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28.07.2026

Auf den Spuren unserer Namenspatronin

Nikolaus Breyer veröffentlicht Buch über Thérèse von Lisieux
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Die heilige Thérèse von Lisieux ist weit mehr als nur die Namenspatronin unseres CaritasKlinikums St. Theresia. Ihre Botschaft von Menschlichkeit, Mitgefühl und der Bedeutung kleiner Gesten prägt bis heute das christliche Selbstverständnis unseres Hauses. Umso mehr freuen wir uns über das neue Buch des Heusweiler Autors Nikolaus Breyer, das sich mit Leben und Denken der Heiligen beschäftigt.


Der 83-jährige ehemalige Gymnasiallehrer für Französisch und Religion hat das Werk „Vergleiche nicht ohne Grund“ veröffentlicht. Darin stellt er die heilige Thérèse von Lisieux der französischen Philosophin und Mystikerin Simone Weil gegenüber. Das Buch erschien zum 100. Jahrestag der Heiligsprechung Thérèses am 25. Mai 2025 und wurde vom Theresienwerk Augsburg finanziell unterstützt.


Schon seit seiner Jugend verbindet Breyer eine besondere Beziehung zu Frankreich. Die Begeisterung wurde durch seinen ersten Französischlehrer geweckt. Neben Sprache und Literatur faszinieren ihn bis heute die französische Philosophie, Kultur, Landschaft und Lebensart. Bereits in den 1980er Jahren begann er zudem, Gedichte zu schreiben und zu veröffentlichen.


Den Anstoß für sein aktuelles Buch erhielt er durch einen Zufallsfund: In einem Geschäft in Saargemünd entdeckte er eine französische Ausgabe der Autobiographie von Thérèse von Lisieux, „Geschichte einer Seele“. Bei der Lektüre erkannte er überraschende Berührungspunkte mit Simone Weil. Aus dieser Beobachtung entstand die Idee eines Vergleichs, an dem er rund zwei Jahre intensiv arbeitete.


Im Mittelpunkt des Buches stehen Fragen nach Berufung, Gehorsam, Spiritualität, Mystik und Wahrheit. Breyer untersucht Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen zwei außergewöhnlichen Frauen, die in unterschiedlichen Zeiten lebten, deren Lebenswege jedoch von tiefen spirituellen Erfahrungen und persönlichem Leid geprägt waren.


Thérèse von Lisieux wurde 1873 in der Normandie geboren und trat bereits mit 15 Jahren in den Karmel von Lisieux ein. Trotz gesundheitlicher und seelischer Belastungen entwickelte sie ihren berühmten „kleinen Weg“: die Überzeugung, dass Gottes Liebe sich besonders in den kleinen, unscheinbaren Gesten des Alltags zeigt. Mit nur 24 Jahren starb sie an Tuberkulose. Ihre Autobiografie „Geschichte einer Seele“ zählt heute zu den meistgelesenen religiösen Werken weltweit.


Für Breyer liegt die Aktualität beider Frauen vor allem darin, dass sie zeigen, wie Menschen Leid einen Sinn geben können. Gerade in einem Krankenhaus, in dem Krankheit, Sorgen und Hoffnung zum Alltag gehören, besitzt dieser Gedanke eine besondere Bedeutung.


Auch persönlich fühlt sich der Autor unserem Haus verbunden: Alle drei seiner Kinder und die vier Enkel wurden im CaritasKlinikum St. Theresia geboren. „Ich habe mit dem Krankenhaus nur gute Erfahrungen gemacht“, berichtet Breyer.


Seine Arbeit ist noch nicht abgeschlossen. In seiner Studierstube unter dem Dach seines Hauses in Heusweiler, umgeben von Büchern und Notizen, arbeitet er bereits an einem weiteren Projekt. Darin möchte er sich ganz auf Thérèse von Lisieux konzentrieren – unter anderem auf ihre weniger bekannten Seiten als Malerin und Dichterin.


Wir danken Nikolaus Breyer für seinen Beitrag zur Erinnerung an unsere Namenspatronin. Interessierte Leserinnen und Leser können es in unserer Bibliothek ausleihen.