 

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Angina pectoris (Stenokardie)

Beschreibung:

Angina pectoris (Stenokardie) ist ein plötzlich auftretendes, schmerzhaftes Engegefühl in der Brust. Es ist das Hauptsymptom der sogenannten koronaren Herzerkrankung (KHK), bei der die Herzmuskulatur nicht ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt wird. Rund die Hälfte aller koronaren Herzerkrankungen äußern sich mit einer Angina pectoris (wörtlich "Brustenge").


Es gibt eine stabile und instabile Angina pectoris. Stabil bedeutet, dass die Symptome bei annähernd gleicher, körperlicher oder seelischer Belastung auftreten, danach aber rasch wieder verschwinden. Eine stabile Angina pectoris ist mit Medikamenten gut zu behandeln. Instabil wird jede Angina pectoris genannt, die neu auftritt oder in Situationen Beschwerden verursacht, bei denen bislang keine Schmerzen entstanden sind. Charakteristisch ist, dass der Angina pectoris-Anfall von Mal zu Mal stärker wird und länger andauert. Da die Gefahr eines Herzinfarktes sehr hoch ist, muss umgehend ein Notarzt gerufen werden.

 

Symptome:

Angina pectoris-Symptome äußern sich durch starke Herzschmerzen, meist direkt hinter dem Brustbein. Dazu kommen ein Engegefühl im Brustkorb und Atembeklemmungen. Die Schmerzen werden als dumpf, ziehend oder bohrend beschrieben. Oft strahlen sie in den linken Arm, Unterkiefer oder Halsbereich aus. Es entsteht häufig ein Schwere- und Taubheitsgefühl in Arm, Schulter, Ellenbogen oder Hand, wobei meist die linke Seite betroffen ist. Weitere Symptome können plötzliche Atemnot, Übelkeit, Erbrechen, Schweißausbrüche und ein beklemmendes, würgendes Gefühl im Hals sein. Frauen klagen statt über Brustschmerzen mehr über Müdigkeit, Kurzatmigkeit, Magen- und Bauchschmerzen.

 

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Anorexia nervosa (Magersucht)

Beschreibung:

Der Begriff Magersucht (Anorexie) bezeichnet eine krankhafte Essstörung. Sie geht mit einem starken, selbst verursachten Gewichtsverlust und gleichzeitiger Angst vor Gewichtszunahme einher. Bei Menschen mit Anorexie kann man im Hinblick auf ihr verändertes Essverhalten zwei Personengruppen unterscheiden: etwa die Hälfte der Menschen mit Magersucht hält ausschließlich Diät, andere entwickeln eine Ess-Brech-Sucht (Bulimie).

 

An Magersucht erkranken vor allem Mädchen und junge Frauen. Aus Angst, zu dick zu sein oder zu werden, halten sie strengste Diät und versuchen mit allen Mitteln, Kalorien zu verbrennen. Hauptmerkmal der Magersucht ist eine teilweise extreme Gewichtsabnahme. Magersüchtige kontrollieren jeden Bissen und meiden Kalorien, wo immer es geht. Die Angst vor dem Dickwerden verfolgt die Betroffenen auch noch, wenn sie bereits untergewichtig sind. Ihre Körperwahrnehmung ist gestört: sie fühlen sich zu dick, selbst wenn sie nur noch „aus Haut und Knochen“ bestehen. Die Gedanken der Magersüchtigen kreisen ständig um das Essen und das Körpergewicht. Das Nicht-Essen gibt ihnen ein Gefühl der Autonomie, Reinheit, Einzigartigkeit und Macht.

 

Symptome:

Magersucht ist durch verschiedene Symptome gekennzeichnet. Typische Merkmale sind Untergewicht und eine sogenannte Körperschemastörung. Wer magersüchtig ist, nimmt den eigenen Körper gestört wahr. Betroffene halten sich also für zu dick, auch wenn sie durch ihre Essstörung schon viel Gewicht verloren haben. Sie entwickeln ein verändertes Essverhalten, um ihr vermeintlich zu hohes Gewicht zu reduzieren, essen und trinken nur wenig und meiden Lebensmittel, die viele Kalorien enthalten. Manche verweigern die Nahrungsaufnahme zeitweise vollständig. Generell nimmt das Essen einen zentralen Stellenwert im Leben ein. Typisch ist auch, viel Energie darauf zu verwenden, Hungergefühle zu unterdrücken, ein extrem langsames Essverhalten, beim Essen bestimmte auffällige Rituale einzuhalten oder mit großem Eifer wahre Festmahle für andere zuzubereiten, an denen man selbst nicht teilnimmt.

 

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Aortenaneurysma

Beschreibung:

Ein Aortenaneurysma ist eine sackförmige Ausbuchtung der Hauptschlagader (Aorta), die grundsätzlich überall an der Aorta entstehen kann. Oft bleibt ein Aneurysma lange unbemerkt. Wird es nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, kann ein lebensbedrohlicher Einriss (Ruptur) in der Gefäßwand entstehen und der Betroffene verblutet innerlich. Man unterscheidet Aneurysmen der Aorta in der Höhe des Brustkorbes (thorakal) von abdominellen (Bauch-) Varianten.

 

Symptome:

Typische Symptome für ein Aortenaneurysma im Brustbereich sind Brustschmerzen, Husten, Heiserkeit, Schluckstörungen und Atemnot. Im Bauchbereich verursacht ein Aortenaneurysma zunächst keine Symptome und wird daher oft nicht frühzeitig erkannt. Ein Bauchaortenaneurysma kann zu Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in die Beine und zu Verdauungsbeschwerden führen. In seltenen Fällen ertastet der Arzt das Aneurysma im Bauch als pulsierende Geschwulst unter der Bauchdecke.

 

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Aphasie (Sprachstörung)

Beschreibung:

Eine Aphasie ist ein teilweiser oder völliger Verlust der bereits erlernten Sprache. Dazu kann es kommen, wenn bestimmte Bereiche im Gehirn geschädigt sind. Der teilweise oder völlige Sprachverlust beeinträchtigt zwar die Kommunikationsfähigkeit, Aphasien sind aber kein Anzeichen für psychische oder geistige Behinderungen. Die Aphasie tritt mit größter Häufigkeit im Erwachsenenalter als Folge eines Schlaganfalls auf.

 

Symptome:

Symptome können sich beim Sprechen, Verstehen, Lesen und Schreiben zeigen. Bei jeder dieser sprachlichen Tätigkeiten können Aphasiker mehr oder weniger beeinträchtigt sein. Die Symptome können sich vor allem im Alter aber auch langsam im Rahmen von Erkrankungen entwickeln, die durch fortschreitenden Abbau von Hirnsubstanz gekennzeichnet sind. Dann treten neben der Sprachstörung typischerweise weitere Veränderungen wie Gedächtnisstörungen sowie Auffälligkeiten in der Denk- und Verhaltensweise auf.

 

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Appendizitis (Blinddarmentzündung)

Beschreibung:

Bei einer Blinddarmentzündung ist das Anhängsel des Blinddarms, der Wurmfortsatz (Appendix), entzündet. Der Blinddarm selbst ist nicht betroffen, Ärzte sprechen von einer Appendizitis. Die Blinddarmentzündung betrifft oft jüngere Menschen und erfordert fast immer eine Operation.

 

Symptome:

Eine Blinddarmentzündung beginnt meist mit Schmerzen im Bauchnabelbereich oder in der Magengegend. Nach einigen Stunden verlagern sich die Schmerzen allerdings in den rechten Unterbauch und verstärken sich vor allem beim Gehen. Um den Schmerz zu lindern, ziehen Betroffene häufig das rechte Bein zum Bauch hin an. Beim Laufen oder Hüpfen entstehen sogenannte Erschütterungsschmerzen. Weitere Symptome sind Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen. Die Körpertemperatur kann erhöht sein, hohes Fieber ist jedoch selten. Kleinkinder, Schwangere und ältere Menschen zeigen oft kein typisches Krankheitsbild. Deshalb wird bei ihnen die Erkrankung häufig erst spät diagnostiziert.

 

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Arteriosklerose (Arterielle Durchblutungsstörungen)

Beschreibung:

Arterielle Durchblutungsstörungen sind in den meisten Fällen die Folge einer fortschreitenden Arterienverkalkung (Arteriosklerose). Dabei kommt es zu Ablagerungen in der Gefäßwand, die die Arterie verengen und sie in einem schleichenden Prozess allmählich verschließen. Blutgerinnsel, die an solchen Ablagerungen entstehen, können einen plötzlichen Gefäßverschluss und damit einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hervorrufen. Arterielle Durchblutungsstörungen führen vor allem am Herzen, den Beinen und im Gehirn zu schweren Erkrankungen. Durchblutungsstörungen, die die Herzkranzgefäße betreffen, werden als koronare Herzkrankheit (KHK) bezeichnet, Durchblutungsstörungen der Beine werden unter dem medizinischen Fachbegriff periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) zusammengefasst.

 

Symptome:

Die mit Durchblutungsstörungen verbundenen Symptome können sehr unterschiedlich sein. Welche Beschwerden auftreten, hängt vom Ort und Ausmaß der Durchblutungsstörung ab. Ein akuter Gefäßverschluss in der Arterie eines Arms oder Beins führt innerhalb weniger Minuten zu heftigsten Beschwerden im betroffenen Bereich (Pulsverlust, Schmerz, Blässe und Kälte, Sensibilitätsstörungen, Taubheitsgefühl, Muskelschwäche und Lähmung). Ist das Herz betroffen, treten unter anderem Schmerzen hinter dem Brustbein oder ein schweres Druck- und Engegefühl in der Brust auf (siehe „Angina pectoris“). Bei Durchblutungsstörungen im Gehirn sind die Symptome sehr unterschiedlich und hängen davon ab, welcher Gehirnbereich betroffen ist. Häufig erblindet ein Auge für kurze Zeit. Möglich sind auch Doppeltsehen, undeutliches Sprechen, Benommenheit, Gleichgewichtsstörungen und Ohnmacht. Andere wiederum fühlen auf einer Körperseite plötzlich nichts mehr oder können Arm oder Bein nicht mehr bewegen.

 

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Arthrose (Gelenkverschleiß)

Beschreibung:

Als Arthrose (Gelenkverschleiß) bezeichnet man den fortschreitenden, altersbedingten Knorpelabrieb in den Gelenken. Bei übermäßiger oder falscher Belastung kommt es zu Schmerzen im Gelenk und gegebenenfalls zu einer Gelenkversteifung. Auch durch Verletzungen oder angeborene Knorpeldefekte ist ein vermehrter Gelenkverschleiß möglich. Grundsätzlich kann eine Arthrose an jedem Gelenk entstehen. Am häufigsten tritt sie an Gelenken auf, die durch das Körperwicht besonders belastet werden, wie zum Beispiel das Knie oder die Hüfte.

 

Symptome:

Eine Arthrose zeigt sich vor allem durch Symptome wie Gelenkschmerzen und steife Gelenke. Kalte und feuchte Witterung sowie körperliche Belastung verstärken die Schmerzen oft. Vor allem stoßartige Bewegungen, wie beim Hinabsteigen einer Treppe, sind bei einer Kniearthrose schmerzhaft. Typisch für eine Arthrose sind auch sogenannte Anlaufschmerzen: zu Beginn einer Bewegung treten heftige Gelenkschmerzen auf, die während der Bewegung allmählich nachlassen. Bei fortgeschrittener Arthrose treten Symptome durch den Knorpelabrieb auf: das Gelenk ist gereizt und deshalb oft geschwollen, vermehrt mit Flüssigkeit gefüllt und kann sich verformen.

 

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Atherom (Zyste des Unterhautgewebes)

Beschreibung:

Ein Atherom, umgangssprachlich auch Grützbeutel genannt, ist eine gutartige Zyste des Unterhautgewebes. Betroffene Körperregionen sind meist behaarte Stellen am Kopf, das Gesicht, der Nacken sowie der Intimbereich. Atherome entwickeln sich an der Haarwurzel und können ein bis zwei Zentimeter groß werde, in Einzelfällen auch größer. Die Zysten können einzeln oder zu mehreren auftreten. Bei Menschen mit fettiger Haut wird eine gewisse Neigung zu Atheromen beobachtet. Auch genetische Veranlagungen können eine Rolle spielen.

 

Symptome:

Ein Atherom ist eine von außen sichtbare Erhebung in der Haut. Sie ist prall gefüllt, aber eher elastisch als hart. Manche Atherome lassen sich unter der Haut verschieben, nach einer Entzündung können sie aber auch fest auf der Kopfhaut sitzen. Die meisten Atherome haben einen Durchmesser von ein bis zwei Zentimetern, sie können aber bis zur Größe eines Hühnereis anschwellen. Bei größeren Zysten wird die Haut, die sie überspannt, stark auseinandergedehnt, was dazu führt, dass die Haare, die hier wachsen, weiter auseinanderstehen oder ganz fehlen. In manchen Fällen ist an der Oberfläche des Atheroms ein grauer oder schwarzer Punkt zu sehen. Im Fall einer Entzündung rötet sich die Haut im Bereich des Atheroms, es schwillt an und Berührungen verursachen Schmerzen. Sammelt sich innerhalb der Atherom-Kapsel zusätzlich Eiter, handelt es sich um einen Abszess.

 

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Bauchwandbruch (Hernie)

Beschreibung:

Ein Bauchwandbruch, auch Hernie genannt, stellt eine erworbene oder angeborene Öffnung in der Bauchdecke dar, in der die stabilisierende Muskel- und Bindegewebsschicht durchbrochen ist. So kann sich Gewebe aus dem Bauchraum, nur noch umgeben von einer dünnen Schicht Bindegewebe und Haut, nach außen vorwölben. Der Bruchinhalt kann aus Fettgewebe, Bauchfellanteilen aber auch aus Eingeweiden wie Darmanteilen bestehen. Bruchbildung und Gewebeaustritt können entweder schmerzfrei sein oder aber deutliche Beschwerden verursachen. Ein Bauchwandbruch ist insofern gefährlich, als dass sich Gewebestrukturen und innere Organe, beispielsweise der Darm, durch die entstandene Bruchpforte nach außen vorwölben und dort ein- beziehungsweise abgeklemmt werden können.

 

Symptome:

Bemerkt wird eine meist weichliche Schwellung an der jeweiligen Stelle der Bauchwand. Beim Husten oder bei der Bauchpresse tritt die Schwellung weiter hervor. Vor allem bei Einklemmung können mehr oder weniger starke Schmerzen bestehen.

 

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Binge-Eating-Störung (Ess-Sucht)

Ess-Süchtige haben unkontrollierbare Fressanfälle. Anders als bei der Essstörung Bulimie übergeben sich Betroffene anschließend nicht und versuchen auch nicht, die Kalorien mit Medikamenten oder Training loszuwerden. Ess-Süchtige nehmen deshalb mit der Zeit immer weiter zu. Äußeres Merkmal der Ess-Sucht ist das Übergewicht. Das Essen ist keine Reaktion auf Hungergefühle, sondern meist  ein Ersatz für unerfüllte emotionale Bedürfnisse. Menschen mit Ess-Sucht fühlen sich dem Essen hilflos ausgeliefert. Beginnen sie erst einmal damit, haben sie keine Kontrolle mehr.

 

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Blutverlust (unklar)

Beschreibung:

Eine Blutungsanämie ist eine verminderte Anzahl an Erythrozyten und eine verminderte Hämoglobinkonzentration im Blut, die durch einen akuten Blutverlust verursacht wird. Auf Dauer führt sie zu einem Mangel an Eisen und roten Blutkörperchen und zu den typischen Anämiesymptomen Blässe, Schwäche und rasche Ermüdung.

 

Symptome:
Typische Anzeichen für eine Blutungsanämie sind Blutarmut, allgemeine Schwäche, Blässe, Kreislaufprobleme, Schweißausbrüche, Herzrasen, innere Unruhe und Verwirrtheit.

 

Ihr Ansprechpartner im CaritasKlinikum ist:

Bulimia nervosa (Ess-Brech-Sucht)

Beschreibung:

Der Begriff Bulimie oder Bulimia nervosa bezeichnet eine Essstörung, bei der wiederkehrende Essanfälle auftreten. Betroffene essen innerhalb kürzester Zeit Unmengen – vorwiegend Lebensmittel mit vielen Kalorien. Anschließend versuchen sie durch verschiedene Maßnahmen zu verhindern, dass sie infolge der Essattacken zunehmen. Zwischen den Attacken halten Betroffene meist Diät. Man unterscheidet zwischen dem „Purging-Typ“, der nach dem Essen erbricht, Abführmittel oder harntreibende Mittel einnimmt, und dem „Non-purging-Typ”. Bei diesem selteneren Bulimie-Typ fehlen Erbrechen und Medikamentenmissbrauch, stattdessen fasten die Betroffenen zwischen den Essattacken oder treiben übermäßig viel Sport. Das Gewicht liegt bei den Betroffenen in der Regel im unteren Normbereich; häufig bestehen aber auch Zeichen einer Mangelernährung. Bulimie tritt am häufigsten bei jungen Menschen auf, vor allem bei Frauen.

 

Symptome:

Die Essanfälle von Bulimiekranken kehren in unregelmäßigen Abständen immer wieder. Pro Anfall stopfen die Betroffenen bis zu 10.000 Kalorien in sich hinein. Mindestens zwei Essanfälle wöchentlich über einen Zeitraum von drei Monaten gelten als Hinweis für die Diagnose Bulimie. Nach dem Essanfall wird versucht, durch verschiedene Methoden die Kalorienaufnahme rückgängig zu machen. Das passiert beispielsweise durch Erbrechen nach dem Essen: Anfangs wird es mit der Hand (oder der Zahnbürste) ausgelöst, später läuft es reflexhaft ab (habituelles Erbrechen) und kann teilweise allein durch Gedanken ausgelöst werden. An den Fingern und Handrücken von Betroffenen finden sich häufig Schwielen oder leichte Verletzungen durch das künstliche Auslösen von Erbrechen. Typisch sind auch Medikamentenmissbrauch von Abführmitteln, Appetitzüglern und entwässernden Medikamenten (Diuretika), extreme sportliche Aktivitäten und strenge Diäten wie Fastenkuren. Die Ess-Brech-Sucht führt nach einer Weile auch zu einer Reihe schwerer körperlicher Schäden. Durch das Erbrechen schwellen die Speicheldrüsen an, die Mundwinkel sind wund. Die Magensäure greift den Zahnschmelz an (Karies), verursacht Schleimhautentzündungen der Speiseröhre und des Magens. Die Mangelernährung bei Fastenkuren kann das Herzkreislaufsystem schädigen, Schilddrüsenkrankheiten auslösen und die Knochen brüchig machen. Häufig bleibt die Menstruation aus. Um die Ess-Brech-Anfälle geheim zu halten, geraten viele Patienten in eine soziale Isolation. Nicht selten kommt es zu Depressionen, Selbstverstümmelungshandlungen und Selbsttötungsgedanken. Ein Teil der Betroffenen bekommt im Krankheitsverlauf eine Persönlichkeitsstörung.

 

Ihr Ansprechpartner im CaritasKlinikum ist: 

Bronchialkarzinom (Lungenkrebs)

Beschreibung:

Lungenkrebs – auch Bronchialkarzinom oder Lungenkarzinom genannt – ist ein bösartiger Tumor der Lunge. Ein Bronchialkarzinom entwickelt sich aus den Zellen der Atemwege, den Bronchien, die entarten, sich unkontrolliert vermehren und durch ihr rasches Wachstum das gesunde Gewebe zerstören. Lungenkrebs ist in Deutschland die dritthäufigste bösartige Tumorerkrankung. Jährlich erkranken in Deutschland rund 50.000 Menschen an Lungenkrebs.

 

Symptome:

Lungenkrebs ist heimtückisch, da zu Beginn der Erkrankung meist keine spezifischen Symptome auftreten. Erste Anzeichen sind Husten, Atembeschwerden und Brustschmerzen, wobei die Symptome auch bei einer ganz normalen Erkältung auftreten. Lungenkrebs wird häufig erst festgestellt, wenn der Husten trotz einer Behandlung mit Antibiotika hartnäckig bleibt oder Blutbeimengungen im Auswurf entdeckt werden. Scheinbar harmlose Erkältungen mit Husten, die länger als drei Wochen anhalten, sollte daher ein Lungenfacharzt untersuchen. Je früher Lungenkrebs behandelt wird, desto besser sind auch die Heilungschancen. Vor allem Raucher über 40 Jahre sollten deshalb die ersten möglichen Lungenkrebs-Symptome nicht auf die leichte Schulter nehmen.

 

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Cholangitis (Gallengangsentzündung)

Beschreibung:

Eine Cholangitis ist eine Entzündung der Gallengänge. Die Gallengänge verbinden die Gallenblase mit dem Dünndarm und sorgen dafür, dass die in der Leber gebildete Gallenflüssigkeit ihre Aufgabe bei der Verdauung wahrnehmen kann. Eine Entzündung der Gallenwege entsteht in erster Linie durch eine Verstopfung der Gallenwege (z. B.durch Gallensteine) oder auch durch bakterielle Infektionen.

 

Symptome:

Die Hauptsymptome einer Gallengangsentzündung sind hohes Fieber (zum Teil über 40 Grad Celsius) und ein starkes Krankheitsgefühl. Nach wenigen Tagen kommt es zur Gelbfärbung der Haut (Ikterus). Grund dafür ist, dass sich Gallenflüssigkeit in das Gallengangsystem der Leber zurückstaut und schließlich ins Blut übertritt. Betroffene leiden außerdem unter starken Schmerzen im Oberbauch, die aber gleichbleibend und – im Unterschied zur Gallenkolik –krampfartig und wechselnd sind.

 

Ihre Ansprechpartner im CaritasKlinikum sind:

Cholelithiasis (Gallensteine)

Beschreibung:

Als Cholelithiasis werden feste, kristalline Ablagerungen (Konkremente) in der Gallenblase oder in den angeschlossenen Gallenwegen bezeichnet. Gallensteine entstehen, wenn Bestandteile der Gallenflüssigkeit, zum Beispiel Cholesterin oder Eiweiß, in der Gallenblase oder im Gallengang verklumpen. Ein Gallensteinleiden (von griech. chole = Galle, lithos = Stein) ist die häufigste und bedeutendste Erkrankung der Gallenblase und der Gallengänge. Fast alle anderen Krankheiten der Gallenwege entstehen aufgrund von Gallensteinen. Vorhandene Gallensteine führen nur bei etwa jedem vierten Betroffenen zu Beschwerden. Zu den Risikofaktoren gehören vor allem Übergewicht beziehungsweise Adipositas und erhöhte Blutfettwerte (Cholesterin).

 

Symptome:

Gallensteine rufen bei etwa drei von vier Betroffenen keine Symptome hervor. Wenn Beschwerden auftreten, sind sie zunächst meist eher unspezifisch. Besonders nach fettreichen Mahlzeiten treten Schmerzen im rechten Oberbauch auf, die häufig mit Völlegefühl, Blähungen und Übelkeit verbunden sind. Bei einer stärkeren Reizung der Gallenblase können die Schmerzen in den Rücken und in die rechte Schulter ausstrahlen. Beginnen die Gallensteine zu wandern, können sich die Symptome verstärken. Zum Teil entzünden sich die Gallengänge, oder die Gallensteine blockieren den Abfluss der Gallenflüssigkeit. Versperrt ein Gallenstein den Gallenblasengang, kommt es zu einer schmerzhaften Gallenkolik. Dabei ziehen sich die Muskeln in der Wand der Gallenwege zusammen, um den Stein weiterzubefördern.

 

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Chronische Schmerzen / Chronische Schmerzerkrankungen

Als chronische Schmerzen werden Schmerzen bezeichnet, die seit mindestens drei bis sechs Monaten fast immer vorhanden sind oder häufig wiederkehren und den Patienten körperlich (Beweglichkeitsverlust, Funktionseinschränkung), körperlich-kognitiv (Befindlichkeit, Stimmung, Denken) und sozial beeinträchtigen. Der Begriff „chronische Schmerzen“  bedeutet, dass der Schmerz das vorherrschende Symptom („Leitsymptom“) der Beschwerden ist und über einen längeren Zeitraum anhält.

 

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Chronische Wunden

Beschreibung:

Wunden werden als chronisch bezeichnet, wenn sie innerhalb von vier bis zwölf Wochen nach Wundentstehung unter fachgerechter Therapie keine Heilungstendenz zeigen. Zu den häufigsten chronischen Wunden zählen offene Beine (Ulcus cruris), Druckgeschwüre (Dekubitus) und diabetische Fußwunden. Sie beeinträchtigen die Patienten nicht nur körperlich (Beweglichkeitsverlust, Funktionseinschränkung), sondern auch körperlich-kognitiv (Befindlichkeit, Stimmung, Denken).

 

Symptome:

Chronische Wunden können je nach Ursprung ganz unterschiedlich aussehen: kleiner oder größer, rund oder länglich, tief oder weniger tief. Die Wundränder wirken mal glatt, mal unregelmäßig, und auch das Gewebe kann unterschiedlich aussehen. Zum Teil kommen abgestorbene Stellen (Nekrosen) vor. In einigen Fällen verströmt die Wunde einen unangenehmen Geruch. Manche chronischen Wunden schmerzen, andere werden kaum verspürt. Jede offene Wunde kann aber eine Infektion nach sich ziehen, die sich durch verstärkte Schmerzen, Rötung, Eiterbildung oder Fieber bemerkbar macht.

 

Ihre Ansprechpartner im CaritasKlinikum sind: 

Chronisch-venöse Insuffizienz

Beschreibung:

Bei einer chronisch-venösen Insuffizienz ist der Rückfluss des Bluts zum Herzen gestört, und es kommt zu einem lokalen Überdruck im venösen System der Beine. Das führt zu erweiterten Venen, Krampfadern, schweren und schmerzenden Beinen mit Schwellungen, Haut- und Gewebeveränderungen und im Endstadium zu Unterschenkelgeschwüren. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für eine Venenschwäche. Frauen sind deutlich häufiger betroffen. Risikofaktoren sind außerdem Übergewicht und vorangegangene Blutgerinnsel in den Venen (Thrombosen).

 

Symptome:

Betroffene klagen häufig über geschwollene, müde oder auch schmerzende Beine, vor allem am Ende des Tages. Besonders in warmen Sommermonaten können die Beschwerden zunehmen, da sich die Blutgefäße durch die Wärme noch zusätzlich erweitern. Zu den Symptomen gehören außerdem Besenreiser, vor allem an der Seite oder Rückseite der Oberschenkel, deutlich hervortretende Venen, vor allem an Unterschenkel, Wade oder Kniekehle, Krampfadern, Wasseransammlungen (Ödeme) im Bereich der Knöchel oder Unterschenkel sowie Hautveränderungen wie bräunliche Pigmentierung im Knöchelbereich, trockene, schuppige, juckende Hautbereiche (Ekzeme) oder offene Hautstellen.

 

Ihre Ansprechpartner im CaritasKlinikum sind:

Colitis ulcerosa (Chronisch entzündliche Darmerkrankung)

Beschreibung:

Die Colitis ulcerosa ist eine chronische, meist in Schüben verlaufende Darmentzündung. Im Unterschied zu Morbus Crohn ist bei Colitis ulcerosa nur der Dickdarm von der Entzündung betroffen. Außerdem ist der Mastdarm (Enddarm; Rektum) befallen. Von hier aus breitet sich die Entzündung unterschiedlich weit aus.

 

Symptome:

Ihre wichtigsten Symptome sind blutiger und schleimiger Durchfall (in schweren Fällen mit bis zu 30 Stuhlgängen pro Tag) sowie krampfartige Bauchschmerzen meist im linken Unterbauch, unter Umständen verbunden mit leichtem Fieber. Als weitere mögliche Colitis-ulcerosa-Symptome können Gewichtsverlust, Müdigkeit und Abgeschlagenheit, Fieber, Blutarmut (Anämie),  eine Zunahme der weißen Blutkörperchen (Leukozytose) und Blähungen, die möglicherweise zu einer Stuhlinkontinenz führen, auftreten. Seltener entstehen Entzündungen von Gelenken (Arthritis), Haut oder Augen (Uveitis).

 

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COPD - chronisch obstruktive Lungenerkrankung

Beschreibung:

Die Abkürzung COPD kommt aus dem Englischen und steht für „chronic obstructive pulmonary disease", zu Deutsch: die chronisch atemwegsverengende Lungenkrankheit. Umgangssprachlich wird die COPD oft als Raucherlunge bezeichnet. Welche Ursachen eine COPD-Erkrankung hat, ist im Einzelfall oft schwer nachzuvollziehen. Der größte Erkrankungsfaktor ist aber mit Abstand das Rauchen oder das Passiv-Rauchen. Neun von zehn COPD-Patienten rauchen oder haben früher geraucht. Neben dem Rauchen gibt es auch andere Belastungen der Atemwege, die COPD begünstigen. Dazu gehören neben der allgemeinen Luftverschmutzung auch schädlicher Staub, dem manche Menschen am Arbeitsplatz ausgesetzt sind. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO ist COPD weltweit die dritthäufigste Todesursache.

 

Symptome:

Typische Beschwerden bei COPD sind Auswurf, also beim Husten hervorgebrachter Schleim aus den Atemwegen, Husten und Atemnot, die zunächst nur unter körperlicher Belastung auftreten, später auch in Ruhe. Viele Ärzte sprechen daher auch von der AHA-Symptomatik (Atemnot, Husten, Auswurf). Im Spätstadium kann es zum sogenannten „Cor pulmonale“ kommen: die rechte Herzhälfte vergrößert sich und wird schwach. Folge der Herzschwäche sind unter anderem Einlagerungen von Wasser in den Beinen (Ödeme) und im Bauch (Aszites).

 

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Coronarsyndrom (akut)

Beschreibung:

Unter dem Begriff akutes Coronarsyndrom verstehen Ärzte einen akut lebensbedrohlichen Zustand aufgrund einer koronaren Herzerkrankung (KHK). Das kann ein Herzinfarkt sein oder auch ein sehr schwerer Angina pectoris-Anfall. In jedem Fall besteht eine so starke Durchblutungsstörung des Herzens, dass das Leben in Gefahr ist.

 

Symptome:

Das wichtigste Anzeichen ist ein starker Brustschmerz, der von den Betroffenen als vernichtend wahrgenommen wird und der mindestens fünf Minuten anhält. Die Schmerzen können mitunter auch in die Schulter-Arm-Gegend oder auch in den Bauchraum ausstrahlen. Bei Auftreten einer solchen Symptomatik müssen Sie unbedingt sofort den Notarzt rufen.

 

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Darm- und Analfisteln

Beschreibung:

Unter Fisteln versteht man unnatürliche Verbindungen zwischen inneren Organen oder zwischen inneren Organen und der Körperoberfläche. Fisteln sind röhrenförmige Verbindungen, die sich als einzelner Gang oder als verzweigtes Netzwerk zwischen verschiedenen Organen oder Gewebeschichten ausbilden. Prinzipiell können Fisteln überall im Körper auftreten. Darm- und Analfisteln sind jedoch am häufigsten. Fisteln können unterschiedlichste Ursachen haben. Die häufigsten sind schwere Dammrisse bei der Geburt, die eine Verbindung zwischen Scheide und Mastdarm zurücklassen (rektovaginale Fistel) sowie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa.

 

Symptome:

Im Vordergrund stehen Schmerzen sowie Absonderungen von Blut, Eiter und Ausscheidungsprodukten (z. B. Harn, Stuhl, Gallenflüssigkeit). Fisteln verursachen hauptsächlich lokale Beschwerden, deren Charakteristik durch die jeweils beteiligten Organe geprägt ist. Eine der häufigsten Fisteln ist die Analfistel. Man nimmt an, dass Analfisteln von kleinen Drüsen im After ausgehen, die sich entzünden. Der Entzündungsherd bahnt sich einen Weg nach außen, in die Umgebung des natürlichen Darmausgangs (Anus). Betroffene bemerken eine nässende Stelle, Schmerzen und Juckreiz. Ähnliche Beschwerden verursacht eine Rektovaginalfistel, wobei es hier vor allem zu einem Abgang von Luft und Schleim, gegebenenfalls auch von Stuhl, über die Scheide kommt.

 

Ihre Ansprechpartner im CaritasKlinikum sind:

 

Darmkrebs (Rektumkarzinom, Kolonkarzinom)

Beschreibung:

Mit dem Begriff Darmkrebs sind in der Regel Krebserkrankungen des Dickdarms gemeint. Ist der Mast- oder Enddarm befallen, sprechen Mediziner von einem Rektumkarzinom. Sind höhere Dickdarmabschnitte betroffen, handelt es sich um ein Kolonkarzinom. Risikofaktoren, die Darmkrebs begünstigen, sind erbliche Veranlagung, chronisch entzündliche Darmerkrankungen (wie Colitis ulcerosa) und ballaststoffarme, fett- und fleischreiche Ernährung.

 

Symptome:

Bei Darmkrebs können folgende Symptome auftreten: Blutablagerungen auf dem Stuhl, Darmkrämpfe, Wechsel zwischen Durchfällen und Verstopfung, Änderungen der Stuhlgewohnheiten, Blähungen, Schmerzen, ungewollter Abgang von Stuhl bei Blähungen, unerklärliche Gewichtsabnahme, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Antriebslosigkeit und tastbare Verhärtungen im Bauchraum. Da die Veränderungen oft nur langsam eintreten, fehlen typische Anzeichen und Symptome gerade im Darmkrebs-Frühstadium. Viele Betroffene bemerken Darmkrebs daher zunächst kaum.

 

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Dekubitus (Druckgeschwür / Wundliegen)

Beschreibung:

Der Dekubitus (Wundliegen) betrifft vor allem Menschen, die durch Alter, schwere Krankheit oder Lähmung pflegebedürftig und bettlägerig sind. Ursache eines Dekubitus ist Druck, der länger auf Hautgebiete einwirkt, ohne dass eine Entlastung der betroffenen Region durch Umlagern des Körpers stattfindet. Daher bezeichnet man das Wundliegen auch als Druckgeschwür. Alle Körperstellen, die nicht durch Muskeln oder Fettgewebe vor dem Auflagedruck geschützt sind, können Druckgeschwüre entwickeln. Am ehesten tritt Dekubitus bei bettlägerigen Menschen am Gesäß, über dem Steißbein und an den Fersen auf.

 

Symptome:

Erstes Anzeichen für ein drohendes Wundliegen ist eine bleibende Rötung, dabei kann die Haut auch erwärmt sein. In diesem Anfangsstadium bereitet der Dekubitus oft keine oder nur geringe Beschwerden. In späteren Stadien, die von einer oberflächlichen Hautschädigung bis hin zu einer tiefen Wunde mit Absterben von Gewebe sowie geschädigtem Muskel- und Knochengewebe reichen, kann der betroffene Bereich jucken, brennen und stark schmerzen. Wenn sich das Druckgeschwür infiziert, kann er außerdem übel riechen.

 

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Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)

Beschreibung:

Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, die zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel führt. Umgangssprachlich wird Diabetes auch „Zuckerkrankheit" genannt. Der Begriff geht darauf zurück, dass unbehandelte Diabetiker mit ihrem Urin Zucker ausscheiden. Medizinisch korrekter ist jedoch der Ausdruck Diabetes mellitus. Man unterscheidet zwei Formen von Diabetes mellitus: den wesentlich selteneren Diabetes Typ 1 und den viel häufigeren Diabetes Typ 2, der in etwa 95 von 100 Fällen von Diabetes vorliegt.

 

Symptome:

Bei Diabetes mellitus hängen die Symptome davon ab, wie weit die Erkrankung bereits fortgeschritten ist. Zu Beginn treten sowohl bei Typ 1 als auch bei Typ 2 keine oder nur geringfügige Symptome auf. Typische Diabetes-Symptome sind starker Durst, Mattigkeit, Abgeschlagenheit, vermehrtes Wasserlassen, Juckreiz, Heißhunger, Sehstörungen sowie Anfälligkeit für Infekte.

 

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Diabetisches Fußsyndrom

Beschreibung:

Das diabetische Fußsyndrom (DFS) ist eine Folgeerkrankung des Diabetes mellitus. Dabei bilden sich an den Füßen Geschwüre (Ulcera), die sich ausdehnen können. Im schlimmsten Fall ist sogar eine Amputation erforderlich. Ursachen sind oft Durchblutungsstörungen der Extremität oder ein im Rahmen der diabetesbedingten Nervenschädigung (Polyneuropathie) vermindertes Schmerzempfinden.

 

Symptome:

Am Beginn eines diabetischen Fußsyndroms steht meist eine banale Verletzung am Fuß. Die anfänglich kleine Verletzung weitet sich zu einem großflächigen Geschwür (Ulkus) aus, das Gewebe entzündet sich und heilt gar nicht oder nur langsam wieder aus. Schlimmstenfalls stirbt Gewebe ab. Durch eine Polyneuropathie ("Nervenschädigung") werden Schmerzen nur noch vermindert oder gar nicht mehr wahrgenommen. Fehlbelastungen und Muskelschwund führen zur verstärkter Hornhautbildung, darunter kommt es zu Gefäßzerreißungen und Einblutungen unter die Haut und die betroffenen Stellen brechen auf. Es entsteht ein diabetisches Fußgeschwür (Malum perforans), das sich mit Bakterien infizieren und auf das gesunde Umgebungsgewebe ausdehnen kann. Wenn die Beine nicht mehr ausreichend durchblutet werden, sind die Füße kalt, die Haut ist dünn und blass oder bläulich gefärbt.

 

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Diarrhö (Durchfall)

Beschreibung:

Durchfall (Diarrhö) liegt dann vor, wenn der Stuhlgang zu häufig, zu flüssig und zu voluminös erfolgt. Es handelt sich um Durchfall, wenn es zu mehr als drei Stuhlentleerungen pro Tag kommt, die Konsistenz des Stuhls vermindert oder flüssig ist (mehr als 75 Prozent Wassergehalt) und die Stuhlmenge mehr als 250 Gramm pro Tag beträgt. Tritt Durchfall plötzlich auf und dauert er nicht länger als zwei Wochen an, sprechen Mediziner von akutem Durchfall / akuter Diarrhö. Dauert er dagegen länger als zwei Wochen an, handelt es sich um chronischen Durchfall / chronische Diarrhö.

 

Symptome:

Diarrhö ist keine Krankheit, sondern ein Symptom, also ein Zeichen dafür, dass irgendwo im Körper etwas nicht stimmt. Mögliche Ursachen sind unter anderem Magen-Darm-Infekte, Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Darmerkrankungen

 

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Dysphagie (Schluckstörungen)

Beschreibung:

Dysphagie ist der Fachbegriff für Schluckstörungen. Betroffene Personen haben Schwierigkeiten, feste Nahrung oder Flüssigkeit zu schlucken. Die Dysphagie kann unterteilt werden in Schluckstörungen im Rachenbereich (oropharyngeal) und im Bereich der Speiseröhre (ösophageal). Im Rachenbereich treten zu Beginn des Schluckakts Beschwerden auf. Betroffene verschlucken sich oder atmen Nahrungsbestandteile ein, wodurch es zu Hustenanfällen kommt. Ösophageale Dysphagien treten auf, wenn die feste und flüssige Nahrung nicht richtig in der Speiseröhre hinabgleiten kann. Der Speisebrei steigt wieder auf, was zu Erbrechen führt.

 

Symptome:

Mit den Schluckstörungen können Schmerzen sowie ein Druck- oder Engegefühl beim Schlucken einhergehen. Außerdem kann es zu Sodbrennen kommen.

 

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Dysphonie (Stimmstörung)

Beschreibung:

Wer unter Stimmstörungen leidet, hat Schwierigkeiten bei der Stimmerzeugung. Die Stimme ist in unterschiedlichem Ausmaß verändert und kann von rau über heiser bis piepsig klingen. Ursache können veränderte oder beschädigte Organe (z. B. Kehlkopf) sein. Aber auch die Art und Weise, wie man seine Stimme benutzt, und psychologische Ursachen können zu einer Dysphonie führen. Mediziner sprechen dann von „funktionellen Stimmstörungen“. Das bedeutet, dass die Erkrankung keine organischen Ursachen hat. Manchmal können aus einer Fehlbelastung der Stimmbänder auch organische Schäden, sogenannte Stimmbandknötchen, entstehen. Diese sind aber in der Regel harmlos.

 

Symptome:

In der Regel sind Veränderungen der Stimme die einzigen Symptome. Die Stimme kann rau, schwach, heiser oder piepsig klingen. Die Diplophonie (zwei Stimmtöne zur gleichen Zeit) ist ein häufiges Zeichen bei Polypen der Stimmbänder. Je nach Ursache können bei einigen körperlichen Erkrankungen des Kehlkopfs weitere Symptome wie Luftnot oder Probleme beim Husten auftreten.

 

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Endometriose

Beschreibung:

Endometriose ist eine weit verbreitete aber oft unentdeckte gutartige Frauenkrankheit. Hierbei wächst Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) nicht nur in der Gebärmutterhöhle, sondern auch an Stellen, wo sie eigentlich nicht hingehört – zum Beispiel in der Gebärmuttermuskulatur oder ganz außerhalb der Gebärmutter in anderen Organen. Dies führt bei den meisten betroffenen Frauen zu starken Menstruationsbeschwerden, Unterbauchschmerzen auch nach der Periode sowie zur Unfruchtbarkeit.

 

Symptome:

Wichtigstes Anzeichen für eine Endometriose ist eine schmerzhafte Regelblutung. Dabei beginnen die Schmerzen (meist als Unterbauchschmerz) bereits kurz vor dem Einsetzen der Regelblutung und verstärken sich dann an den ersten beiden Tagen der Blutung. Durch Verwachsungen zwischen verschiedenen Organen im Unterleib kann es zu chronisch wiederkehrenden Schmerzen im Unterbauch kommen, auch außerhalb des Monatszyklus. Weitere Endometriose-Symptome sind Kreuzschmerzen,  Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und Zyklusstörungen. Viele Frauen mit Endometriose sind unfruchtbar, wobei der ursächliche Zusammenhang zwischen Endometriose und Unfruchtbarkeit (Sterilität) nicht geklärt ist.

 

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Enzephalitis (Gehirnentzündung, FSME)

Beschreibung:

Unter einer Gehirnentzündung oder Enzephalitis versteht man eine entzündliche Erkrankung des Gehirns, die verschiedene Ursachen haben kann. Das Gehirn ist ein Bestandteil des zentralen Nervensystems, zu dem außerdem die Hirnhäute und das Rückenmark gehören. Deshalb sind bei einer Infektion häufig nicht nur die Nervengewebe des Gehirns, sondern zusätzlich auch die Hirnhäute (Meningoenzephalitis) oder das Rückenmark (Myeloenzephalitis) betroffen. Neben, durch unterschiedlichste Erreger hervorgerufenen Formen, der Gehirnentzündung gibt es die, durch den Biss infizierter Zecken übertragene, Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

 

Symptome:

Je nach Erreger können die Symptome der Enzephalitis sehr unterschiedlich ausfallen. Bei der viralen Enzephalitis kommt es anfangs zu allgemeinen, grippeartigen Krankheitsanzeichen wie Fieber, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Muskelschmerzen und Übelkeit. Weitere typische Symptome sind Bewusstseinsstörungen, plötzliche Beeinträchtigung von Konzentration und Gedächtnis, Verhaltensveränderungen ( z. B. auffällige Stimmungsschwankungen, Halluzinationen, Verfolgungswahn oder Orientierungslosigkeit), Erbrechen, neurologische Ausfälle (z. B. Störungen der Sprache und des Sprechens, Lähmungen einzelner Extremitäten oder der Augenmuskeln), Krampfanfälle sowie – bei gleichzeitiger Reizung der Hirnhäute (Meningoenzephalitis) Nacken- und/oder Rückensteifheit (Meningismus).

 

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Epilepsie

Beschreibung:

Die Epilepsie gehört zu den häufigsten Funktionsstörungen des Gehirns. Dabei feuern Nervenzellen (Neuronen) im Gehirn plötzlich synchron und unkontrolliert Impulse ab. Die vorübergehenden Funktionsstörungen im Gehirn lösen epileptische Anfälle aus. Diese Anfälle können in unterschiedlicher Form auftreten: als Krämpfe oder auch als unwillkürliche Bewegungsabläufe oder Dämmerzustände. Als Epilepsie-Ursachen kommen beispielsweise erblich bedingte Veranlagung, Stoffwechselstörungen, Missbildungen beziehungsweise Schäden am Gehirn, Entzündungen, Traumata oder Hirntumore infrage.

 

Symptome:

Die typischen Epilepsie-Symptome sind epileptische Anfälle. Sie sind gekennzeichnet durch offene, starre, leere oder verdrehte Augen und eine Anfallsdauer von höchstens zwei Minuten. Sie können aber auch sehr unterschiedlich sein. In manchen Fällen besteht ein epileptischer Anfall nur in einem „Aussetzer“ von wenigen Sekunden. Symptome für Epilepsie können aber auch Zuckungen einer Extremität, umfassende Bewegungs- und Bewusstseinsstörungen oder  ein klassischer „Grand-Mal-Anfall“ mit Krämpfen und rhythmischen Zuckungen sein.

 

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Essstörungen

Zu den Essstörungen gehören Magersucht (Anorexia nervosa), Ess-Brech-Sucht (Bulimia nervosa) und Ess-Sucht (Binge-Eating-Störung). Die einzelnen Krankheitsbilder sind sehr unterschiedlich. Eines haben Menschen mit Essstörungen jedoch gemeinsam: die lebensnotwendige Ernährung ist für sie ein erhebliches Problem mit körperlichen, psychischen und oft sozialen Konsequenzen geworden.

 

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Fibromyalgie

Beschreibung:

Die Fibromyalgie wird auch Faser-Muskel-Schmerz genannt und ist eine nicht-entzündliche Erkrankung. Betroffene haben immer wieder Muskel- und Gelenkschmerzen an verschiedenen Stellen im Körper. Halten die Beschwerden länger als drei Monate an und hat der Arzt andere Krankheiten ausgeschlossen, kann es sich um eine Fibromyalgie handeln. Sie äußert sich unter anderem durch eine verhärtete Muskulatur und gilt als Sonderform des Weichteilrheumatismus. An Fibromyalgie erkranken deutlich mehr Frauen als Männer, oft im Alter zwischen 40 und 60 Jahren.

 

Symptome:

Bei der Fibromyalgie treten starke Schmerzen vor allem der Muskulatur und der Sehnenansätze auf. Dabei sind nicht nur die Extremitäten, sondern auch der Rumpf betroffen. Oft kommt es – insbesondere nach körperlicher Belastung – zu Schmerzen im Rücken, in den Armen und Beinen. Häufig beschreiben Betroffene den Schmerz als großflächig und fließend, in vielen Fällen auch als dumpf, brennend, schneidend oder bohrend. Viele Betroffene haben das Gefühl, die schmerzhaften Weichteile seien diffus geschwollen. Die Schmerzen halten über lange Zeit (meist über Jahre) an und können sich durch körperliche Aktivitäten, Krankengymnastik oder Massage verstärken. Begleitsymptomen sind Schlafstörungen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Morgensteifigkeit, Reizdarm, Angstzustände, Depressionen, Kopfschmerzen und Zittern.

 

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Frakturen (Knochenbrüche)

Beschreibung:

Das Knochengewebe erhält seine Stabilität durch die Einlagerung von Mineralsalzen, besonders Kalziumphosphat und Kalziumkarbonat (Kalk). Trotz ihrer Festigkeit können alle Knochen prinzipiell brechen. Der Knochen verliert dann seine durchgängige Struktur und wird in Knochenteile (Fragmente) zerschlagen. Die Einteilung der Knochenbrüche (Frakturen) erfolgt nach verschiedenen Gesichtspunkten je nach der Ursache, Entstehungsmechanismus, Lokalisation, Verlauf der Bruchlinien und Zahl der Knochenbrüche. Jede Ursache erfordert spezifische Diagnostik- und Behandlungsmethoden.

 

Symptome:

Sichere Frakturzeichen sind eine Fehlstellung der betroffenen Gliedmaßen, eine abnormale Beweglichkeit, sichtbare Knochenstücke oder abgerissene Gliedmaßen. Mögliche Anzeichen für einen Knochenbruch können Schwellungen, Blutergüsse sowie die Einschränkung der Beweglichkeit und Funktion der Gliedmaßen sein. Dabei können Haut und Weichteile unverletzt bleiben (geschlossene Brüche). Bei offenen Brüchen sind neben dem Knochen auch Haut- und Weichteile verletzt. Dies kann im Extremfall bis zum Verlust der betroffenen Gliedmaße reichen.

 

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Gallenblasen- und Gallengangskrebs

Beschreibung:

Gallenblasen- und Gallengangskrebs sind seltene bösartige Tumoren, die in der Gallenblase beziehungsweise in den Gallengängen entstehen. Zum Gallengangsystem gehören die innerhalb sowie außerhalb der Leber gelegenen Gallengänge. Die Gallenblase liegt unterhalb der Leber als sackförmige Ausstülpung des Gallengangs. Aus der Gallenblase gelangt die Galle über den Gallengang in den Zwölffingerdarm und hilft dort bei der Verdauung von Fetten.

 

Symptome:

Im Frühstadium von Gallenblasen- oder Gallengangskrebs treten kaum Symptome auf, weshalb die Erkrankung erst spät auf sich aufmerksam macht – der Tumor ist dann schon weit fortgeschritten. Meist treten die ersten Symptome von Gallenblasenkrebs auf, wenn die Galle nicht abfließen kann und sich in der Leber staut. Anzeichen für einen Gallenstau sind schmerzlose Gelbsucht (Gelbfärbung von Haut und Augen), quälender Juckreiz der Haut, Entfärbung des Stuhls sowie dunkelgefärbtes Urin. Wenn zusätzlich zur schmerzlosen Gelbsucht eine vergrößerte Gallenblase unter dem rechten Rippenbogen tastbar ist, weist dies auf einen Tumor hin. Weitere Symptome können Bauchschmerzen im Oberbauch, Gewichtsverlust sowie Übelkeit und Erbrechen sein.

 

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Ganglion (Überbein)

Beschreibung:

Ein Ganglion (Überbein) ist eine häufige aber harmlose knötchenförmige Veränderung unter der Haut, die im Bereich einer Gelenkkapsel oder Sehnenscheide auftritt. Das Überbein ist der häufigste gutartige Weichteiltumor der Hand. Meist bildet es sich am Handgelenk oder an einem Finger. Unter der Haut entsteht eine mit Flüssigkeit gefüllte Kammer (Zyste), die mit der darunterliegenden Gelenkkapsel oder Sehnenscheide verbunden ist. Das so entstehende Knötchen kann die Größe einer Erbse oder Kirsche erreichen. Neben der Hand kann ein Überbein auch an anderen Gelenken, zum Beispiel am Fuß oder Knie, auftreten. Als Ursache für ein Ganglion gilt eine übermäßig gebildete Gelenkflüssigkeit.

 

Symptome:

Während ein Ganglion oftmals keinerlei Beschwerden auslöst, sind in anderen Fällen stark ausgeprägte Schmerzen möglich. Meist ist das Ganglion als prall-elastische, teilweise berührungsempfindliche Schwellung zu sehen und zu tasten. Wenn das Ganglion auf Nerven drückt, entstehen als Symptome Kribbeln und Taubheitsgefühl. Ganglien finden sich meist an Hand-, Fuß- und Kniegelenken.

 

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Gastro-intestinale Karzinome

Beschreibung:

Gastrointestinal bedeutet „den Magen-Darm-Trakt betreffend“. Magenkrebs (Magenkarzinom) entsteht, wenn sich die Erbinformationen in Zellen des Magens verändert. Daraufhin teilen sich die Zellen schneller und es entwickeln sich bösartige Tumore. Mit dem Begriff Darmkrebs sind in der Regel Krebserkrankungen des Dickdarms gemeint. Ist der Mast- oder Enddarm befallen, spricht man von einem Rektumkarzinom. Außerdem gibt es sogenannte Gastrointestinale Stromatumoren (GIST), die aber vergleichsweise selten sind. Sie entstehen meist im Verdauungstrakt, unterscheiden sich aber deutlich von den anderen beiden Tumorarten. GIST können im gesamten Magen-Darmtrakt auftreten, von der Speiseröhre bis zum Enddarm. Am häufigsten betroffen ist der Magen, gefolgt vom Dünndarm.

 

Symptome:

Bei Magen- und Darmkrebs sind die Symptome meist uncharakteristisch. Häufig treten lange Zeit keine Beschwerden auf, oder Betroffene stufen die Symptome als harmlos ein. Magenkrebs kann eine Magenblutung auslösen. Bei stärkerem Blutaustritt in den Magen färbt sich der Stuhl schwarz (Teerstuhl), oder es kommt zum Erbrechen von Blut. Das Erbrochene erscheint "kaffeesatzartig". Durch den Kontakt mit der Magensäure nimmt das Blut die entsprechende Farbe und Konsistenz an. Wenn das Magenkarzinom den Magenausgang einengt, kann die aufgenommene Nahrung den Magen nicht mehr ungehindert in Richtung Darm verlassen. Völlegefühl, Übelkeit und Erbrechen sind die Folgen. Ungewollte Gewichtsabnahme, Blutarmut (Anämie), Schluckbeschwerden, Leistungsknick und leicht erhöhte Körpertemperatur sind weitere Symptome. Typische Anzeichen für Darmkrebs sind Blutauflagerungen auf dem Stuhl, Darmkrämpfe, Wechsel zwischen Durchfällen und Verstopfung, Änderungen der Stuhlgewohnheiten, Blähungen, Schmerzen, ungewollter Abgang von Stuhl bei Blähungen, unerklärliche Gewichtsabnahme, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, tastbare Verhärtungen im Bauchraum. Auch GIST bleiben in frühen Stadien oft unbemerkt. Erst wenn ein größerer Tumor auf umliegende Organe oder Gewebe drückt, treten erste Anzeichen auf. Die häufigsten Symptome bei Tumoren im Magen oder Zwölffingerdarm sind Schmerzen und innere Blutungen. Dünndarmtumore können auch Verstopfung verursachen. Bei GIST kann es auch zu Schluckstörungen kommen. Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust oder Übelkeit sind unter Umständen ebenfalls Zeichen einer Krebserkrankung.

 

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Gebärmuttererkrankungen (Gebärmutterkrebs / Gebärmutterhalskrebs)

Beschreibung:

Gebärmuttererkrankungen umfassen verschiedene bösartige und gutartige Erkrankungen der Gebärmutter sowie Krankheitsbilder, an denen die Gebärmutter beteiligt ist. Gebärmuttererkrankungen wie Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom) und Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) sind eine häufige Todesursache bei Frauen. Denn oft werden diese Krebsarten erst sehr spät entdeckt und können zuweilen auch mit Chemotherapie und Gebärmutterentfernung nicht mehr geheilt werden. Von daher der dringende Appell, die regelmäßigen Kontrolluntersuchungen beim Frauenarzt nicht auf die lange Bank zu schieben. Dann bleiben Gebärmuttererkrankungen oft beherrschbar. Als Gebärmuttermyome bezeichnen Mediziner gutartige Tumore der Gebärmutter, die nur selten entarten.

 

Symptome:

In der Regel rufen Vorstufen und frühe Stadien von Gebärmutter- und Gebärmutterhalskrebs kaum Symptome hervor. Dennoch gibt es verschiedene Anzeichen und Beschwerden, die etwa auf ein Zervixkarzinom hinweisen können. Dazu gehören übel riechender, blutiger Ausfluss, Schmierblutung nach dem Geschlechtsverkehr, ungewöhnliche Blutung bzw. Blutung außerhalb des normalen Menstruationszyklus oder nach den Wechseljahren, auffällig geschwollene Beine (z. B. einseitig), Schmerzen beim Wasserlassen und Stuhlgang. Gebärmutterhalskrebs-Symptome müssen aber nicht ausschließlich den Genitalbereich betreffen. Unklare Bauchschmerzen oder Schmerzen im Beckenbereich können ebenfalls auftreten. Auch länger andauernde Rückenschmerzen, für die sich keine andere Erklärung (z. B. ein Bandscheibenvorfall) finden lässt, können durch einen Gebärmutterhalskrebs verursacht sein. Beim Endometriumkarzinom kommt es zu ungewöhnlichen Blutungen aus der Scheide. Vor allem, wenn diese außerhalb der Regelblutung oder nach den Wechseljahren (Menopause) auftreten, sollten Frauen sofort ein Arzt aufsuchen. In manchen Fällen können zusätzlich Schmerzen im Becken auf die Krebserkrankung aufmerksam machen. Wenn der Tumor größer wird, kann er von der Gebärmutter aus in benachbarte Organe oder ins Gewebe einwachsen. Wird die Beckenwand vom Krebs befallen, kann der Gebärmutterkrebs Schmerzen auslösen. Dringt der Tumor bis in die Harnblase vor, sind chronische Harnwegsinfekte die Folge. Dem Urin kann in diesem Fall etwas Blut beigemischt sein.

 

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Gerinnungsstörungen (Hämophilie / Bluterkrankheit / Verbrauchskoagulopathie)

Beschreibung:

Als Gerinnungsstörung wird der gestörte Ablauf der Blutgerinnung bezeichnet. Wichtige Gerinnungsstörungen sind zum Beispiel die Hämophilie (Bluterkrankheit) und die Verbrauchskoagulopathie. Bei der Hämophilie handelt es sich um eine Erbkrankheit, bei der die Blutgerinnung gestört ist. Das heißt, aus Wunden austretendes Blut gerinnt nicht oder nur sehr langsam. Die Verbrauchskoagulopathie führt zu einer Verringerung der sogenannten Gerinnungsfaktoren und der für die Blutgerinnung verantwortlichen Blutplättchen oder Thrombozyten. Die Blutplättchen klumpen zusammen (Koagulation), was bei einer Verletzung dazu führt, dass sich eine Wunde schnell verschließt und sich das an die Luft tretende Blut verfestigt. Bei einer Verbrauchskoagulopathie kommt es zu einer Erhöhung der Gerinnungsbereitschaft, die sich innerhalb der Blutgefäße deutlich macht.

 

Symptome:

Bei der Hämophilie sind die Symptome häufig auftretende Blutungen. Die Beschwerden können unterschiedlich schwer sein. Je gravierender der Mangel des Gerinnungsfaktors ist, desto schlechter gerinnt das Blut. Bei leichten Formen der Hämophilie treten im normalen Alltag keine Beschwerden auf. Bei chirurgischen Eingriffen bluten die Betroffenen jedoch meist stärker als Gesunde. Schwere Formen der Hämophilie führen schon nach kleinen Verletzungen zu starken Blutungen nach außen, ins Gewebe, in Muskeln oder in Gelenke. Betroffene Menschen haben lebenslang ein hohes Blutungsrisiko. Die ersten Blutungen treten meist bereits im ersten Lebensjahr auf, wenn das Kind selbstständig aktiver wird. Erste Anzeichen können blaue Flecken sein. Selbst geringfügige Verletzungen führen zu Blutungen ins Gewebe und in die Gelenke, Schmerzen sind die Folge. Die Verbrauchskoagulopathie ensteht meist im Zusammenhang mit verschiedenen Vorerkrankungen, die zu Unregelmäßigkeiten im Gerinnungssystem führen. Da sich bei der Verbrauchskoagulopathie immer eine Verbindung zu anderen gesundheitlichen Störungen finden lässt, ist das Krankheitsbild nicht eigenständig. Ursachen können beispielsweise eine Leberzirrhose, Vergiftungen, schwere Blutvergiftungen, eine akute Leukämie, ein extremer Blutverlust durch umfangreiche Verletzungen, eine akut auftretende Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) oder eine Fruchtwasserembolie sein. Typische Anzeichen sind Blutgerinnungsstörung des Blutplasmas, Hautblutungen und Schleimhautblutungen, Zyanose (Blaufärbung der Haut und Schleimhäute), Organblutungen (Darm, Gehirn, Niere, Magen).

 

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Gleichgewichtsstörungen

Beschreibung:

Menschen mit Gleichgewichtsstörungen haben Schwierigkeiten, das Gleichgewicht zu halten. Ihr Gleichgewichtssinn, der für die Körperhaltung und die räumliche Orientierung verantwortlich ist, ist beeinträchtigt. Das Gleichgewichtsorgan des Menschen (Vestibularapparat) befindet sich im Innenohr und ist über einen Hirnnerv mit dem Gleichgewichtszentrum im Kleinhirn verbunden. Gleichgewichtsstörungen können viele verschiedene Ursachen haben. Manchmal bringen die äußeren Bedingungen das Gleichgewichtsorgan durcheinander, es gibt aber auch verschiedene Erkrankungen, die das Gleichgewichtsorgan beeinträchtigen und damit zu Gleichgewichtsstörungen führen können. Dazu gehören zum Beispiel Bluthochdruck (Hypertonie) oder ein niedriger Blutdruck (Hypotonie), Kopfverletzungen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

 

Symptome:

Gleichgewichtsstörungen äußern sich vor allem durch Schwindel und sind oft von Übelkeit, Sehstörungen und Unwohlsein begleitet. Betroffene haben zum Beispiel das Gefühl, in einem Aufzug nach oben zu fahren, dass sich der Boden unter ihren Füßen bewegt, oder dass sich ihre Umgebung dreht. Sie können nicht auf einem Bein stehen oder mit geschlossenen Augen auf einer geraden Linie laufen. In schweren Fällen sind die Gleichgewichtsstörungen so stark ausgeprägt, dass die Person das Gleichgewicht überhaupt nicht mehr halten kann und stürzt.

 

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Hämorrhoiden

Beschreibung:

Hämorrhoiden sind ein natürlicher Teil der Afterregion eines jeden Menschen. Sie sind Schwellkörper, die in der Schleimhaut des unteren Enddarms ein dichtes Gefäßpolster bilden. Zusammen mit dem inneren und äußeren Schließmuskel des Afters dichten sie den Darm nach außen hin ab und helfen der Schließmuskulatur, den Darmausgang auch bei Belastung verschlossen zu halten – etwa beim Niesen oder Lachen. Meist wölben drei Knoten, die an der Einmündung der Arterien in den Schwellkörper liegen, hierfür die Schleimhaut vor. Die Symptome, die landläufig als „Hämorrhoiden" bekannt sind, müsste man korrekterweise als „Hämorrhoidalleiden“ bezeichnen. Davon spricht man, wenn die Hämorrhoiden vergrößert sind, sodass sie sich vorwölben und Beschwerden verursachen.

 

Symptome:

Viele Menschen haben trotz Hämorrhoidenleiden keinerlei Beschwerden. Bei anderen macht sich das Leiden durch Symptome wie hellrotes Blut auf dem Stuhl, Brennen, Nässen, schleimige Ausscheidung, Afterjucken nach dem Stuhlgang, Stuhlschmieren und Schmerzen, Entzündungen, Ekzeme oder Geschwüre am After, Druck- und Fremdkörpergefühl im Afterbereich bemerkbar.

 

Ihre Ansprechpartner im CaritasKlinikum sind:

Hallux valgus (Ballenzeh)

Beschreibung:

Der Hallux valgus (auch „Ballenzeh“ genannt) ist die häufigste Zehenfehlstellung des Menschen. Dabei zeigt die Spitze der Großzehe zu den Nachbarzehen, und der Großzehenballen ist verdickt. Meistens entwickelt sich der Hallux valgus in Verbindung mit einem Spreizfuß. Der Ballenzeh kann erblich bedingt sein aber auch durch einen in Fehlstellung verheilenden Knochenbruch oder durch entzündliche Gelenkveränderungen entstehen. Als häufigster Grund für die Entstehung gilt allerdings jahrelanges Tragen falscher Schuhe (zu enge und geschlossene Schuhe, hohe Absätze). Überwiegend betroffen sind Frauen im fortgeschrittenen Alter.

 

Symptome:

Beim Hallux valgus ist die Großzehe in ihrem Grundgelenk seitlich nach außen abgewinkelt und gleichzeitig nach innen gedreht. Außerdem ist der Großzehenballen verdickt. Durch die schief stehende Großzehe ist der Mittelfußknochen, der die Großzehe trägt, zur Körpermitte hin abgespreizt, sodass das Köpfchen des Mittelfußknochens gut sichtbar von innen gegen die Haut und den darunter entstandenen Schleimbeutel drückt. Es sieht so aus, als hätte sich am Mittelfußknochen ein echter Knochenauswuchs gebildet. Oftmals gibt es keine weiteren Symptome. Ob die Fehlstellung Schmerzen bereitet, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Durch die mechanische Reizung der Haut und dem darunter liegenden Schleimbeutel können Entzündungen und Schwellungen entstehen. Unbehandelt kann sich beim Hallux valgus mit der Zeit ein chronisch wiederkehrender schmerzhafter Zustand entwickeln.

 

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Hautausschlag

Ein Hautausschlag (Exanthem) kann plötzlich an verschiedenen Körperstallen auftreten und ganz unterschiedlich aussehen: Es können sich zum Beispiel Flcken, Bläschen oder Schuppen auf der Haut bilden. Hinter dem Hautausschlag können Infektionserkrankungen wie Windpocken oder Masern stecken, aber auch Allergien oder verschiedene Hauterkrankungen – dazu zählen etwa Schuppenflechte oder Neurodermitis.

 

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Hautkrebs (bösartige Hauttumore / Basaliome / Plattenepithelkarzinom / Maligne Melanome)

Beschreibung:

Bösartige Hauttumore können von allen Strukturen der Haut und ihrer Anhangsgebilde ausgehen. Grundsätzlich unterscheidet man die Basalzellkarzinome (Basaliome), die Plattenepithelkarzinome (Spinaliome) und die von Pigmentzellen ausgehenden malignen Melanome (schwarzer Hautkrebs). Die bösartigen Hauttumoren zählen zu den häufigsten Krebsformen und können alle Altersgruppen betreffen. Das Basalzellkarzinom ist bei hellhäutigen Menschen der häufigste bösartige Hauttumor. Er entsteht aus entarteten Zellen der Keimschicht (Basalzellen) der Oberhaut und kann sich rasch ausbreiten. Tochtergeschwülste (Metastasen) kommen aber so gut wie nie vor. Der Tumor bildet sich vor allem bei älteren Menschen in der oberen Gesichtshälfte und ist die Folge jahrzehntelanger Sonneneinstrahlung. Das maligne Melanom ist der gefährlichste Hauttumor. Er geht aus den Pigment bildenden Zellen der Oberhaut (Melanozyten) hervor und bildet rasch Metastasen. Auch äußerlich sehr kleine Tumore können schon längere Zeit bestanden und bereits gestreut haben. Übermäßige Sonnenbestrahlung und wiederholte Sonnenbrände gelten auch beim malignen Melanom als die wichtigste Ursache. Bösartiger, weil es meist rasch wächst und sich in die Tiefe ausbreitet, ist das Spinaliom, auch Plattenepithelkarzinom oder Stachelzellkrebs genannt. Es entsteht häufig aus einer Krebsvorstufe (Präkanzerose). Wichtigste Ursache für die Entstehung einer solchen Präkanzerose ist jahrzehntelange intensive Sonneneinstrahlung. Spinaliome ähneln im Frühstadium einem Ekzem. Später wandeln sie sich zu schuppenden, unscharf begrenzten, verhornenden Tumoren um, die geschwulstartig aufbrechen können. Sie sind oft bretthart und gelegentlich schmerzhaft. Unterlippe, Schläfen und Handrücken sind häufig betroffene Körperregionen.

 

Symptome:

Basalzellkarzinome sehen ganz unterschiedlich aus. Oftmals ähneln sie einem hautfarbenen oder porzellanartigen Knoten. Sie kommen meist an Stellen vor, die ständig dem Licht ausgesetzt sind, verursachen in der Regel keine Schmerzen und wachsen sehr langsam. Ein Plattenepithelkarzinom ist ein harter, unscharf begrenzter, in manchen Fällen schuppender Tumor. Auch er ist weitgehend schmerzlos und entwickelt sich gelegentlich auf alten Narben oder chronisch entzündeter Haut, ebenfalls meist an Stellen, die ständig dem Licht ausgesetzt sind. Das maligne Melanom zeichnet sich durch einen unregelmäßig geformten, meist bräunlich-schwarzen Hauttumor aus. Es tritt überwiegend an normalerweise bekleideten oder behaarten Körperstellen auf und entsteht oft auf zuvor unauffälliger Haut. In anderen Fällen geht er aus einem Muttermal hervor. Typische Symptome sind leichtes Schmerzen oder Jucken.

 

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Hautveränderung (gutartige Hauttumore)

Beschreibung:

Nicht jede Veränderung der Haut ist gleich ein Hinweis auf Krebs. Sogenannte benigne (gutartige) Hauttumore unterscheiden sich vor allem in zwei Eigenschaften von den malignen, (bösartigen) Tumoren: sie sind vom umgebenen Gewebe deutlich abgegrenzt, wachsen nicht in benachbarte Organe hinein und schädigen diese somit auch nicht. Benigne Tumoren breiten sich in der Regel nicht über das Blut- oder Lymphsystem aus und bilden keine Tochtergeschwülste (Metastasen) in anderen Teilen des Körpers. Zu den gutartigen Tumoren zählen Muttermale, Fettgeschwulste (Lipome), Gefäßgeschwulste (Hämangiome) und Muskelzellgeschwulste (Myome).

 

Symptome:

Obwohl bei ihnen meist keine Gefährdung der Gesundheit besteht, können auch gutartige Hauttumore unter kosmetischen Gesichtspunkten zu einer Belastung für die Betroffenen werden. Bei sogenannten Xanthelasmen (Fett- und Cholesterineinlagerung in der Haut) bilden sich etwa weißen Knötchen, vor allem um die Augen herum. „Seborrhoische Keratosen“ (auch als Alterswarzen bezeichnet) treten im Gesicht und am Oberkörper auf. Feuermale und Blutschwämme sind rot und meist optisch auffällig. Leberflecke können sich durch Reizung (beispielsweise UV-Einstrahlung) zu bösartigem Hautkrebs entwickeln.

 

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Hepatitis B

Beschreibung:

Hepatitis B ist eine ansteckende akute oder chronische Entzündung der Leber infolge einer Infektion mit dem Hepatitis-B-Virus (HBV). Der Virus wird durch Körperflüssigkeiten wie Blut, Blutplasma, Sperma oder Scheidensekret übertragen. Schon eine geringe Menge an Viren reicht aus, um sich mit der Krankheit zu infizieren. Häufige Übertragungswege sind Kontakt mit infiziertem Blut an Hautwunden oder Schleimhäuten oder Geschlechtsverkehr mit einem infizierten Partner. Auch während der Geburt kann eine mit Hepatitis B infizierte Mutter den Virus auf ihr Kind übertragen. Die Lebererkrankung kann die Leberzellen schädigen und zu Störungen der Organfunktion führen. Weltweit ist fast jeder dritte Mensch mit dem Hepatitis-B-Virus infiziert. Schätzungsweise drei Prozent der Weltbevölkerung haben eine chronische Hepatitis B.

 

Symptome:

Hepatitis-B-Symptome können sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Ein Drittel aller Erkrankungen verläuft sogar symptomlos und bleibt deshalb häufig unerkannt. Wenn Hepatitis B Symptome auslöst, handelt es sich dabei zunächst um allgemeine Krankheitszeichen wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Muskel- und Gelenkbeschwerden, Druckgefühl im rechten Oberbauch und Fieber. Im Anschluss daran treten in jedem dritten Fall von Hepatitis B typische Symptome einer Gelbsucht auf. Dazu zählen dunkel gefärbter Urin, heller Stuhl sowie Gelbfärbung der Haut und der Augen. Eine akute Hepatitis B kann außerdem in eine chronische Erkrankung übergehen, wobei die Betroffenen entweder dauerhaft ansteckend bleiben, ohne sonstige Hepatitis-B-Symptome ständig gering erhöhte Leberwerte haben oder schwerwiegende Folgeerkrankungen (Leberzirrhose, Leberkrebs) entwickeln können.

 

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Hepatitis C

Beschreibung:

Hepatitis C ist eine Entzündung der Leber, die durch das Hepatitis-C-Virus (HCV) verursacht wird. Die Erkrankung wird vor allem durch Blut und Blutprodukte, zum Beispiel Blutkonserven, übertragen. Eine Ansteckung durch Geschlechtsverkehr ist seltener aber möglich. Hepatitis C kann akut oder chronisch verlaufen und langfristig die Leberzellen schädigen und zu Störungen der Organfunktion führen.

 

Symptome:

Die Hepatitis C-Erkrankung verläuft in zwei Phasen. Die akute Infektion bleibt in Dreiviertel der Fälle ohne erkennbare Symptome. In der ersten Phase (Prodromalstadium) fühlen sich die meisten Betroffenen leicht unwohl, aber im Wesentlichen gesund. Weitere uncharakteristische Symptome sind Abgeschlagenheit, Muskel- und Gelenkschmerzen, leichtes Fieber, Appetitlosigkeit, Abneigung gegen bestimmte Lebensmittel, Übelkeit oder Druckschmerzen im rechten Oberbauch. Nur rund ein Viertel der Infizierten zeigt in der zweiten Krankheitsphase Symptome der erkrankten Leber. Das heißt, dass sich Haut, Schleimhäute und das Weiße der Augen gelb färben, der Stuhl hell und der Urin dunkel wird. Etwa 50 bis 85 Prozent der Hepatitis-C-Infektionen gehen in eine chronische Form über. Meist verläuft sie über viele Jahre schleichend mit milder Symptomatik. Müdigkeit, unspezifische Oberbauchbeschwerden und verminderte Leistungsfähigkeit treten auf. Seltener klagen Betroffene über Juckreiz und Gelenkbeschwerden.

 

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Herzinsuffizienz (Herzschwäche, Herzmuskelschwäche)

Beschreibung:

Herzinsuffizienz bedeutet, dass das Herz nicht mehr dazu in der Lage ist, die benötigte Menge Blut durch den Körper zu pumpen. Dieser Zustand kann sehr plötzlich innerhalb von Stunden oder Tagen eintreten. Dann handelt es sich um eine akute Herzinsuffizienz, die einen medizinischen Notfall darstellt. Eine chronische Herzinsuffizienz entwickelt sich dagegen allmählich, in der Regel über Monate oder Jahre. Eine chronische Herzschwäche kann auch zu einer akuten Herzschwäche werden – wenn beispielsweise Infekte, eine Blutarmut, eine Blutdruckkrise oder Herzrhythmusstörungen das geschwächte Herz zusätzlich belasten.

 

Symptome:

Mögliche Symptome der akuten Herzschwäche sind schwere Atemnot und Husten, der Atem kann „brodelnd" klingen. Das Herz schlägt oft ungewöhnlich schnell, die Haut ist blass und fühlt sich kaltschweißig an. Die Beschwerden entstehen innerhalb kurzer Zeit und können sich schnell verschlimmern. Eine akute Herzschwäche ist ein medizinischer Notfall, im Zweifel sollte sofort ein Notarzt verständigt werden. Bei der chronischen Herzschwäche stellen sich die Symptome in der Regel allmählich ein. Patienten fällt auf, dass ihre Leistungsfähigkeit abnimmt, sie fühlen sich schneller erschöpft und müde und geraten leichter außer Atem – anfangs nur bei stärkerer Belastung, später auch bei geringer Anstrengung oder in Ruhe. Ein weiteres Zeichen sind Flüssigkeitseinlagerungen, vor allem in den Beinen, und eine Gewichtszunahme trotz unveränderter Ernährungsgewohnheiten. Liegen Betroffene längere Zeit – zum Beispiel beim Schlafen – kann der Körper überschüssige Flüssigkeit leichter ausscheiden. Deshalb wachen viele Patienten nachts immer wieder auf, weil sie Wasser lassen müssen.

 

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Herzklappenerkrankungen

Beschreibung:

Die Herzklappen sorgen normalerweise dafür, dass das Blut im Herzen nur in eine Richtung fließt. Durch eine Herzklappenerkrankung wird der normale Blutfluss im Herzen behindert. Man unterscheidet zwei Formen von Herzklappenerkrankungen: die Klappenstenose und die Klappeninsuffizienz. Bei einer Klappenstenose ist die Herzklappe verengt. Das Blut staut sich vor der verengten Klappe und muss mit erhöhtem Druck durch die Verengung gepumpt werden. Bei einer Klappeninsuffizienz schließt die Herzklappe nicht mehr richtig, und das Blut fließt durch die undichte Klappe zurück. Die erhöhte Belastung des Herzens kann zu einer Verdickung der Herzmuskulatur und Erweiterung der Herzkammer führen. Je nach Schweregrad des Klappenfehlers kann sich eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) entwickeln. Nur bei einem Prozent der Menschen bestehen Herzklappenfehler von Geburt an, die meisten entstehen im Laufe des Lebens. Mögliche Ursachen sind Entzündungen der Herzklappen, schwere Verkalkungen der Klappen im Alter, Klappenschädigungen als Folgeerscheinung eines Herzinfarktes und Infektionen des Herzmuskels.

 

Symptome:

Es gibt eine Reihe von Symptomen, die auf eine Herzklappenerkrankung hindeuten können. Dazu gehören Kurzatmigkeit oder Probleme beim Atemholen, vor allem, wenn man körperlich aktiv ist oder liegt, häufiges Schwäche- oder Schwindelgefühl, Druckgefühl im Brustkorb bei körperlicher Anstrengung oder beim Einatmen kalter Luft im Freien, Herzklopfen oder das Gefühl eines unregelmäßigen Herzschlags, Aussetzer oder Flattern im Brustkorb, Schwellungen von Fußgelenken, Füßen oder Bauch sowie eine plötzliche Gewichtszunahme.

 

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Herzrhythmusstörung

Beschreibung:

Bei einer Herzrhythmusstörung schlägt das Herz zu schnell, zu langsam oder unregelmäßig. Das muss allerdings nicht zwangsläufig ein Zeichen für eine Erkrankung sein. Herzrhythmusstörungen kann man unterscheiden in langsame (bradykarde) Herzrhythmusstörungen mit weniger als 60 Herzschlägen pro Minute und schnelle (tachykarde) Herzrhythmusstörungen mit Frequenzen über 100 Schlägen pro Minute. Bradykarde Herzrhythmusstörungen können zum Beispiel im Rahmen einer Herzschwäche oder einer koronaren Herzkrankheit (KHK) auftreten. Typisch für eine Tachykardie sind Vorhofflattern und -flimmern sowie Kammerflattern bzw. -flimmern. Kommt es zwischen den Herzschlägen zu Pausen, die länger als drei Sekunden dauern, nennt man dies Asystolie. Einzelne zusätzliche Herzschläge neben dem Grundrhythmus heißen Extrasystolen. Meist machen diese sich als Herzstolpern bemerkbar.

 

Symptome:

Herzrhythmusstörungen machen sich durch Herzrasen, Herzstolpern oder Herzklopfen bemerkbar. Langsame (bradykarde) Herzrhythmusstörungen können lange Zeit unbemerkt bleiben, typische Symptome sind Herzstolpern, Schwindel, kurzzeitige Bewusstseinsverluste, Benommenheit und vorübergehende Seh- oder Sprachstörungen. Schnelle (tachykarde) Herzrhythmusstörungen zeigen sich durch Herzklopfen oder -rasen, Nervosität und reduzierte Belastbarkeit.

 

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Hörstörungen (Schwerhörigkeit / Hörsturz)

Beschreibung:

Mit Hörstörungen sind die verschiedenen Formen der Schwerhörigkeit gemeint. Sie lassen sich grob in drei Bereiche einteilen: die Schallleitungs-, die Schallempfindungs- und die Schallwahrnehmungs-Schwerhörigkeit. Die einzelnen Arten können aber auch kombiniert auftreten. Bei der Schallleitungs-Schwerhörigkeit gelangen Schallwellen vermindert oder überhaupt nicht mehr ins Innenohr. Die Ursache kann eine Verstopfung oder Fehlbildung des Gehörgangs sein oder auch vom Mittelohr ausgehen – etwa bei einer Infektion. Bei der Schallempfindungs- oder Innenohr-Schwerhörigkeit geben das Trommelfell und die Kette der Gehörknöchelchen die Schallwellen zwar richtig weiter, aber die Signale werden im Anschluss nicht richtig weitergeleitet und verarbeitet. Es können beispielsweise die feinen Haarzellen im Innenohr geschädigt sein, die den Schall normalerweise verstärken und in elektrische Signale umwandeln. Bei der Schallwahrnehmungs-Schwerhörigkeit liegt die Ursache der Schwerhörigkeit im Gehirn: der Hörnerv leitet die Signale zwar richtig weiter, sie werden im Gehirn aber fehlerhaft verarbeitet. Dadurch hört der Betroffene zwar die Töne, kann aber nichts mit ihnen anfangen. Dies kann beispielsweise nach einem Schlaganfall der Fall sein.

 

Symptome:

Betroffene nehmen akustische Signale abgeschwächt, verändert oder teilweise gar nicht mehr wahr. Je nach Ursache tritt die Hörstörung plötzlich auf und geht wieder vorüber, oder sie setzt schleichend ein, wird mit der Zeit stärker und zu einem dauerhaften Hörproblem. Bei einem Hörsturz zum Beispiel setzt die Hörminderung akut auf einem Ohr ein. Ein Druckgefühl im Ohr, Tinnitus und Schwindel kommen dazu. Für Hörprobleme, die von Ohrenschmerzen, Fieber, Abgeschlagenheit begleitet werden, kann eine Mittelohr- oder Gehörgangsentzündung verantwortlich sein.

 

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Hormonelle Störungen

Beschreibung:

Hormone sind chemische Botenstoffe, die die menschliche Gefühlswelt und das aktive Handeln steuern. Sie übermitteln Botschaften an Zellen und Organe eines Menschen, machen ihn traurig oder fröhlich, schläfrig oder aufgedreht, sexuell aktiv oder inaktiv und beeinflussen Hunger- und Durstempfinden. Nur ein ausgewogener Hormonhaushalt führt zu optimalen Leistungen in den Bereichen Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit. Falsche Ernährungsgewohnheiten, Bewegungsmangel, Reizüberflutung, Stress und Hektik können ein körperliches Ungleichgewicht bewirken, das sich in einer Hormonstörung manifestiert.

 

Symptome:

Typische Symptome einer Hormonstörung sind allergische Reaktionen, Entzündungen, Erschöpfungszustände, Leistungsverlust und Depressionen. Möglich sind auch Ängste, Phobien und Panikattacken, Schwindel und Schweißausbrüche, Schlafstörungen, Schilddrüsenprobleme, Akne und andere Hautprobleme, Haarausfall, Bartwuchs und Zyklusstörungen bei Frauen, Blasen- und Darmschwäche, Blähungen, Wassereinlagerungen, Zystenbildung, Herz- und Kreislaufprobleme, Krämpfe, Verspannungen, Koordinationsschwierigkeiten, Schwangerschaftsprobleme, Empfängnisunfähigkeit, Fehlgeburten, sexuelle Lustlosigkeit, starke Stimmungsschwankungen und schlechte Laune.

 

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Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion)

Beschreibung:

Bei der Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) produziert das Organ zu viel von den Schilddrüsenhormonen Thyroxin und Trijodthyronin. Die Schilddrüse produziert mehr Hormone als vom Körper benötigt werden.

 

Symptome:

Typische Beschwerden sind Unruhe, erhöhte Reizbarkeit und Schlafstörungen, Herzrasen und Herzstolpern, ungewollte Gewichtsabnahme trotz Heißhunger, warme und feuchte Haut mit vermehrtem Schwitzen, Haarausfall, Durchfälle und feinschlägiges Zittern der Hände. Im Verlauf einer Schilddrüsenüberfunktion kann es zu einer Schwächung der Muskulatur, Osteoporose, Fettleber, Haarausfall und Zyklusstörungen bis hin zur vorübergehenden Unfruchtbarkeit führen. Leiden Kinder und Jugendliche an einer Schilddrüsenüberfunktion, ist das Körperwachstum verstärkt.

 

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Hypertonie (Bluthochdruck)

Beschreibung:

Der Blutdruck ist der Druck, der in den Gefäßen vorherrscht. Bei jedem Herzschlag wird Blut aus dem Herzen in die Blutgefäße gepumpt, wobei das Blut von innen Druck auf die Gefäßwand ausübt. Bei Bluthochdruck ist dieser Druck erhöht. Damit steigt das Risiko für einen Schlaganfall, Herzinfarkt und andere ernste Gefäßkrankheiten. Eine frühzeitige Therapie ist wichtig, um Folgeschäden zu verhindern.

 

Symptome:

Bluthochdruck ist eine „stille“ Gefahr für die Gesundheit, da die meisten Menschen kaum eindeutige Hypertonie-Symptome zeigen und der erhöhte Gefäßdruck oft lange Zeit unbemerkt bleibt. Im Laufe der Zeit stellen sich meistens zunächst nur Allgemeinbeschwerden wie Schwindel, Kopfschmerzen, Herzklopfen oder -stolpern, Kurzatmigkeit bei Belastung, Nervosität, und Schlafstörungen ein. Bei plötzlichen Sehstörungen, Lähmungen oder Taubheitsgefühl auf einer Körperseite, im Gesicht, am Arm oder Bein oder plötzlich auftretendem starken Kopfschmerzen sollte man unverzüglich zum Arzt gehen, denn diese Symptome können Warnzeichen für einen Schlaganfall sein.

 

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Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion)

Beschreibung:

Unter einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) versteht man eine Unterversorgung des Körpers mit den Schilddrüsenhormonen Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3). Die Schilddrüse produziert zu wenig Schilddrüsenhormone, um den Bedarf des Körpers zu decken. Frauen sind häufiger von der recht verbreiteten Hypothyreose betroffen als Männer.

 

Symptome:

Die Symptome sind je nach Alter sehr unterschiedlich. Im Erwachsenenalter entwickelt sich eine Schilddrüsenunterfunktion meist schleichend, anfangs bemerken Betroffene meist keine oder kaum Beschwerden. Typische Symptome sind Leistungsabfall, Müdigkeit und gesteigertes Schlafbedürfnis, Antriebslosigkeit, Konzentrationsstörungen, Desinteresse, Kälteempfindlichkeit, Appetitlosigkeit, Verstopfung, erhöhte Infektanfälligkeit, ein kühle, trockene, schuppige, blassgelbe Haut, brüchiges und strohiges Haar, brüchige Nägel, raue, heisere Stimme, Gewichtszunahme, verlangsamtem Herzschlag (Bradykardie), frühzeitig einsetzende Arterienverkalkung aufgrund erhöhter Cholesterinwerte, Zyklusstörungen, Störungen von Fruchtbarkeit, Libido und Potenz sowie abgeschwächte Muskeleigenreflexe.
Kinder, deren Schilddrüsenunterfunktion nicht behandelt wird, können folgende Symptome entwickeln: Kleinwuchs mit gedrungenem Körperbau, gestörtes Sprachvermögen, verzögerte Pubertät, herabgesetzte Intelligenz, Schwerhörigkeit und Sprachstörungen. 

 

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Hypoxämie (Sauerstoffmangel)

Beschreibung:

Hypoxämie bedeutet verringerter Sauerstoffgehalt des Bluts. Ausgelöst werden kann dies beispielsweise durch Höhenluft, aber auch durch andere Störungen bei der Sauerstoffaufnahme (Lungenerkrankungen) oder eine beeinträchtigte Sauerstofftransportfähigkeit des Blutes (Anämie). Während die durch natürliche Hypoxie bedingte Hypoxämie durch einen Akklimatisationsprozess verbessert und der Körper an die neue Situation angepasst werden kann, ohne das der menschliche Organismus Schaden nimmt, müssen Störungen der Sauerstoffaufnahme und Defekte der Sauerstofftransportfähigkeit des Blutes unbedingt medizinisch behandelt werden, um körperliche Beeinträchtigungen zu vermeiden.

 

Symptome:

Durch eine Sauerstoffuntersättigung des Bluts können Organfunktionen leiden. Die Symptome richten sich danach, welche Organe kritisch unterversorgt werden. Ist das Gehirn betroffen, können Schwindel, Augenflimmern, Denk- und Orientierungsstörungen, später auch schwerere Ausfälle bis hin zu Krämpfen und Bewusstlosigkeit auftreten. Beim Herz kommt es zu Herzrhythmusstörungen, dann auch eine Leistungsinsuffizienz mit Atemnot und Lungenödem.

 

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Inkontinenz (Harn- bzw. Stuhlinkontinenz)

Beschreibung:

Inkontinenz-Patienten sind nicht in der Lage, Harn oder Stuhl zu halten und kontrolliert abzugeben. Die Ursachen können sehr vielfältig sein. Meist funktioniert das fein abgestimmte System aus Blasenmuskulatur, Schließmuskeln und Beckenbodenmuskulatur nicht mehr richtig. Dies kann auf Fehlern in der Signalübertragung der Nervenzellen beruhen oder organisch bedingt sein.

 

Symptome:

Es gibt verschiedene Formen von Harninkontinenz, die unterschiedliche Symptome mit sich bringen. Bei der Belastungsinkontinenz kommt es zu einem unwillkürlichen Urinverlust, sobald sich der Druck im Bauchraum erhöht. Das ist zum Beispiel bei körperlicher Belastung wie dem Anheben oder Tragen schwerer Gegenstände der Fall, oder auch beim Husten, Niesen, Lachen oder Pressen. Bei der sogenannten Dranginkontinenz spüren Betroffene immer wieder einen plötzlichen, übermäßig starken Harndrang, obwohl die Blase noch gar nicht voll ist. Oft schaffen sie es nicht mehr rechtzeitig zur Toilette. Der Urin geht sehr häufig und schwallartig ab. Bei der Überlaufinkontinenz fließen bei voller Blase ständig kleine Mengen Urin ab. Betroffene haben das Gefühl, dass es ständig „tröpfelt". Sie spüren nicht mehr genau, wann die Blase gefüllt ist und können die Entleerung nicht mehr steuern. Die Blase entleert sich in unregelmäßigen Abständen von selbst, oft aber nicht vollständig. Bei der extraurethralen Inkontinenz geht ständig Urin verloren, doch die eigentliche Ursache liegt außerhalb der Harnwege (extraurethral). Hier kann zum Beispiel eine Fistel vorliegen.

 

Je nachdem, wie gut es noch gelingt, den Stuhlgang zurückzuhalten, spricht man von Stuhlinkontinenz ersten bis dritten Grades. Beim Schweregrad 1 (leichte Inkontinenz) gehen Darmgase unkontrolliert ab, beim Schweregrad 2 (mittlere Inkontinenz) ist es nicht möglich, flüssigen Darminhalt zu halten, und beim Schweregrad 3 (schwere Inkontinenz) kommt es zu einem totalen Kontrollverlust über die Darmentleerung. In diesem Stadium ist es unmöglich, den Darminhalt willentlich oder reflektorisch zurückzuhalten, auch fester Stuhl geht unkontrolliert ab.

 

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Karpaltunnelsyndrom

Beschreibung:

Das Karpaltunnelsyndrom ist ein sogenanntes Nerven-Engpass-Syndrom der Hand. An der Innenseite des Handgelenks wird der Nerv, der Bereiche der Hand versorgt (Medianusnerv) eingeklemmt. Das führt zu häufigem Einschlafen der Hände, Taubheitsgefühlen, Taststörungen und Missempfindungen in den Händen. Ein unbehandeltes Karpaltunnelsyndrom kann zu bleibenden Lähmungen führen. Das Karpaltunnelsyndrom betrifft Frauen häufiger als Männer, und die Betroffenen sind meist zwischen 50 und 70 Jahre alt.

 

Symptome:

Typische Symptome beim Karpaltunnelsyndrom sind Schmerzen in der Hand, die besonders nachts auftreten. Dazu kommen Taubheitsgefühl und Kribbeln in Hand und Fingern. Hierbei sind vor allem die Handregionen und Finger betroffen, die der Medianusnerv versorgt (Daumen, Zeigefinger, Mittelfinger). Je länger der Nerv am Handgelenk eingeklemmt bleibt, desto eher kann es zu einer bleibenden Nervenschädigung kommen. Betroffene leiden dann ein Leben lang an Empfindungsstörungen in der Hand und an Lähmungen im Bereich des Daumens, was das Alltags- und Berufsleben stark einschränken und im Einzelfall sogar zu Berufsunfähigkeit führen kann. Bei ersten Anzeichen sollte man also unbedingt einen Arzt aufsuchen.

 

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Kopf-Hals-Karzinome (Mundhöhlenkrebs / Rachenkrebs / Zungenkrebs / Speicheldrüsentumore

Beschreibung:

Ein Kopf-Hals-Tumor ist eine bösartige Erkrankung im Mund-Nasen-Rachen-Raum oder im Hals. In Deutschland finden sich die meisten Kopf-Hals-Tumoren in Mundhöhle, Kehlkopf und Rachen. Als wichtigste Ursache für Kopf-Hals-Tumoren gilt Rauchen. Auch andere Arten von Tabakkonsum, übermäßiger Alkoholkonsum, Virusinfektionen, schlechte Mundhygiene und häufiger Kontakt mit Schadstoffen erhöhen das Risiko, einen Kopf-Hals-Tumor zu entwickeln.

 

Symptome:

Bei Kopf-Hals-Tumoren im Mundbereich kommt es häufig zu Veränderungen an der Schleimhaut. Weitere Anzeichen sind Schwellungen, Verfärbungen oder hartnäckige Geschwüre. Typisches Anzeichen für Mundhöhlenkrebs ist ein Fremdkörpergefühl. Mit zunehmender Größe kann der Tumor außerdem die Zunge in ihrer Beweglichkeit einschränken und Schluckbeschwerden verursachen. Speicheldrüsentumoren verursachen häufig eine mit Schmerzen verbundene Schwellung. Bei Rachenkrebs sind Schluckbeschwerden typisch, im Kehlkopfbereich länger anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Fremdkörpergefühl, Halsschmerzen, Schluckstörungen, ständiges Husten und Atembeschwerden.

 

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Koronare Herzkrankheit (KHK)

Beschreibung:

Die Koronare Herzerkrankung (KHK) ist eine schwerwiegende Erkrankung des Herzens, bei der es zu Durchblutungsstörungen des Herzmuskels kommt. Eine koronare Herzkrankheit liegt vor, wenn ein oder mehrere Herzkranzgefäße durch Ablagerungen in der Gefäßwand (Arteriosklerose) verengt oder verschlossen sind. Dies führt dazu, dass der Herzmuskel hinter der Verengung nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt wird und dadurch Schaden nimmt. Die koronare Herzkrankheit gehört in den Industrienationen zu den häufigsten Erkrankungen und Todesursachen.

 

Symptome:

Typische KHK-Symptome, häufig auch als Angina-pectoris-Anfall bezeichnet, können während aller Aktivitäten auftreten, die zu schnellerem Puls führen oder den Blutdruck steigern und somit das Herz belasten. Betroffene klagen über Symptome wie Schmerzen und ein dumpfes Druck- und Engegefühl in der Brust bis hin zum Brennen hinter dem Brustbein, das typischerweise durch körperliche oder seelische Belastung ausgelöst wird. Die Schmerzen können in den rechten oder linken Arm bis in die Fingerspitzen, die Schultern, den Hals, die Zähne und seltener auch in die Magengegend ausstrahlen. Es handelt sich um einen eher kurzen Schmerz, der meist zwischen fünf und 15 Minuten anhält und gewöhnlich wieder verschwindet, wenn die körperliche Belastung endet. Während eines Angina-pectoris-Anfalls beginnen Betroffene zu schwitzen. Häufig fällt auch das Atmen schwer, und die Leistungsfähigkeit ist stark eingeschränkt. Einige Erkrankte berichten zudem über starke Angstgefühle.

 

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Krallen- und Hammerzeh

Beschreibung:

Der Hammerzeh und der Krallenzeh sind häufige Zehenfehlstellungen. Die Hammerzehe ist durch eine dauerhafte Beugung im Zehenendgelenk gekennzeichnet, bei der das Grundgelenk gestreckt ist. Bei der Krallenzehe ist das Grundgelenk überstreckt, während Zehenmittel- und -endgelenk gebeugt sind. Im Frühstadium ist es häufig noch möglich, die Zehenfehlstellungen passiv auszugleichen, später versteifen sich die Zehen II-V, was man dann weder passiv noch aktiv ausgleichen kann. Ursachen für Hammer- oder Krallenzehen sind jahrelanges Tragen von zu engem, geschlossenem Schuhwerk, Fußfehlstellungen wie Spreizfüße, Plattfüße und Knickfüße sowie neurologische und unfallbedingte Fußerkrankungen.

 

Symptome:

Typische Symptome sind krumme Zehen, schmerzhafte Druckpunkte am ganzen Fuß sowie Hühneraugen. Oft treten Hammerzehen und Krallenzehen zusammen mit der als „Hallux valgus“ bezeichneten Fehlstellung der Großzehe auf. Im fortgeschrittenen Stadium sind Hammerzeh und Krallenzeh oft regelrecht verkrüppelt, versteift und kaum mehr beweglich.

 

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Leberkrebs (Leberkarzinom)

Beschreibung:

Bei Leberkrebs (Leberkarzinom) bildet sich bösartiges Gewebe in der Leber. Da Leberkrebs sich häufig erst bei fortgeschrittener Erkrankung zu erkennen gibt, wird er meist relativ spät entdeckt. In den westlichen Industrieländern kommt er eher selten vor, Männer sind öfter betroffen als Frauen. Entwickelt sich Leberkrebs aus Zellen der Leber selbst, wird er primärer Leberkrebs genannt. Die häufigste Art von primärem Leberkrebs ist der Leberzellkrebs, auch Leberzellkarzinom oder hepatozelluläres Karzinom (HCC) genannt. Ist in der Leber ein Tumor entstanden, weil andere Krebsarten in dieses Organ gestreut haben, handelt es sich um Lebermetastasen. Sie stammen meist aus Tumoren des Magen-Darm-Trakts. Mediziner sprechen dann von sekundärem Leberkrebs.

 

Symptome:

Leberkrebs verursacht oft eher allgemeine Symptome. In frühen Krankheitsstadien treten meist keine Beschwerden auf, weswegen die Diagnose Leberkrebs häufig erst spät gestellt wird. Im weiteren Verlauf der Erkrankung kann Leberkrebs Symptome wie Druckschmerz im rechten oder mittleren Oberbauch, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Schwächegefühl, ungewollte oder unerklärliche Gewichtsabnahme und eine tastbare Schwellung unter dem rechten Rippenbogen verursachen.

Die Leber produziert Gallenflüssigkeit, die über die Gallenwege letztlich in den Verdauungstrakt abfließt. Tumore können den Abfluss behindern, ein Gallestau ist die Folge. Dieser kann zu den typischen Symptomen einer Gelbsucht führen: Haut und Augenweiß verfärben sich gelb, der Urin ist dunkler als gewöhnlich, der Stuhl hingegen heller. Zusätzlich verspüren die Betroffenen oft Juckreiz.

 

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Leberzirrhose

Beschreibung:

Die Leberzirrhose ist das Endstadium verschiedener Lebererkrankungen, in deren Verlauf die Leberstruktur zunehmend zerstört wird. Durch die stetige Schädigung des Lebergewebes verhärtet die Leber zunehmend, vernarbt und schrumpft. Diesen Zustand bezeichnet man auch als „Schrumpfleber“. Durch die bei Leberzirrhose typischen Veränderungen sind die normalen Leberfunktionen eingeschränkt, sodass es im weiteren Verlauf und mit zunehmender Verschlechterung zu teilweise lebensbedrohlichen Komplikationen kommen kann. Die Leberzirrhose kann in drei verschiedenen Typen auftreten: kleinknotiger und großknotiger Typ sowie ein Mischtyp, der sowohl klein- als auch großknotige Anteile aufweist. Bei Alkoholmissbrauch entsteht meist die kleinknotige Form der Leberzirrhose, bei einer Virushepatitis die großknotige oder gemischte Form.

 

Symptome:

Die von einer Leberzirrhose verursachten Symptome können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Die Betroffenen fühlen sich meist müde und abgeschlagen, sie verspüren ein Druck- oder Völlegefühl im Bereich oberhalb des Bauchnabels (Oberbauch), ihnen ist übel, sie verlieren an Gewicht und sind vermindert leistungsfähig. Weitere für eine Leberzirrhose charakteristische Symptome sind die Leberhautzeichen. Dazu gehören Gefäßspinnen (Spider naevi), die besonders am Oberkörper, Hals und Gesicht auftreten und aus punktartigen Gefäßknötchen bestehen, von denen sich kleine Gefäße wie ein Spinnennetz nach außen ziehen, deutlich rot gefärbte Daumen- und Kleinfingerballen, auffallend glänzende und gerötete Lippen und Zunge, Juckreiz, totale Weißfärbung der Nägel und „Geldscheinhaut“ (die Haut ist sehr dünn und wirkt knittrig, Gefäße zeichnen sich deutlich ab). Eine Leberzirrhose kann zusätzliche Symptome wie Schmerzen in der Lebergegend und Fieber verursachen. Zudem bilden sich vermehrt blaue Flecken und Blutungen. Auch eine Wasseransammlung in Beinen oder Bauch ist ein häufiges Anzeichen.

 

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Leistenbruch

Beschreibung:

Der Leistenbruch (Leistenhernie) ist der häufigste Eingeweidebruch (Hernie) überhaupt: drei von vier Hernien treten in der Leistengegend auf. Bei einem Leistenbruch „bricht" die vordere Bauchwand an einer Schwachstelle in der Leistengegend. Durch diese Stelle (sog. Bruchpforte) wölben sich dann Bauchorgane wie zum Beispiel Teile des Darms im Bereich der Leiste vor (sog. Bruchinhalt). Die Eingeweide sind dabei immer noch im Bauchfell eingeschlossen, das sich durch die Lücke in der Bauchwand sackartig ausstülpt (sog. Bruchsack).

 

Symptome:

Der Leistenbruch führt typischerweise zu einer Schwellung in der Leistengegend, die gut zu erkennen und zu ertasten ist. Das Heben schwerer Lasten und der Stuhlgang verursachen bei einem Leistenbruch Schmerzen. Auf der vom Leistenbruch betroffenen Seite kann ein leichter, ziehender Schmerz im Bereich der Leiste auftreten, der sich bei Druck verstärkt. Diese häufigen Leistenbruch-Symptome können beim Mann bis in den Hodensack und bei der Frau bis in die Schamlippen ausstrahlen. Die Anzeichen für den Leistenbruch verstärken sich typischerweise, wenn der Druck im Bauchraum (z.B. durch Husten, Niesen oder Pressen) erhöht ist. Die sonstige körperliche Leistungsfähigkeit ist bei einer Leistenhernie meist nicht eingeschränkt. Oft verursacht eine Hernie im Leistenbereich auch keine Beschwerden. Erst wenn die ausgetretenen Eingeweide (z.B. Teile des Darms) eingeklemmt sind, entstehen massive Schmerzen – häufig verbunden mit Übelkeit und Erbrechen. Dies ist ein chirurgischer Notfall, der sofortiges Handeln erforderlich macht – sonst sind schwerwiegende Komplikationen wie zum Beispiel Entzündungen der Bauchorgane möglich.

 

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Leukämie (Blutkrebs)

Beschreibung:

Leukämie (Blutkrebs) ist eine bösartige Erkrankung des Knochenmarks beziehungsweise des blutbildenden Systems, bei der sich eine bestimmte Sorte der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) unkontrolliert vermehrt. Je nach Verlauf unterscheidet man zwischen akuter und chronischer Leukämie. Ausgelöst wird die Erkrankung durch eine Fehlschaltung bestimmter Gene, die den Reifungsprozess der Leukozyten beeinflussen. Im Gegensatz zu anderen Krebsformen betreffen Leukämien von Anfang an den ganzen Körper, denn die entarteten weißen Blutkörperchen verbreiten sich mit dem Blutstrom im gesamten Organismus.

 

Symptome:

Bei einer akuten Leukämie entwickeln sich die Symptome rasch. Eine chronische Leukämie verläuft dagegen schleichend ohne typische Anzeichen und bleibt oft lange unentdeckt. Häufig auftretende Symptome sind Müdigkeit, Blässe, Abgeschlagenheit, Leistungsschwäche, Fieber, Nachtschweiß, Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, Infektanfälligkeit und erhöhte Blutungsneigung. Weil sich der Blutkrebs vom Knochenmark aus ausbreitet, ist die Produktion der normalen Blutzellen dort gestört. Dadurch sinkt die Anzahl dieser lebenswichtigen Zellen. Durch den Mangel an roten Blutkörperchen treten infolge der Leukämie Blutarmut (Anämie), Müdigkeit, Blässe, Schwindel und Atemnot auf. Die Anfälligkeit für Infektionen, insbesondere mit Bakterien und Pilzen, lässt sich darauf zurückführen, dass funktionstüchtige weiße Blutkörperchen (Leukozyten) fehlen. Aufgrund des Mangels an Blutplättchen (Thrombozyten) ist die Blutgerinnung herabgesetzt, und es entsteht eine erhöhte Blutungsneigung. Anzeichen dafür sind häufiges Nasenbluten, punktförmige Einblutungen in die Haut und Blutergüsse nach harmlosen Verletzungen.

 

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Lungenhochdruck (Pulmonale Hypertonie)

Beschreibung:

Die pulmonale Hypertonie (PH), auch pulmonal-arterielle Hypertonie (PAH) genannt, ist eine Krankheit, bei der der Blutdruck im Lungenkreislauf (Blutkreislauf vom Herz zur Lunge und zurück) chronisch erhöht ist (Lungenhochdruck). Die Blutgefäße in der Lunge sind verengt, was zu einem erhöhten Widerstand der Gefäße und somit zu einem erhöhten Blutdruck führt. Beschwerden sind stark eingeschränkte Leistungsfähigkeit und Kreislaufprobleme. Je nach Ursache und Schweregrad kann die Erkrankung lange stabil bleiben oder auch in kurzer Zeit zu einem lebensbedrohlichen Rechtsherzversagen führen.

 

Symptome:

Bei einer pulmonalen Hypertonie sind Symptome in einer frühen Phase der Erkrankung oft nicht vorhanden. Erst mit fortschreitendem Verlauf nehmen die Betroffenen Beschwerden wahr. Typische Symptome sind mangelnde Leistungsfähigkeit, Müdigkeit und Kreislaufstörungen. Kurzatmigkeit, Schwindel, plötzlich eintretende, kurze Bewusstlosigkeit unter körperlicher Anstrengung, bläuliche Verfärbung von Haut und Lippen und Brustschmerzen. Schwellungen aufgrund von Flüssigkeitsablagerungen im Gewebe (Ödeme) – vor allem in den Beinen – gehören ebenfalls dazu. Durch die verengten Gefäße verschlechtert sich einerseits die Sauerstoffversorgung der Lunge, andererseits benötigt das Herz immer mehr Kraft, um das Blut durch die Gefäße zu pumpen, und das Herz muss schneller schlagen. Dies hat eine beschleunigte Herzfrequenz zur Folge, die sich auch in Herzrhythmusstörungen bemerkbar machen kann. Das Herz wird zunehmend belastet, vor allem der rechte Vorhof und die rechte Herzkammer sind davon betroffen. Es kann sich eine Rechtsherz-Schwäche (Rechtsherz-Insuffizienz) entwickeln.

 

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Lymphom

Beschreibung:

Lymphom ist eine Sammelbezeichnung für gutartige (benigne) und bösartige (maligne) Lymphknotenvergrößerungen beziehungsweise Lymphknotenschwellungen und Tumore des Lymphgewebes. Ein gutartiges Lymphom entsteht durch entzündliche Prozesse, bei einem bösartigen Lymphom kommt es zu unkontrollierter Gewebeneubildung. Bösartige Lymphome werden unterteilt in Morbus Hodgkin und Non-Hodgkin-Lymphome.

 

Symptome:

Bei vielen Lymphomarten treten Lymphknotenschwellungen auf, zum Beispiel am Hals oder in der Achselgegend. Geschwollene Lymphknoten deuten nicht in jedem Fall auf ein malignes Lymphom hin, Auslöser können beispielsweise auch Infektionen sein. Heilt die Infektion aus, gehen auch die Lymphknotenschwellungen wieder zurück.


Ein Warnsignal sind dagegen geschwollene Lymphknoten, die sich nicht nach vergleichsweise kurzer Zeit wieder von alleine zurückbilden. Bestehen Lymphknotenschwellungen länger als zwei Wochen, sollten Betroffene daher zum Arzt gehen. Besonders schmerzlose und harte Schwellungen sind verdächtig. Betroffene berichten außerdem von unklaren Druckschmerzen oder Schwellungen, Müdigkeit und Leistungsschwäche, Appetitlosigkeit und Anfälligkeit für Infekte.

 

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Mammakarzinom (Brustkrebs)

Beschreibung:

Brustkrebs ist eine bösartige Tumorerkrankung der Brustdrüse. Das sogenannte Mammakarzinom ist in den westlichen Industrienationen die häufigste Krebserkrankung der Frau. Allein in Deutschland  erkranken jährlich rund 72.000 Frauen daran. Die Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt. Es gibt aber Risikofaktoren, die die Entstehung von Brustkrebs begünstigen. Dazu gehören neben fortgeschrittenem Alter und bestimmten gutartigen Veränderungen der Brust (Mastopathie) ein ungesunder Lebensstil und hormonelle Einflüsse. Genetische Ursachen spielen nur bei etwa 5 bis 10 von 100 Frauen eine Rolle. Für die Brustkrebs-Früherkennung gibt es für Frauen ab 30 Jahren Kontrollen beim Gynäkologen, ab 50 Jahren zweijährliche Röntgenaufnahmen der Brust (Mammographie). Je früher man ein Mammakarzinom erkennt, umso besser sind die Heilungschancen.

 

Symptome:

Im frühen Stadium bereitet Brustkrebs in aller Regel keine Schmerzen. Es gibt jedoch Symptome, die auf einen Tumor in der Brust hindeuten können und die  immer ärztlich abgeklärt werden sollten: Knoten oder Verhärtungen in der Brust, die früher nicht zu ertasten waren, Einziehung der Haut oder einer Brustwarze, Größendifferenz der Brüste, die vorher nicht bestand, unterschiedliches Aussehen der Brüste beim Anheben der Arme, Absonderungen aus einer Brustwarze (wässrig, blutig, eitrig), andere Veränderungen der Brust oder Brustwarze, zum Beispiel eine plötzliche starke Rötung, tastbare Lymphknoten in der Achselhöhle, die vorher nicht bestanden.

 

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Magenkarzinom (Magenkrebs)

Beschreibung:

Magenkrebs (Magenkarzinom) ist eine bösartige (maligne) Krebserkrankung des Magens. Sie tritt typischerweise erst bei älteren Menschen auf. Die Prognose ist bei Magenkrebs zwar eher ungünstig, in den letzten Jahrzehnten nahmen in Deutschland die Erkrankungs- und Sterbefälle durch Magenkrebs aber kontinuierlich ab. Risikofaktoren für Magenkrebs sind ungesunde Ernährungsgewohnheiten, Magenschleimhautentzündung, Polypen, Zigarettenrauch und Alkoholkonsum.

 

Symptome:

Bei Magenkrebs sind die Symptome meist uncharakteristisch. Häufig treten lange Zeit keine Beschwerden auf, oder Betroffene stufen die Symptome als harmlos ein. Magenkrebs kann eine Magenblutung auslösen. Bei stärkerem Blutaustritt in den Magen färbt sich der Stuhl schwarz (Teerstuhl), oder es kommt zum Erbrechen von Blut. Das Erbrochene erscheint „kaffeesatzartig". Wenn das Magenkarzinom den Magenausgang einengt, kann die aufgenommene Nahrung den Magen nicht mehr ungehindert in Richtung Darm verlassen. Völlegefühl, Übelkeit und Erbrechen sind die Folgen. Magenkrebs löst außerdem Symptome aus, indem er streut. Hat das Magenkarzinom Tochtergeschwulste (Metastasen) in Lymphknoten gebildet, ist unter Umständen der sogenannte Virchow-Lymphknoten in der linken Schlüsselbeingrube vergrößert und tastbar. Bei Tochtergeschwulsten in der Leber kann sich die Leber vergrößern, wodurch häufig Druckschmerzen entstehen.

 

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Morbus Crohn (Chronisch entzündliche Darmerkrankung)

Beschreibung:

Morbus Crohn ist eine chronische Entzündung des Verdauungstrakts, die meistens schubweise verläuft und alle Schichten der Darmwand betrifft. Die Entzündungen können unterschiedlich stark ausgeprägt sein und dementsprechend unterschiedlich starke Symptome hervorrufen. Meist kommt es im Alter von 15 bis 35 Jahren zu einem ersten Auftreten der Krankheit. Heilbar ist sie derzeit nicht, bestehende Beschwerden lassen sich aber mindern.

 

Symptome:

Zu den typischen Symptomen von Morbus Crohn gehören Durchfälle (etwa 70 Prozent der Menschen mit Morbus Crohn haben immer wieder flüssigen bis wässrigen Stuhl) und krampfartige Schmerzen, vor allem im rechten Unterbauch. Eher selten ist Blut oder Schleim im Stuhl. Durch den Durchfall verlieren die Betroffenen viel Eiweiß, und durch den damit einhergehenden Energieverlust auch Gewicht. Sie fühlen sich müde, abgeschlagen und haben keinen Appetit. Oft verspüren die Betroffenen ein allgemeines Krankheitsgefühl.

 

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Morbus Dypuytren / Dupuytrensche Kontraktur

Beschreibung:

Der Morbus Dupuytren ist eine Erkrankung des Bindegewebes der Handinnenfläche. Dabei bildet sich - meist im beweglichen Bereich unterhalb der Fingergrundgelenke - ein gutartiger Tumor, der im Lauf der Zeit die Streckung der befallenen Finger behindert und so zur Dupuytrenschen Kontraktur führt. Dabei verändert sich die Bindegewebeplatte derartig, dass ihre faserige Struktur verlorengeht. Als Folge verdicken beziehungsweise verhärten sich die Fingersehnen, gleichzeitig schrumpft die Bindegewebeplatte der Hand. Das kann die Finger verkrümmen und ihre Beweglichkeit stark einschränken. Sie können teilweise nicht mehr gestreckt werden. Schmerzen treten dabei in der Regel nicht auf. Meist sind beide Hände betroffen.

 

Symptome:

Bei Morbus Dupuytren zeigen sich die Symptome erst allmählich. Anfangs bilden sich im Bindegewebe der Handfläche gutartige, weiche knotige Veränderungen und dellige Strukturen, die sich ertasten lassen und mit Schwielen verwechselt werden können. In späteren Stadien treten festere Stränge entlang der Fingersehnen oder flächige Vernarbungen auf. Die Veränderungen bereiten normalerweise keine Schmerzen. Nach und nach werden die Finger unbeweglicher, und sie krümmen sich zunehmend nach innen. Ringfinger und kleinen Finger sind in der Beweglichkeit besonders eingeschränkt. Im fortgeschrittenen Stadium gelingt es den Betroffenen durch die verkrümmten Finger nicht mehr, die Hand flach auf den Tisch zu legen.

 

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Multiple Sklerose

Beschreibung:

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems (Gehirn und Rückenmark). Multiple Sklerose ist eine Autoimmunerkrankung, das heißt, dass sich Abwehrzellen (Immunzellen) des Körpers, die normalerweise fremde Eindringlinge wie Viren oder Bakterien unschädlich machen, gegen körpereigene Strukturen richten. Im Falle der MS werden die Hüllen der Nervenfasern attackiert und zerstört (Demyelinisierung). Anzeichen und Verlauf der Krankheit können von Fall zu Fall so unterschiedlich sein, dass sie auch als „Erkrankung mit tausend Gesichtern" gilt. Durch die Entzündung von Nervenstrukturen kommt es zu unterschiedlichen Beschwerden wie Seh- und Gefühlsstörungen, Schmerzen oder Lähmungen. Bislang ist Multiple Sklerose noch nicht heilbar. Mit Medikamenten lässt sich der Verlauf aber günstig beeinflussen.

 

Symptome:

Für multiple Sklerose ist weder ein bestimmtes Anzeichen noch ein bestimmter Verlauf typisch. Allerdings treten manche Frühsymptome besonders oft auf. Dazu gehören Empfindungsstörungen (Taubheitsgefühl oder Kribbeln an Armen und Beinen, Spannungsgefühle um die Gelenk- und Hüftregion, Schmerzen oder verminderte Empfindlichkeit), Sehstörungen (Augenschmerzen, Schleier, Nebel) und Lähmungen der Muskulatur (etwa in Armen und Beinen). Charakteristischerweise verstärken sich die Multiple-Sklerose-Symptome durch Hitze, Fieber oder Anstrengung. Dies gilt vor allem für die Muskelschwäche. 

 

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Myokardinfarkt (Herzinfarkt)

Beschreibung:

Der Begriff Herzinfarkt (auch Myokardinfarkt oder Herzmuskelinfarkt) bezeichnet das Absterben eines Teils des Herzmuskels. Ursache ist ein Gefäßverschluss in mindestens einem der großen Herzkranzgefäße (Koronararterien) oder einem der Gefäßäste, die das Herz mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgen. Der Gefäßverschluss hat zur Folge, dass das Herzmuskelgewebe nicht mehr ausreichend durchblutet wird und abstirbt.

 

Symptome:

Ein akuter Herzinfarkt verursacht meist deutliche Symptome. Typische Anzeichen sind länger als fünf Minuten anhaltende heftige Schmerzen oder starker Druck in der Brust, ausstrahlend in Schulter, Arm, Unterkiefer oder Oberbauch, stärkere Schmerzen als bei der Brustenge (Angina pectoris), die sich nicht durch die Einnahme von Nitratspray bessern, Unruhegefühl bis hin zu Todesangst, kalter Schweißausbruch und Blässe, Übelkeit, Erbrechen und Atemnot. Für die Betroffenen kommt ein Myokardinfarkt meist überraschend. Sie sind ängstlich und versuchen, die mit dem Herzinfarkt einhergehenden Symptome wie Schmerzen durch Bewegung zu lindern. Menschen mit einem Angina-pectoris-Anfall verhalten sich hingegen ruhig, da sie befürchten, die Beschwerden durch körperliche Anstrengung zu verstärken. Meist treten die Herzinfarkt-Symptome in den frühen Morgenstunden auf. Dabei gehen einem Myokardinfarkt oft die Anzeichen wie Brustenge-Gefühl, Schmerzen in der linken Schulter, im linken Arm, Halsschmerzen bis zum Unterkiefer, gelegentlich Bauchschmerzen und/oder Übelkeit oder Unwohlsein, Schwächegefühl, Angst und häufig niedriger Blutdruck voraus.

 

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Myokarditis (Herzmuskelentzündung)

Beschreibung:

Bei der Herzmuskelentzündung (Myokarditis) handelt es um eine Entzündung des Muskels, der das Blut durch den Körper pumpt. Dabei können nicht nur die Muskelzellen und das zugehörige Herzgewebe betroffen sein, sondern auch die Herzkranzgefäße. Eine Herzmuskelentzündung kann ganz verschiedene Ursachen haben. In rund jedem zweiten Fall sind Viren die Auslöser, oft ist aber auch ein Infekt vorausgegangen, etwa eine Erkältung, Durchfallerkrankung oder Grippe. Die Anzeichen der Myokarditis sind häufig sehr unauffällig, was eine rechtzeitige Diagnose erschwert. In schweren Fällen kann die Herzmuskelentzündung eine Herzschwäche oder ein Herzversagen zur Folge haben. 

 

Symptome:

Herzmuskelentzündungen werden meist von Viren oder Bakterien verursacht. Viele Patienten berichten von vorausgehendem Schnupfen und Husten, Fieber oder Kopf- und Gliederschmerzen. Kommen zu den grippalen Anzeichen zunehmende Müdigkeit, körperliche Schwäche oder Atemnot bei Anstrengung, sollte immer an die Möglichkeit einer infektiösen Myokarditis gedacht werden. Die akute Herzmuskelentzündung kann mit einer Herzmuskelschwäche einhergehen, die sich meist durch Kurzatmigkeit äußert. Weitere häufige Symptome sind Herzrasen, Blässe und Atemnot. Bei einer chronischen Herzmuskelentzündung treten in der Regel eher unspezifische Symptome auf wie allgemeine Schwäche mit Abgeschlagenheit, Leistungsminderung, rascher Ermüdung, Appetitstörungen, Gewichtsverlust und Gliederschmerzen.

 

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Nabelbruch (Nabelhernie)

Beschreibung:

Nabelbrüche (Nabelhernien) sind Vorwölbungen innerhalb des Bauchnabels oder in seiner unmittelbaren Nähe. Dabei handelt es sich um sackartige Ausstülpungen des Bauchfells im Bereich des Bauchnabels, wo sich der nach der Geburt verschlossene Nabelring erweitert und somit eine Lücke in der Bauchdecke darstellt. Bei Neugeborenen treten Nabelhernien meist aufgrund von Heilungsstörungen der Nabelwunde oder durch starke Beanspruchung der Bauchpresse (Schreien, Husten) auf. Im Erwachsenenalter kommt der Nabelbruch vorwiegend bei Frauen zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr vor. Risikofaktoren sind unter anderem Übergewicht, Schwangerschaften und körperliche Belastung.

 

Symptome:

Ein Nabelbruch bereitet meist keine Schmerzen und wird daher oft nicht gleich bemerkt. Sichtbar ist eine kleine Vorwölbung im Bereich des Nabels. Treten Schmerzen auf oder verfärbt sich der Bruch bläulich, spricht das für einen eingeklemmten Bruchsackinhalt. In diesem Fall sollte man unbedingt den Arzt aufsuchen, da es sonst zu einem Absterben des Darms kommen kann.

 

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Narbenbruch (Narbenhernie)

Beschreibung:

Unter Narbenbrüchen (Narbenhernien) versteht man Weichteilbrüche, die nach Operationen (meist im Bauchraum) aufgetreten können. Dabei hält die Narbe, die durch das Zusammennähen von Muskel und Bauchdecke entstanden ist, dem Druck im Bauchraum nicht mehr stand und wird von der Muskulatur zur Seite gedrängt. So kommt es zu mehr oder weniger großen Vorwölbungen unter der Haut des Narbengebiets. Narbenhernien können wenige Millimeter bis 20 oder 30 Zentimeter groß sein.

 

Symptome:

Eine durch Pressen tastbar oder sichtbar werdende Vorwölbung im Bereich einer relativ frischen Operationsnarbe am Bauch ist das Hauptsymptom. Weitere Symptome richten sich nach der Art und Größe des Bruches: ziehende Schmerzen, eine gestörte Symmetrie des Bauches und eine schlechte Funktion der Bauchmuskulatur können auftreten. Häufig bestehen aber keine Beschwerden. Werden Darmanteile in der Bruchlücke eingeklemmt  und  Blutgefässe der Darmwand abgedrückt, droht das Areal abzusterben. Dies hat eine Verteilung von Bakterien im Bauchraum und Gefässsystem zur Folge, die akute Lebensgefahr bedeuten kann. Symptome sind plötzlich auftretende kolikartige Bauchschmerzen mit Fieber, Übelkeit und Erbrechen.

 

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Neck-Dissection

Der englische Begriff Neck-Dissection (dt. „Halspräparation“) bezeichnet in der Medizin einen chirurgischen Eingriff mit Ausräumung aller Lymphknoten des Halses im Rahmen einer Entfernung eines bösartigen Tumors im Kopf-Hals-Bereich.

Neuralgie (Nervenschmerz)

Beschreibung:

Schmerzen, die in das Ausbreitungsgebiet eines Nervs ausstrahlen, nennt man Neuralgie. Auslöser für Nervenschmerzen sind meist falsche Bewegungen, die zu Reizungen des Nervs führen. Manchmal sind sie die Folge einer Nervenentzündung, können aber auch Ausdruck einer seelischen Belastung oder Depression sein. Oft bleibt die Ursache der Neuralgie unklar.

 

Symptome:

Es kommt zu plötzlichen reißenden Schmerzen im Versorgungsgebiet des betroffenen Nervs. Je nachdem, welcher Nerv betroffen ist, kommen zusätzliche Beschwerden hinzu. Die häufigste Neuralgie ist die Ischialgie, eine Reizung des Ischiasnervs. Die Schmerzen strahlen von der Lendenwirbelsäule bis in die Rückseite des Oberschenkels und die Kniekehle aus. Solche Schmerzen treten typischerweise nach einer falschen Bewegung oder nach Heben schwerer Lasten in ungünstiger Körperhaltung auf. Häufig betroffen ist auch der fünfte Hirnnerv (Trigeminusnerv), der die sensiblen Reize der Gesichtshaut an das zentrale Nervensystem weiterleitet. Betroffene leiden unter blitzartig einsetzenden, reißenden Schmerzen in einer Gesichtshälfte, ausgelöst durch Bewegungen wie Kauen, Zähneputzen oder Sprechen, aber auch Berührungen. Die Schmerzen dauern nur wenige Sekunden an, können sich aber alle paar Minuten wiederholen. Bei der Interkostalneuralgie sind die zwischen den Rippen gelegenen Nerven gereizt. Typisch sind vom Rücken nach vorne in die Brustregion ausstrahlende Schmerzen, die bei Bewegungen des Brustkorbes, teils schon beim Atmen, auftreten. Sind die Halsnerven gereizt, werden Schmerzen in Schulter und Armen beschrieben.

 

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Neuromonitoring

Unter Neuromonitoring versteht man die optische und akustische Darstellung der neurophysiologischen Aktivität eines oder mehrerer Nerven. Mit Hilfe des intraoperativen Neuromonitorings haben Chirurgen die fortlaufende Kontrolle über Nervenbahnen, die durch einen operativen Eingriff gefährdet sind.

Obstipation (Verstopfung)

Beschreibung:

Eine eindeutige und allgemeingültige Definition von Verstopfung (Obstipation) ist schwierig, da die Häufigkeit des Stuhlgangs und die Beschaffenheit des Stuhls von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich sind. Eine chronische Verstopfung besteht, wenn jemand mindestens drei Monate lang unzureichende Stuhlentleerungen hat und wenn gleichzeitig mindestens zwei der folgenden Kriterien zutreffen: Um den Stuhl zu entleeren, ist ein Pressen nötig; der Stuhl ist hart; es besteht das Gefühl, unvollständig entleert zu sein; der Enddarm scheint blockiert zu sein; der Enddarm lässt sich nur mithilfe der Finger entleeren; Stuhlgang findet weniger als dreimal pro Woche statt.

 

Symptome:

Die Symptome einer Verstopfung sind vielfältig und können von Mensch zu Mensch variieren. Das typische Symptom ist ein dauerhaft harter Stuhl, der sich in vielen Fällen nur durch starkes und unter Umständen schmerzhaftes Pressen entleeren lässt. Darüber hinaus besteht bei vielen Betroffenen ein ständiges Völlegefühl. Andere haben das Gefühl, ihr Enddarm sei blockiert und sind häufig unfähig, den Stuhl zu entleeren. Zum Arzt sollte man gehen, wenn Blut im Stuhl ist, man schnell an Gewicht verliert und wenn Übelkeit, Erbrechen oder kolikartige Schmerzen auftreten.

 

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Ösophaguskarzinom (Speiseröhrenkrebs)

Beschreibung:

Beim Speiseröhrenkrebs (Ösophaguskarzinom) handelt es sich um eine bösartige Zellwucherung im Bereich der Speiseröhre. Der Tumor geht meist von der Schleimhaut der Speiseröhre aus. Speiseröhrenkrebs kommt recht selten vor und tritt vor allem bei über 60-Jährigen auf. In vielen Fällen besteht ein Zusammenhang mit jahrelangem Genuss von hochprozentigem Alkohol und Zigaretten-Konsum.

 

Symptome:

Anfangs treten oft gar keine Symptome auf, sodass die Erkrankung meist erst bemerkt wird, wenn sie schon weit fortgeschritten ist. In vielen Fällen sind Schluckbeschwerden beim Essen der erste Anlass, einen Arzt aufzusuchen. Da die Speiseröhre ein dehnbares Organ ist, entwickeln sich Schluckstörungen meist schleichend und fallen erst nach mehreren Monaten deutlich auf, wenn der Tumor bereits größer ist. Betroffene mit Speiseröhrenkrebs berichten außerdem recht häufig über Symptome wie Gewichtsverlust und Heiserkeit. Weitere Symptome sind Druckgefühle oder Schmerzen hinter dem Brustbein und im Rücken, wenn der Tumor die Speiseröhre einengt, und sich die Nahrung in der Speiseröhre staut. Bei flüssiger oder weicher Nahrung wie Suppen oder Brei sind diese Beschwerden meist geringer.

 

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Ovarialkarzinom (Eierstockkrebs)

Beschreibung:

Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) ist ein bösartiger Tumor der Eierstöcke (Ovarien). Er verursacht meist erst im fortgeschrittenen Stadium Symptome und wird häufig spät bemerkt. Das liegt daran, dass sich der Krebs zunächst in der freien Bauchhöhle ausbreiten kann, wo er kaum Beschwerden verursacht. Erst wenn er so groß ist, dass er auf andere Organe drückt, verschlechtert sich das Befinden der Betroffenen. Das Risiko, an Eierstockkrebs zu erkranken,  steigt mit dem Alter – meist sind Frauen nach den Wechseljahren betroffen. Bösartiger Eierstockkrebs bildet schnell Tochtergeschwüre, sogenannte Metastasen, die sich vor allem innerhalb der Bauchhöhle und des Bauchfells ausbreiten.

 

Symptome:
Zu den Warnzeichen gehören zum Beispiel Blutungen außerhalb der Monatsregel oder nach den Wechseljahren. Auch ein Druckgefühl im Unterbauch, begleitet von Übelkeit, Magenschmerzen, Blähungen oder Verdauungsbeschwerden, verbunden mit Müdigkeit und Erschöpfung, sind bedenklich. Ebenfalls kritisch sind ein aufgeblähter Bauch oder eine unerklärliche Gewichtsabnahme während zeitgleich der Bauchumfang zunimmt. Bei diesen Symptomen sollten Frauen unbedingt zum Arzt gehen.

 

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Pankreaskarzinom (Bauchspeicheldrüsenkrebs)

Beschreibung:

Beim Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) handelt es sich um einen bösartigen Tumor der Bauchspeicheldrüse. Er entsteht meist im Pankreaskopf nahe dem Gallengang, also in dem Teil der Bauchspeicheldrüse, der die Enzyme produziert (sogenannter exokriner Teil). Die meisten Pankreaskarzinome wurden bei Männern zwischen 65 und 79 Jahren und bei Frauen ab 70 Jahren diagnostiziert.

 

Symptome:

Bauchspeicheldrüsenkrebs verursacht zunächst keine Symptome. Ist das Pankreaskarzinom bereits fortgeschritten, kommt es zu ähnlichen Beschwerden wie bei einer chronisch entzündeten Bauchspeicheldrüse. Dazu zählen Schmerzen im Oberbauch, die in den Rücken ausstrahlen oder sich gürtelförmig im Körper ausbreiten können. Aber auch unklare Verdauungsstörungen (zum Beispiel Völle- oder Druckgefühl) können auf Bauchspeicheldrüsenkrebs hinweisen. Bei Sitz im Pankreaskopf kann es zu einer Störung des Galleabflusses und somit zu Gelbsucht kommen. Durch das Tumorwachstum können Symptome wie Appetitverlust, unspezifische Oberbauchbeschwerden, Übelkeit, Entzündung der Bauchspeicheldrüse, Rückenschmerzen, Neigung zu Blutgerinnseln (Thrombosen), Zuckerkrankheit, Gewichtsverlust und einer vergrößerten Gallenblase kommen.

 

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Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung)

Beschreibung:

Pankreatitis steht für eine Bauchspeicheldrüsenentzündung. Es kann sich dabei um ein einmaliges, plötzlich auftretendes (akutes) oder ein mehrmalig wiederkehrendes (chronisches) Ereignis handeln. Mediziner unterscheiden daher zwischen akuter und chronischer Pankreatitis. Bei der akuten Form verursachen oft Erkrankungen der Gallenwege  eine plötzliche und einmalige Entzündung. Eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung ist in etwa 80 Prozent die Folge von chronischem Alkoholmissbrauch.

 

Symptome:

Bei der akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung treten plötzlich heftige, gürtelförmige Schmerzen im Oberbauch auf, die nach allen Seiten und bis in den Rücken oder Brustkorb ausstrahlen können. Die Schmerzen sind sehr intensiv und halten oft mehrere Tage an. Der Bauch reagiert empfindlich auf Druck und ist prall-elastisch. Weitere Symptome sind Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Fieber, eingeschränkte Darmtätigkeit, niedriger Blutdruck, Gelbsucht, Wasseransammlungen im Bauch, bläuliche Flecken im Nabel- oder Flankenbereich.
Die chronische Pankreatitis ruft meist eine nicht mehr umkehrbare Schädigung der Bauchspeicheldrüse hervor. Sie macht sich teilweise durch ähnliche Symptome bemerkbar wie die akute Form. Sie äußert sich außerdem durch wiederkehrende – Stunden bis Tage andauernde –Schmerzen im Oberbauch. Betroffene leiden oftmals unter Übelkeit, Erbrechen und Verdauungsproblemen nach dem Verzehr fettreicher Speisen. Weitere Symptome sind Gewichtsabnahme, Fettstühle (lehmartiger, klebriger und glänzender Stuhl), Blähungen, Durchfall, Entwicklung der Zuckerkrankheit.

 

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Parkinson-Syndrom / Morbus Parkinson

Beschreibung:

Parkinson (Morbus Parkinson oder Parkinson-Krankheit) ist eine Erkrankung des Gehirns, bei der vor allem die Beweglichkeit und der Bewegungsablauf gestört sind. Morbus Parkinson zählt zu den häufigsten Krankheiten des Nervensystems und betrifft überwiegend ältere Menschen, meist zwischen dem 55. und 65. Lebensjahr. Der Parkinson-Verlauf ist typischer Weise fortschreitend. Kennzeichnend ist ein stetiger Verlust von Nervenzellen im Gehirn, die Dopamin enthalten. Die zahlreichen Medikamente zur Behandlung der Krankheit können heute vielen Betroffenen ein weitgehend beschwerdefreies Leben ermöglichen.

 

Symptome:

Die typischen Parkinson-Symptome sind verlangsamte Körperbewegungen (Bradykinese), Muskelsteifheit (Rigor) und Muskelzittern (Tremor). Schon lange bevor diese Beschwerden auftreten, können Betroffene Frühsymptome haben, die allerdings sehr unspezifisch sind und daher kaum erkannt werden. Zu ersten Anzeichen zählen die Verminderung oder ein kompletter Ausfall des Geruchssinns, sogenannte REM-Schlaf-Verhaltensstörung (dabei werden geträumte Bewegungen zum Teil ausgeführt, Betroffene rudern mit den Armen, schlagen um sich und sprechen im Schlaf), Schmerzen in Muskeln und Gelenken (häufig im Schulter-Arm-Bereich), fehlendes Mitschwingen der Arme beim Gehen sowie Probleme bei feinmotorischen Tätigkeiten (zum Beispiel beim Hemdzuknöpfen, Zähneputzen, Schreiben, etc.)

 

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Pneumonie (Lungenentzündung)

Beschreibung:

Eine Lungenentzündung (Pneumonie) ist eine Entzündung des Lungengewebes. In der Regel wird sie durch Bakterien ausgelöst, seltener durch Viren oder Pilze. Außerdem können chemische und physikalische Reize, wie zum Beispiel giftige Gase, Medikamente oder verschluckte Gegenstände das Lungengewebe angreifen und zu einer Lungenentzündung führen. In diesen Fällen sprechen Mediziner von einer Pneumonitis.

 

Symptome:

Nicht jede Lungenentzündung ruft dieselben Symptome hervor. Welche Anzeichen bei einer Lungenentzündung auftreten, hängt vom Auslöser der Erkrankung ab. Die bakterielle Lungenentzündung tritt meist im Winter auf. Erste Symptome sind oft Schüttelfrost, Fieber und Husten. Betroffene fühlen sich häufig sehr krank. Der Husten-Auswurf ist anfangs rostbraun, später meist gelb-grünlich gefärbt. In vielen Fällen bestehen vor einer bakteriellen Lungenentzündung Anzeichen für einen Infekt des oberen Hals- oder Rachenbereichs. Typisch sind auch Schmerzen beim Atmen und Atemnot. Kennzeichnend für eine virale Lungenentzündung ist, dass die Symptome schleichender einsetzen als bei einer bakteriellen Pneumonie. Sie zeigen sich meist erst nach mehreren Tagen. Kopf- und Gliederschmerzen stehen im Vordergrund, Schüttelfrost und Fieber sind eher selten. Der Husten hält lange an, meist bildet sich kein Auswurf. Nur in wenigen Fällen kommt es zu Atemschmerzen. Allgemein fühlen sich Menschen mit viraler Lungenentzündung weniger krank als bei einer durch Bakterien ausgelösten Pneumonie.

 

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Refluxbeschwerden

Beschreibung:

Eine gastroösophageale Refluxkrankheit liegt vor, wenn ein krankhaft gesteigerter Rückfluss von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre stattfindet, der ein Risiko für organische Komplikationen darstellt und/oder die Lebensqualität der Betroffenen deutlich mindert. Der gelegentliche Rückfluss von Magensaft, der besonders tagsüber auftritt, ist aber eine normale Erscheinung und kein Anzeichen für die Krankheit. Erst ein häufiger Rückfluss (vor allem im Liegen), bei dem der Mageninhalt über längere Zeit mit der Schleimhaut in Kontakt kommt, verursacht Beschwerden.

 

Symptome:

Typische Symptome sind Sodbrennen und der damit verbundene Schmerz hinter dem Brustbein. Sie  verstärken sich nach größeren Mahlzeiten, beim Bücken und im Liegen. Besonders nachts strömt Mageninhalt in die Speiseröhre und unter Umständen bis in die Mundhöhle zurück. Gelangt der Magensaft versehentlich in die Luftröhre, kann es zu Hustenreiz und Atemnot kommen. Ein häufiges Symptom ist außerdem ein schmerzender Oberbauch.

 

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Rektum-Prolaps, Mastdarm-Vorfall

Beschreibung:

Bei einem Rektum-Prolaps (auch Mastdarm-Vorfall genannt) treten Teile des Mastdarms (Rektum) aus dem After hervor. Grund dafür ist, dass sich die Aufhängung des Dickdarms im Bereich des Kreuzbeins lockert. Häufig ist der Schließmuskel geschädigt, und Betroffene leiden unter analer Inkontinenz. Oft ist ein Mastdarmvorfall auch Folge einer Beckenbodenschwäche. Frauen sind insgesamt häufiger betroffen als Männer, grundsätzlich kann ein Mastdarm-Vorfall in jedem Alter auftreten.

 

Symptome:

Bei schwerwiegenden Formen ist der ganze Mastdarm aus dem Anus getreten und erscheint als gut faustgroßer Knoten außerhalb des Afters. Manchmal zieht sich der Darm nicht wieder von alleine ins Körperinnere zurück und muss per Hand hineingeschoben werden. Beschwerden sind meist wenig produktiver Stuhlgang bei gleichzeitigem, oft auch schmerzhaftem Dranggefühl sowie ein verstärkter Abgang von Schleim. Zudem kann der ausgetretene Darmteil nässen. Häufig kommt es zu Schleimhautreizungen mit möglichen Geschwüren oder Blutungen. Im schlimmsten Fall werden die Gefäße abgeklemmt, und das ausgetretene Darmgewebe wird nicht mehr richtig durchblutet. Dann besteht die Gefahr, dass es abstirbt.

 

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Schizophrenie

Beschreibung:

Schizophrenie ist eine psychische Erkrankung und gehört laut Definition zur Hauptgruppe der psychischen Störungen, bei denen sich das innere Erleben und die Wahrnehmung der Umwelt in charakteristischer Weise verändern. Sie beeinflusst die gesamte Persönlichkeit in unterschiedlicher Weise und äußert sich auf verschiedenen Ebenen. Oft zeigen die Betroffenen ein gestörtes Verhältnis zur Realität. Dies äußert sich zum Beispiel in Halluzinationen und Wahnvorstellungen

 

Symptome:

Schizophrenie kann praktisch alle psychischen Funktionen verändern. Es kommt zu einer Vielzahl von Beschwerden, die aber nicht alle gleichzeitig und auch nicht gleich stark ausgeprägt in Erscheinung treten müssen. Zu den Beschwerden zählen Wahn, Halluzination, Denkstörungen (z. B. Zerfahrenheit, unlogisches Denken, Sprachstörungen), psychomotorische Symptome (z.B. monotone Bewegungen, Teilnahmslosigkeit, Erstarren), Antriebslosigkeit, gestörte Aufmerksamkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, verminderte Reaktionen, Sprachverarmung bis zum Sprachverlust, Unfähigkeit, sich zu freuen oder Spaß an etwas zu haben, eingeschränkte Fähigkeit zu sozialen Kontakten und sozialer Rückzug.

 

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Schlaganfall (akut)

Beschreibung:

Ein Schlaganfall entsteht, wenn ein bestimmter Teil des Gehirns plötzlich nicht mehr mit Sauerstoff versorgt wird. Unterschieden wird zwischen einem Hirngefäßverschluss und einer Hirnblutung. Kommt es zu einem Sauerstoffmangel, weil die Gehirndurchblutung unterbrochen ist (Ischämie), sprechen Mediziner von einem ischämischen Schlaganfall. Auch eine Blutung (Hämorrhagie) im Gehirn kann die Ursache für einen Schlaganfall sein. Ärzte bezeichnen diese Art von Hirninfarkt als hämorrhagischen Schlaganfall. In beiden Fällen werden die Nervenzellen im betroffenen Gebiet geschädigt und sterben ab. Ein Schlaganfall ist ein medizinischer Notfall, der umgehend von einem Arzt behandelt werden muss. Schlaganfälle betreffen vor allem ältere Menschen, Hauptrisikofaktor ist ein zu hoher Blutdruck.

 

Symptome:

Bei einem Schlaganfall entstehen Symptome, weil ein Teil des Gehirns nicht mehr genügend mit Sauerstoff versorgt wird. In der Folge sterben die betroffenen Nervenzellen ab. Die miteinander vernetzten Nervenzellen des Gehirns steuern wichtige Funktionen des Körpers, etwa das Bewusstsein, das Sprechen, Bewegungen und das Sehen. Anzeichen für einen Schlaganfall sind plötzliche Schwäche oder Verlust der Muskelkraft bis hin zur kompletten Lähmung einer Gesichts- oder Körperhälfte, Taubheitsgefühl (gestörtes Berührungsempfinden), z. B. eines Arms, Sprachstörungen, Schluckstörungen, Sehstörungen (plötzliche Sehverschlechterung, Sehen von Doppelbildern), Schwindel, plötzliche Verwirrtheit oder depressive Grundstimmung, Bewusstlosigkeit oder Benommenheit, plötzlich auftretende, heftige Kopfschmerzen ohne bekannte Ursache.

 

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Schnellender Finger

Beschreibung:

Der Begriff schnellender Finger (Tendovaginitis stenosans) bezeichnet eine Erkrankung der Fingersehnen. Sie entsteht durch eine Veränderung des Sehnenapparates direkt oberhalb des Fingerknöchels. Dabei sind die Beugesehnen knötchenartig verdickt. Am häufigsten verdickt sich die Sehne auf der Innenseite der Hand, direkt oberhalb des Fingerknöchels.

 

Symptome:

Typisch für einen schnellenden Finger ist, dass er sich nur mit einer ruckartigen Bewegung strecken lässt, die plötzliche Streckung ist meist schmerzhaft. Morgens lassen sich die Finger am schwierigsten strecken, im Verlaufe des Tages lassen diese Schwierigkeiten nach. Das Vorschnellen der Sehne ist zum Teil hör- und tastbar, außerdem ist die Sehnenscheide meist direkt oberhalb der Fingerknöchel knotenartig verdickt. Schreitet die Erkrankung weiter fort, wird der Finger zunehmend unbeweglicher.

 

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Stoffwechselstörungen

Beschreibung:

Unser Körper wird geprägt und gesteuert vom Stoffwechsel. Er regelt die verschiedenen Kreisläufe, die jeder Körper Tag für Tag durchläuft. Dazu zählen unter anderem Essen, Verdauen, Ausscheiden, Schlafen und Wachsein. Unter einer Stoffwechselstörung versteht man eine krankhafte Veränderung der Stoffwechselvorgänge des menschlichen Körpers.

 

Symptome:

Kaum eine andere übergreifende Krankheit hat so viele verschiedene Gesichter wie eine Stoffwechselstörung (Metabolismus). Sie kann jedes Organ im Körper betreffen – vom Herzen über die Schilddrüse und die Leber bis hin zum Gehirn. Stoffwechselstörungen zeigen sich auf höchst unterschiedliche Weise. Zum einen können Überfunktionen und Unterfunktionen einzelner Organe auftreten. Oftmals sind aber auch mehrere Organe betroffen, was unterschiedlichste Symptome zur Folge hat. Stoffwechselstörungen zeigen sich häufig durch ein starkes körperliches Unwohlsein, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, einen drastischen Gewichtsverlust oder eine starke Gewichtszunahme in kurzer Zeit. Aber auch krankhafte Veränderungen der Haut sowie Haarausfall können Anzeichen für eine Stoffwechselstörung sein.

 

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Thrombozytopenie

Beschreibung:

Thrombzytopenie ist eine Erkrankung des Blutes, die durch einen Mangel an Thrombozyten (Blutplättchen) gekennzeichnet ist. Thrombozyten sind zusammen mit den Erythrozyten (roten Blutkörperchen) und den Leukozyten (weißen Blutkörperchen) ein Bestandteil des menschlichen Blutes. Jeder Mensch hat zwischen 150.000 und 450.000 Thrombozyten pro Mikroliter Blut. Thrombozyten spielen in unserem Körper vor allem bei der Blutgerinnung eine wichtige Rolle. Wenn der Wert von 150.000 Blutplättchen unterschritten wird, spricht man von einer Thrombozytopenie.

 

Symptome:

Eine Thrombzytopenie ist nur relativ schwer zu erkennen. Sie macht sich jedoch dadurch bemerkbar, dass kleinere Verletzungen länger als üblich (max. sechs Minuten) brauchen, um zu verschließen. Charakteristisch ist auch eine erhöhte Blutungsneigung der Betroffenen. Typische Symptome sind beispielsweise kleine Hautblutungen in der Unterhaut, häufiges Nasen- und Zahnfleischbluten sowie blaue Flecken. Bei extrem niedrigen Thrombozytenwerten (unter 30.000) nimmt die Blutungsneigung weiter zu, und es treten gehäuft Blutungen der Schleimhäute auf. In besonders schweren Fällen kann es auch zu inneren Blutungen kommen.

 

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Thyreoidektomie („Schilddrüsen-Entfernung“)

Bei der Thyreoidektomie handelt es sich um ein operatives Verfahren zur Behandlung maligner (bösartiger) und benigner (gutartiger) Veränderungen der Schilddrüse, bei dem die Entfernung der gesamten Schilddrüse erfolgt.

Tinnitus / Ohrgeräusche

Beschreibung:

Tinnitus, auch Ohrensausen genannt, ist der Oberbegriff für alle Arten von Kopf- oder Ohrgeräuschen. Ein Tinnitus tritt meist plötzlich auf. Mediziner unterscheiden zwischen einem akuten Tinnitus, der weniger als drei Monate besteht, und einem chronischen Tinnitus, der länger als drei Monate vorliegt. Während ein akuter Tinnitus sich häufig spontan bessert, ist das bei einem chronischen Tinnitus eher selten der Fall.

 

Symptome:

Tinnitus ist genaugenommen keine Krankheit, sondern vielmehr ein Symptom, das unterschiedliche Ursachen haben kann. Ein Tinnitus kann sich in Form von Tönen oder Geräuschen verschiedenster Art (z. B. Pfeifen, Klingeln, Rauschen, Brummen, Sägen) äußern. Die Ohrgeräusche können kontinuierlich oder unterbrochen sein, lauter und leiser werden und ihre Tonhöhe verändern. Viele Betroffene erleben einen Tinnitus als bedrohlich und sehr belastend, auch wenn er im Grunde nicht gefährlich ist. Zum Teil treten als Folge des Tinnitus weitere Symptome oder gesundheitliche Probleme auf, wie zum Beispiel Schlafstörungen, Gereiztheit, Konzentrationsstörungen, Muskelverspannungen im Bereich der Halswirbelsäule (HWS) und der Kiefer-/Kaumuskulatur, Zähneknirschen, Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen, Benommenheit, Schwindel, verzerrter Höreindruck, Überempfindlichkeit für laute Geräusche, Angstzustände und Depressionen. Zusammen mit dem Tinnitus können diese Symptome den Lebensalltag der Betroffenen sehr einschränken und sogar zur Arbeitsunfähigkeit führen. Es entsteht oft ein Teufelskreis, da die begleitenden Symptome zu weiterem Stress führen und den Tinnitus wiederum verstärken können.

 

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Tumorschmerzen

Beschreibung:

Im Rahmen einer Krebserkrankung können körperliche Beschwerden auftreten, die die Lebensqualität der Betroffenen stark einschränken. Dazu zählen unter anderem Tumorschmerzen. Dabei kann es sich um akute Schmerzattacken, aber auch um chronisch-manifestierte Tumorschmerzen handeln. Neben dem eigentlichen Tumor kann auch die begleitende Therapie (Operation, Chemotherapie, Bestrahlung) zu mitunter starken Schmerzen führen. Tumorschmerzen lassen sich heutzutage durch geeignete Medikamente meist gut kontrollieren oder ganz beseitigen.

 

Symptome:

Etwa zwei Drittel aller Krebspatienten kennt Tumorschmerzen als Symptome ihrer Erkrankung. Sie können durch den Tumor selbst bedingt sein, in manchen Fällen löst aber auch die Krebsbehandlung die Symptome aus. Betroffene beschreiben die Schmerzen zum Beispiel als dumpf, bohrend, drückend, pochend, brennend, heiß, krampfartig, stechend und ziehend. 

 

Bei Tumorschmerzen kann es sich um echte Tumorschmerzen, um sogenannte Phantomschmerzen oder um psychisch bedingte Tumorschmerzen handeln. Ob, wo und wie stark die Schmerzen sind, hängt außerdem von der Art und der Lage des Tumors und von seiner Größe ab. Weitere Symptome können Schlafstörungen, Niedergeschlagenheit, Angst und Depressionen sein.

 

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Ulcus Cruris / Fuß- und Beingeschwüre

Beschreibung:

Fußgeschwüre und Beingeschwüre sind schlecht heilende (chronische), tiefe Wunden an Unterschenkeln und Füßen. Umgangssprachlich spricht man oft von „offenen Beinen“. Sie entstehen meist aufgrund einer Störung des Blutkreislaufes in den Venen, vor allem durch Krampfadern. Seltener sind Durchblutungsstörungen der Arterien die Ursache. Vor dem 40. Lebensjahr kommt Ulcus cruris selten vor, ab dem 80. Lebensjahr steigt die Häufigkeit aber massiv an. Frauen und Männer sind etwa gleich häufig betroffen.

 

Symptome:

Venöse Fußgeschwüre und Beingeschwüre entstehen meist im Bereich der Knöchel, vor allem an der Innenseite des Beins. Meist erscheinen sie als feuchte, nässende Wunden, die sich oft zusätzlich mit Bakterien infizieren und dann faulig riechen. Beingeschwüre verursachen in der Regel ein Spannungsgefühl, die Schmerzen werden je nach Ausprägung unterschiedlich empfunden. Ein Beingeschwür entwickelt sich oft auf der Basis eines geschwollenen, schuppenden und chronisch entzündeten Beins (Stauungsekzem). Durch Auswandern von roten Blutkörperchen und Ablagerung ihrer Abbauprodukten (Hämosiderin) verfärbt sich die Haut bräunlich. 


Arterielle Beingeschwüre kommen meist an Füßen, Zehen und Fersen vor und gehen mit kalten, blassen Füßen und Beinen einher. Das Nagelwachstum kann infolge der Durchblutungsstörung gestört sein. Schmerzen entstehen vor allem bei körperlicher Bewegung und Hochlagerung des Beines.

 

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Varikose (Krampfaderleiden)

Beschreibung:

Krampfadern sind stellenweise knotenförmig erweiterte und oft geschlängelte Venen, in der die Venenklappen nicht mehr funktionieren. Bilden sich übermäßig viele Krampfadern, bezeichnen Mediziner dies als Krampfaderleiden oder Varikose. Ein ausgeprägtes Krampfaderleiden entsteht meist an den Venen des oberflächlichen Venensystems im Unterhautfettgewebe. In den krankhaft veränderten Venen wird das Venenblut im Stehen oder Sitzen nicht mehr ausreichend zum Herzen zurücktransportiert, es kommt zum „Venenstau" im Bein. Als hauptsächliche Risikofaktoren für die Entstehung und Ausprägung von Krampfadern gelten Varizen bei den Eltern und Großeltern als erbbedingte Anlagen und wiederholte Schwangerschaften.

 

Symptome:

Die für Krampfadern typischen Symptome sind bläuliche, knotig verdickte Venen, die durch die Haut zu sehen sind. Bilden sich viele Krampfadern (Varikose) und schreitet die Venenerkrankung fort, tritt in der Regel ein Schweregefühl in den Beinen ein, das die Betroffenen sowohl im Stehen als auch im Sitzen spüren. Während des Tages können die Beine vor allem im Knöchelbereich anschwellen. In manchem Fällen entsteht im Bereich über den Varizen ein Juckreiz und Druckgefühl. Die Symptome können sich im Laufe der Zeit verschlimmern. So wirkt sich typischerweise langes Stehen oder Sitzen verstärkend auf das Venenleiden aus. Die Symptome nehmen auch zum Abend hin sowie unter Hitzeeinwirkung zu, weshalb Varizen vor allem in den Sommermonaten sehr stören können. Bei Frauen mit Krampfadern können die Beschwerden außerdem vor der Monatsblutung zunehmen.

 

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Vertigo (Schwindel)

Beschreibung:

Der Begriff Schwindel (Vertigo) beschreibt im engeren Sinn eine unangenehm verzerrte Wahrnehmung des umgebenden Raums oder von Bewegungen. In vielen Fällen sind Gleichgewichtsstörungen die Folge von Schwindel. Im weiteren Sinn verwendet man die Bezeichnung Schwindel auch oft für andere Beschwerden wie Benommenheit, Schwarzwerden vor den Augen oder das Gefühl, gleich hinzufallen. Schwindel dauert oft nur Sekunden, wirbelt das Gleichgewicht jedoch massiv durcheinander. Wenn die Umgebung schwankt oder sich dreht, führt dies oft zu Übelkeit, Ohrensausen, Augenzittern oder Benommenheit. Einige Betroffene schwitzen, werden blass oder verlieren sogar das Bewusstsein. In der Regel verlaufen Schwindelanfälle aber glimpflich und verschwinden von selbst.

 

Symptome:

Die für Schwindel (Vertigo) kennzeichnenden Symptome sind sogenannte Scheinbewegungen. Wem schwindelig ist, der nimmt nicht vorhandene Bewegungen entweder des eigenen Körpers oder der Umgebung wahr. Dabei können die Wahrnehmungen unterschiedlich sein. Die Betroffenen können das Gefühl haben, dass der Boden schwankt oder dass sie in eine Richtung gezogen werden. Sie können aber auch scheinbare Drehbewegungen oder Auf- und Abwärtsbewegungen wahrnehmen. Das Schwindelgefühl entsteht oder verstärkt sich typischerweise durch Bewegungen. Schwindel löst fast immer begleitende Symptome aus wie Unsicherheit beim Stehen, Ohrensausen und Übelkeit bis Erbrechen. Die Betroffenen sind oft blass und schwitzen. Darüber hinaus kann ein Schwindel mit einem Zittern der Augen verbunden sein, bei dem die Augäpfel aufgrund einer gestörten Funktion der Augenmuskulatur unwillkürlich und schnell aufeinanderfolgend zucken.

 

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Weichteilsarkome

Beschreibung:

Das Weichteilsarkom ist eine bösartige (maligne) Krebserkrankung der Weichteilgewebe. Zu den Weichteilen zählen verschiedene Körpergewebe, zum Beispiel das Muskel-, Fett- oder Sehnengewebe. Weichgewebsarkome sind sehr seltene Tumoren. Sie machen nur etwa zwei Prozent aller Krebsneuerkrankungen im Erwachsenenalter in Deutschland aus und kommen bevorzugt in der zweiten Lebenshälfte vor. Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen. Weichteiltumore können grundsätzlich in jeder Körperregion vorkommen. Bei Erwachsenen entstehen sie mit 40 Prozent am häufigsten an den Beinen, am Körperstamm, der oberen Extremität und in der Kopf-Hals-Region.

 

Symptome:

Das häufigste erste Symptom eines Weichteilsarkoms ist die Schwellung. Alarmzeichen sind eine schnelle Größenzunahme innerhalb von Wochen bis Monaten, Schmerzen in der betroffenen Region sowie eine Schwellung in der Muskulatur der Extremitäten, die größer als fünf Zentimeter ist. Liegen diese Symptome vor, sollte man rasch einen Arzt aufsuchen. Denn je früher ein Sarkom erkannt wird, desto besser sind die Aussichten auf eine erfolgreiche Behandlung und damit auf Heilung.

 

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