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08.03.2018

Wenn die Cafeteria zum Wartezimmer wird

Im CaritasKlinikum Saarbrücken St. Theresia können Patienten der HNO-Ambulanz neuerdings in der Cafeteria warten, ohne Angst zu haben, ihren Aufruf zu verpassen.

Wartezeiten in Klinik-Ambulanzen können mitunter lang sein. Um den Patienten der Hals-Nasen-Ohren-Ambulanz eine entspannte Wartezeit zu ermöglichen, geht das CaritasKlinikum Saarbrücken St. Theresia jetzt neue Wege: Seit Mitte Februar ist ein so genanntes „Pager-System“ erfolgreich im Einsatz.

 

„Lange Wartezeiten sind nichts, worauf wir stolz sind. Leider sind sie bei offenen Notfallsprechstunden heutzutage eine Realität geworden“, sagt Professor Bumm, Chefarzt der Hals-Nasen-Ohren Klinik. „Zusammen mit der Verwaltung des Krankenhauses arbeiten wir daran, die Ambulanzen effizienter aufzustellen. Bis dahin wollten wir aber erstmal kurzfristig eine Erleichterung schaffen.“ Aus eigener Erfahrung weiß er: „Die wenigsten Patienten wollen gern im Wartezimmer bleiben, aber sie trauen sich nicht weg, weil sie aus Angst den Aufruf zu verpassen das Wartezimmer nicht verlassen. Wir haben uns daher entschlossen, ein Pager-System einzuführen, mit dem sich die Patienten frei im gesamten Haus bewegen können, aber dennoch für uns erreichbar bleiben.“

 

Das System funktioniert einfach: Man bekommt bei der Anmeldung einen kleinen Pager ausgehändigt, der anfängt zu vibrieren und einen Ton abgibt, wenn man aufgerufen wird. Danach hat man fünf bis zehn Minuten Zeit sich in der HNO-Ambulanz einzufinden. „Das reicht problemlos, noch schnell seinen Cappuccino in der Klinikcafeteria „meinCafé“ auszutrinken oder das Mittagessen im Klinikrestaurant aufzuessen“, sagt Philipp Hüttel, Betriebsleiter des Gastronomie-Betreibers apetito catering. Um den Patienten noch einen besonderen Service anbieten zu können, hat sich Professor Bumm apetito als Partner ins Boot geholt. „Patienten, die aus der HNO-Ambulanz mit einem Pager zu uns kommen, um sich die Wartezeit zu vertreiben, erhalten zehn Prozent Rabatt auf alle Heiß- und Kaltgetränke“, sagt Philipp Hüttel. „Unser Ziel ist es, den Gästen einen optimalen Service zu bieten und ihnen die Gelegenheit zu geben, die Wartezeit entspannt und ungezwungen zu nutzen.“

 

Bis zu 80 Patienten kommen pro Tag in die HNO-Ambulanz des CaritasKlinikums. Die 40 Pager sind fast immer komplett im Umlauf. Erste Ergebnisse waren sofort spürbar, sagt Professor Klaus Bumm: „Die Resonanz bei den Patienten war von Anfang an positiv, obwohl es bei den meisten natürlich erstmal einer Erklärung bedarf. Und wir merken schon jetzt, dass die Wartezimmer seltener überfüllt und die Patienten durch Wartezeiten weniger belastet sind.“

 

Text und Fotos: Nele Scharfenberg