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16.06.2026

Bundesministerin für Gesundheit Nina Warken zu Besuch im CaritasKlinikum Saarbrücken

„Kein Geld. Keine Versorgung.“ Unter diesem Motto haben die cts-Geschäftsführung, Direktorium und Mitarbeitende des CaritasKlinikums Saarbrücken am Freitag mit einer symbolischen temporären Schließung des Haupteingangs auf die schwierige wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser und die Herausforderungen des geplanten GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz aufmerksam gemacht.

Gestern hatten sie die Möglichkeit, zu diesem Thema mit der verantwortlichen Ministerin persönlich ins Gespräch zu gehen: Bundesgesundheitsministerin Nina Warken war am Montagabend im CaritasKlinikum Saarbrücken und der dortigen Zentrale Notaufnahme (ZNA) zu Besuch.
 
In der ZNA werden jährlich rund 30.000 Patienteninnen und Patienten behandelt – davon sind etwa 10.000 stationär und etwa 20.000, also zwei Drittel ambulant. „Die 20.000 ambulanten Patientinnen und Patienten im Jahr sind keine dringenden medizinischen Fälle für eine Notaufnahme. Ihre Behandlung sollte grundsätzlich über niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, die in der Kassenärztlichen Vereinigung organisiert sind, erfolgen“, erklärte der Kaufmännische Direktor des CaritasKlinikums Saarbrücken, Gerd Koslowski. 
 
„Das sind am Tag rund 60 Patienten, die eigentlich nicht über das Krankenhaus versorgt werden sollten. Aber natürlich behandeln wir sie, wenn sie bei uns vorstellig werden, denn wir sind dazu verpflichtet. Und wir halten dafür auch Personal vor – das aktuell schon nicht ausreichend finanziert wird.“ Durch das geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz werde die Finanzierung noch schlechter und stelle das Krankenhaus unter anderem dadurch zusätzlich vor große Herausforderungen, sagen die Verantwortlichen aus dem CaritasKlinikum. 
 
Bundesgesundheitsministerin Warken Nina zeigte Verständnis für die Ernsthaftigkeit der Situation besonders der freigemeinnützigen Krankenhäuser in Deutschland, zu denen auch das CaritasKlinikum Saarbrücken gehört und sagte zu, weiterhin im konstruktiven Austausch zu bleiben.