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21.09.2026

CaritasKlinikum setzt auf Demenzsensibilität

Sicherheit, Orientierung und Würde im Mittelpunkt
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Der Welt-Alzheimer-Tag am 21. September macht jedes Jahr auf die Situation von Menschen mit Demenz sowie auf die Herausforderungen aufmerksam, die damit für Betroffene, Angehörige und das Gesundheitswesen verbunden sind.


Das CaritasKlinikum Saarbrücken setzt seit vielen Jahren Impulse, um die Versorgung von Menschen mit Demenz weiter zu bessern.


So setzen sich unter anderem die Demenzbeauftragten Amelie Dincher und Melanie Bülow dafür ein, die Versorgung weiterzuentwickeln und Mitarbeitende für die besonderen Bedürfnisse dieser Patientengruppe zu sensibilisieren. Mit speziellen Screenings zur Einschätzung des Delirrisikos, also einer zusätzlichen akuten Verwirrtheit, sollen gefährdete Patientinnen und Patienten frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden.


Zum Erhalt kognitiver und motorischer Fähigkeiten werden individuell angepasste Beschäftigungen angeboten. Dazu gehören beispielsweise Puzzle, Sprichwort- und Erinnerungsquizze sowie gemeinsame Spaziergänge. Bei Menschen mit motorischer Unruhe kommen unter anderem Nesteldecken zum Einsatz.
Darüber hinaus sollen den Mitarbeitenden einheitliche Kenntnisse und Handlungsmöglichkeiten vermittelt werden. Geplant und bereits angestoßen sind Schulungen zu Schmerzmanagement, Kommunikation, Delir, Sturzprävention, sowie dem Umgang mit herausforderndem Verhalten.
Die beiden Demenzberaterinnen nehmen regelmäßig an Fort- und Weiterbildungen teil und sind im stetigen Austausch mit anderen Demenzbeauftragten aus anderen Kliniken. Durch Vernetzung können Erfahrungen geteilt, neue Ansätze kennengelernt und wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung der demenzsensiblen Versorgung gewonnen werden.
Das CaritasKlinikum beteiligt sich außerdem seit 3 Jahren am Modellprojekt SEBDem. Hierbei geht es darum, die Versorgung von dementiell erkrankten Patienten während des Krankenhausaufenthalts zu verbessern, indem vertraute Betreuungskräfte aus dem ambulanten Umfeld die Betroffenen auch während des stationären Aufenthalts begleiten und unterstützen.


Der Handlungsbedarf ist groß: Bei der Aufnahme im Krankenhaus zeigen rund 40 Prozent der über 65-jährigen Patientinnen und Patienten kognitive Störungen. Gerade die ungewohnte Umgebung, Erkrankungen, Schmerzen, Operationen und Veränderungen im Tagesablauf können bei älteren Menschen zu einem Delir führen.


Besonders ab dem 70. Lebensjahr steigt die Häufigkeit von Delirien deutlich an. Schätzungen zufolge erleidet etwa jeder fünfte Mensch über 70 Jahre im Krankenhaus ein Delir. Gleichzeitig bleiben bis zu 60 Prozent der Delirien unerkannt. Ein Grund dafür ist häufig fehlendes Wissen über die Abgrenzung zwischen einem Delir und einer bereits bestehenden Demenz.


Ein Delir ist dabei keineswegs eine harmlose Begleiterscheinung: Es geht mit einer erhöhten Sterblichkeit, einem erhöhten Risiko für Komplikationen und auch einem gesteigerten Risiko für eine langfristige Verschlechterung der kognitiven Fähigkeiten einher. Eine frühzeitige Erkennung und gezielte Prävention sind daher von großer Bedeutung.


Das Ziel im CaritasKlinikum Saarbrücken ist es, auch in der ungewohnten Situation eines Krankenhausaufenthalts möglichst viel Sicherheit, Selbstständigkeit und Würde des Menschen zu erhalten.