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25.06.2026

Konstruktiver Austausch mit Bundestagsabgeordnetem Roland Theis zu gesundheitspolitischen Themen

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Im Rahmen einer Telefonkonferenz haben sich Gerd Koslowski, Kaufmännischer Direktor des CaritasKlinikums Saarbrücken, sowie die Ärztliche Direktorin Margret Reiter mit dem saarländischen Bundestagsabgeordneten Roland Theis über die aktuelle gesundheitspolitische Lage und den Entwurf des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes ausgetauscht.


„Die freigemeinnützigen Krankenhäuser sind die Verlierer der aktuellen Sparpläne“, betonte Gerd Koslowski. „Uns geht zunehmend die Luft aus. Wenn weitere Kliniken schließen müssen, hat das massive Auswirkungen auf die medizinische Versorgung vor Ort.“ Insbesondere betonte er, dass der Vorschlag, Tarifsteigerungen nur zur Hälfte zu finanzieren, eine extrem starke Belastung darstelle.


Margret Reiter machte anhand von Beispielen deutlich, wie paradox das aktuelle DRG-Vergütungssystem sei: „Tonsillen- oder Polypen-OPs bei Kleinkindern sind nicht kostendeckend. Das führt dazu, dass es Wartezeiten von bis zu einem Jahr gibt, was für die Kinder mit Entwicklungsverzögerungen einhergehen kann. Zudem führt in vielen Fällen eine gute Behandlung mit geringerer Komplikationsrate dazu, dass Leistungen geringer vergütet werden.“


Doch Gerd Koslowski macht deutlich, dass er nicht nur „jammern“, sondern auch konstruktive Vorschläge machen will. „Wir stellen uns den Konzentrationsbemühungen hochspezialisierter Leistungen zwischen den Krankenhäusern, die durchaus sinnvoll sein können. Dies kann helfen, den die Behandlungsqualität für Patientinnen und Patienten zur erhöhen und Wettbewerb um medizinisches Personal zu reduzieren. Zudem müssen wir in Zukunft verstärkt über neue Modelle zur Aufhebung der Sektorengrenzen nachdenken.“ Margret Reiter ergänzte: „Wir müssen außerdem beachten, dass wir bei den Bemühungen, die Pflege attraktiv zu machen, keine Rolle rückwärts hinlegen. Denn wenn irgendwann Pflegende noch weniger zur Verfügung stehen, wird es noch teurer.“


Abgeordneter Roland Theis war dankbar für die Hinweise und Impulse aus der Praxis. „Ich werde alle Rückmeldungen, die ich erhalte, bündeln und an die entsprechenden Fachpolitiker weitergeben. Ihre Anregungen werde ich auch in künftigen Gesprächen mit dem saarländischen Gesundheitsminister mit einbringen. Eins ist klar: die freigemeinnützigen Träger spielen in unserer Region eine besondere Rolle, die Lage ist hier dramatischer als in anderen Teilen Deutschlands. Das muss angemessen berücksichtigt werden.“