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Hüfte

  • Hüft-Total Endoprothese  (TEP) bei Arthrose (Primäreingriff)
  • Hüft TEP-Wechsel
    - bei Lockerung
    - Infektion (Vereiterung)
    - Dauerschmerz
  • Hüft TEP-Stabilisierung 
    - bei Protheseninstabilität 
    - wiederkehrenden Auskugelungen (Luxationen)
  • Duokopf-Hüftprothesen bei Schenkelhalsbrüchen
  • Osteosynthesen proximaler Oberschenkelbrüche (Frakturen)
    (DHS, winkelstabil; PFN-A, winkelstabil; UFN)


Die Hüftarthrose ist die häufigste Erkrankung der Hüfte. Hierbei wird der Knorpelüberzug von Hüftkopf und Hüftpfanne abgerieben, das Gelenk verliert seine Passform, die Schmerzen nehmen zu.

 

Bei der Hüftarthrose muss sowohl der Hüftkopf wie auch die Hüftpfanne ersetzt werden (Hüft-Totalprothese, TEP). Dabei wird in die Hüftpfanne eine Metallschale (Titan) eingesetzt, in die Metallschale wird eine zweite Schale aus einem besonderen, abriebarmen Kunststoff oder Metall eingesetzt. Diese zweite Schale dient als Gleitoberfläche zum künstlichen Hüftkopf, welcher aus Metall oder Keramik besteht (Hart-Hart-Gleitpaarung). Der künstliche Hüftkopf sitzt auf einem Metallschaft (Titan) welcher in das Rohr des Oberschenkels eingesetzt wird. An die Titanverbindungen wächst der Knochen in kurzer Zeit an und fixiert die Prothese (zementfreie Versorgung). Große Hüftköpfe (z. B. Größe 36) verbessern die Beweglichkeit und Stabilität des künstlichen Gelenkes.

 

Sollte der Knochen oder die Weichteile (Sehnen und Muskeln) infolge Altersveränderungen eine verringerte Stabilität haben, kann das künstliche Hüftgelenk auch stabil "einzementiert" werden, d. h. mit einem besonderen Kunststoff sicher im Knochen verankert werden.

 

Die Lebensdauer (die Zeit bis zur Lockerung) eines künstlichen Gelenkes kann nicht exakt vorausgesagt werden. Sie dürfte mit den heutigen Materialen und OP-Techniken etwa 20 Jahre betragen.

 

Operationen haben viele Risiken, welche jedoch insgesamt selten sind und durch neue Techniken, sehr gute Materialien und spezialisierte Ärzte niedrig gehalten werden können.

 

Als Zugang zum Einsetzen der Hüft-Prothese bevorzugen wir den hinteren Zugang entlang der Rückseite der Muskeln, ohne den seitlichen Hüftmuskel zu durchtrennen. Diese Methode ist schonender und erlaubt eine frühe Wiederbelastung der Hüfte (Minimal-invasive OP-Technik - MIS).

 

Der Prothesenwechsel kann erforderlich werden, wenn nach vielen Jahren eine Prothesenlockerung eingetreten ist. Es entstehen teilweise große Defekte an Pfanne und Schaft. Die Schmerzen treten wieder auf, der gelockerte Teil muss ausgewechselt werden. Für diese Eingriffe stehen besondere Implantate zur Verfügung. Eine Wechseloperation ist anspruchsvoller, die Operation schwieriger, dauert länger und ist mit größerem Blutverlust verbunden. Auch die Wechseleingriffe lassen die künstliche Hüfte wieder in einen guten Zustand bringen.

 

Für die Versorgung hüftgelenknaher Brüche stehen Spezialprothesen und (winkelstabile) Titanplatten, Titanschrauben und intramedulläre Nägel zur Verfügung (DHS; PFN-A, UFN).

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