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06.12.2018

Ärzte des CKS begleiten ehrenamtlich die Fahrten des Wünschewagens

Letzte Wünsche wagen - das ermöglichen seit 2014 die ASB-Wünschewagen: Das rein ehrenamtlich getragene und ausschließlich durch Spenden finanzierte Projekt erfüllt Menschen in ihrer letzten Lebensphase einen besonderen Herzenswunsch und fährt sie gemeinsam mit ihren Familien und Freunden noch einmal an ihren Lieblingsort.

Das CaritasKlinikum Saarbrücken hat nun mit dem Wünschewagen eine deutschlandweit einzigartige Kooperation geschlossen: Interessierte Ärztinnen und Ärzte des CaritasKlinikums können sich ehrenamtlich als Begleiter zur Verfügung zu stellen, wenn es einem Patienten so schlecht geht, dass er ärztliche Hilfe benötigt. Die Organisation dieses ehrenamtlichen Dienstes läuft über die Palliativstation des CaritasKlinikums – maßgeblicher Unterstützer der Kooperation ist der Chefarzt der Klinik für Palliativmedizin, Dr. med. Ludwig Distler.


„In der Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen ist die Lebensbilanz der Betroffenen oft ein hochemotionales Thema, das Patienten, Angehörige und das therapeutisches Team maßgeblich berührt. In diesen Begegnungen wird auch über Versäumtes und über Wünsche und Träume gesprochen. Mit dem Wünschewagen ist es im Einzelfall möglich den Menschen Lebensträume im Sterbeprozess zu erfüllen. Die Freude und Dankbarkeit der Patienten und ihrer sozialen Umgebung stellen für mich eine außergewöhnliche Motivation dar, den Wünschewagen zu unterstützen. Die vorbehaltlose Unterstützung des CaritasKlinikums Saarbrücken zeigt die Haltung des Unternehmens und dessen MitarbeiterInnen in der Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen“, resümiert Ludwig Distler.


„Ich finde es beachtlich, dass wir so etwas im kleinen Saarland auf die Beine gestellt haben“, sagt der Projektleiter des Wünschewagens Saarland, Jürgen Müller. Die Ehrenamtlichen kamen bisher zur Hälfte aus den Reihen der Pflege und zur Hälfte aus dem Rettungsdienst. Nun werden die Ehrenamtlichen im Saarland auch von Seiten der Ärzte ergänzt. „Unter den 170 so genannten Wunscherfüllern – also Privatpersonen, die das Projekt unterstützen – sind zwar auch Ärzte, aber diese Kooperation mit stellt den Einsatz auf eine viel planbarere Basis.“


Im Saarland ist Wünschewagen seit dem 21. Februar 2018 im Einsatz – bisher hatte er 18 Fahrten an die unterschiedlichsten Orte – ans Meer, in die Normandie, zu Helene Fischer oder zu den Toten Hosen.


Nähere Informationen zu dem Projekt „Letzte Wünsche wagen“ finden Sie unter www.wuenschewagen.de.

 

Text: Renate Iffland
Fotos: Iris Maurer