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13.03.2015

Paten steigern die Lebensqualität der Patienten

Präsentation der Ergebnisse des Projektes „Poststationäre Laienunterstützung für Patienten - +P“ am 11. März 2015 im CaritasKlinikum Saarbrücken

Präsentation der Ergebnisse des Projektes „Poststationäre Laienunterstützung für Patienten - +P“ am 11. März 2015 im CaritasKlinikum Saarbrücken 

 

Immer mehr ältere Menschen leben alleine. Nach einem Klinikaufenthalt haben sie meist niemanden, der sich um sie kümmert. Alltägliches wie ein Arztbesuch, Einkaufen, Kochen oder Spazieren gehen, Medikamente besorgen, Anträge und Formulare ausfüllen, wird schnell zur unüberwindlichen Hürde.

 

Paten begleiten nach dem Krankenhaus


Genau hier setzt +P an, ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Projekt der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (htw saar), in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft katholischer Krankenhäuser unter der Beteiligung von sechs Krankenhäusern sowie der Fachhochschule Bielefeld. Geschulte ehrenamtliche Patinnen und Paten unterstützen ältere und alleinstehende Menschen nach dem Krankenhausaufenthalt.

 

Lebensqualität gesteigert

 

„In der Wissenschaft ist seit langem bekannt, dass zwischenmenschlicher Rückhalt die Gesundheit und das „aktive Altern“ fördert“, erklärt Mirjam Philippi von der htw. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Michael Köhler befragte Mirjam Philippi 70 Patientinnen und Patienten vor, während und nach der Patenbegleitung - und eine Kontrollgruppe von 174 Patienten ohne Paten zum Vergleich. Die Ergebnisse zeigen deutlich eine Verbesserung der psychischen Gesundheit und der Lebensqualität durch die Patenunterstützung. Sogar Arztbesuche waren in der unterstützten Gruppe geringer als in der Kontrollgruppe. Außerdem berichteten die unterstützten Patienten, sie selbst fühlten sich durch die Begleitung der Ehrenamtlichen motiviert, in ihrer Selbstbestimmung gestärkt und ihrer Lebensqualität bereichert.

 

Service für ältere Menschen

 

„Die Ergebnisse müssen umgesetzt werden“, konstatierte Annegret Kramp Karrenbauer. Die saarländische Ministerpräsidentin ist Schirmherrin des Projekts. Der innovative Ansatz der Patenbegleitung trage dazu bei, einer Vereinsamung älterer Menschen entgegen zu treten. Auf die Relevanz der sozialen Unterstützung verwies auch Projektleiter Professor Dr. Thomas Altenhöner: „Fehlende soziale Kontakte werden als hochrelevanter Prädiktor für erhöhte Sterblichkeit eingestuft, die Effekte sind vergleichbar mit anderen gut untersuchten Risikofaktoren wie etwa Rauchen“. Das Projekt +P sei als besonderer Service für den stetig wachsenden Teil älterer und allein lebender Menschen eine Maßnahme der Gesundheitsförderung.

 

 

Am Projekt +P waren folgende sechs Krankenhäuser beteiligt:
CaritasKlinikum Saarbrücken St. Theresia, CaritasKlinikum Saarbrücken St. Josef Dudweiler, Krankenhaus Hetzelstift Neustadt/Weinstraße, Vinzentius – Krankenhaus Landau/Pfalz, Marienkrankenhaus St. Wendel, Marienhaus Klinikum Saarlouis-Dillingen (Standort Saarlouis)
Das CaritasKlinikum Saarbrücken St. Theresia wie auch das Marienkrankenhaus St. Wendel bieten die gesundheitsfördernde Maßnahme + P weiter an.

 

Informationen zum Projekt unter: www.plusp.org