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Welche Bestrahlungsmethoden gibt es?

Hat der strahlenbehandelnde Arzt nach Prüfung aller Unterlagen und durch eigene Untersuchungen entschieden, dass bei der vorliegenden Erkrankung eine Bestrahlung angezeigt ist, wird er eine auf seinen Patienten maßgeschneiderte Behandlung konzipieren.

 

Strahlentherapie mit dem Linearbeschleuniger (Teletherapie)

 

Die Bestrahlungsgeräte (Linearbeschleuniger) liefern eine Strahlung die von außen verschieden tief in den Körper eindringt. Die Wirkung all dieser Strahlungen ist jedoch am Krankheitsherd gleichartig. Der Linearbeschleuniger beispielsweise liefert zwei Arten von Strahlung:

  1. ultraharte Röntgenstrahlen (Photonenstrahlung) vor allem für tiefliegende Tumoren
  2. Elektronenstrahlung zur speziellen Behandlung von Krankheitsherden, die wenige Zentimeter unter der Haut liegen. Da Elektronen im Gewebe sehr stark „gebremst“ werden, dringen sie nicht tief ein, so dass tiefer liegendes gesundes Gewebe und Organe durch Strahlen nicht belastet werden.

Brachytherapie am Afterloader

 

Die Brachytherapie bezeichnet die Bestrahlung von innen. Dabei wird die umschlossene Strahlenquelle (z. B. innerhalb einer Hülse) mit einem speziellen Gerät, dem Afterloader, in eine Körperhöhle wie Speiseröhre, Luftröhre, Enddarm, Scheide oder Gebärmutter eingebracht. Dort gibt sie in genau berechneter Weise Strahlung ab. So wird eine hohe Strahlendosis im gewünschten Gebiet erzielt und das umgebende gesunde Gewebe geschont. Die Angst mancher Patienten vor solchen Einlagen ist unbegründet: Ein Teil der Einlagen ist völlig schmerzlos (z.B. die Scheidenbestrahlungen), andere können Schmerzen verursachen und werden deshalb unter Narkose eingesetzt.

 

Was bedeutet Schwerionentherapie und wann profitiert ein Patient von dieser Therapieform?

 

Klink für Radioonkologie in der cts in Kooperation mit der Radioonkologischen Klinik der Universität Heidelberg und HIT (Heidelberger Ionenstrahltherapiezentrum).

 

Ionenstrahlen treffen einen Tumor zielgenau mit präzise dosierter Energieabgabe. Sollten deshalb künftig alle Patienten mit einem strahlungsempfindlichen Tumor in Ionenstrahlzentren behandelt werden? „Ionenstrahlen werden wahrscheinlich den fünf bis zehn Prozent der Patienten helfen können, deren Tumor kompliziert in der Tiefe des Körpers liegt oder auf herkömmliche Strahlentherapie schlechter anspricht“, sagt Professor Dr. Jürgen Debus, Direktor der Abteilung Radioonkologie und Strahlentherapie des Universitätsklinikums Heidelberg.

 

Die Schwerionentherapie wird zum Teil als alleinige Behandlung, aber auch in Kombination mit einer Strahlentherapie am Linearbeschleuniger angewandt. Die Bestrahlung erfolgt mit hochenergetischen Ionenstrahlen (Kohlenstoffionen).

 

Seit November 2009 steht an der Universität Heidelberg eine Klinik zur Krebstherapie mit Ionenstrahlen, das Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum (HIT) zur Verfügung. HIT ist in Europa die erste und gegenwärtig einzige Therapieeinheit die speziell für die Behandlung von Patienten errichtet wurde. Die Anlage kann jährlich etwa 1.100 Patienten mit Ionenstrahlen behandeln.

 

Mehr Informationen:

www.klinikum.uni-heidelberg.de/Radioonkologie-und-Strahlentherapie

www.klinikum.uni-heidelberg.de/Heidelberger-Ionenstrahl-Therapie-HIT