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14.09.2015

„Mit mutigen Schritten in die Zukunft“

Neues Zentrum für Geburtshilfe und Frauenheilkunde am CaritasKlinikum Saarbrücken St. Theresia. Das CaritasKlinikum Saarbrücken feierte am Samstag die Eröffnung seines neuen Zentrums für Geburtshilfe und Frauenheilkunde am Standort St. Theresia. Die neuen Räume verbinden modernste Ausstattung mit Wohlfühlatmosphäre.

Neues Zentrum für Geburtshilfe und Frauenheilkunde am CaritasKlinikum Saarbrücken St. Theresia 


Das CaritasKlinikum Saarbrücken feierte am Samstag die Eröffnung seines neuen Zentrums für Geburtshilfe und Frauenheilkunde am Standort St. Theresia. Die neuen Räume verbinden modernste Ausstattung mit Wohlfühlatmosphäre.

 

„Kann es einen schöneren Termin geben als die Eröffnung einer Geburtshilfe?“ Mit dieser rhetorischen Frage begrüßte Tobias Hans, Mitglied des Landtages und Vorsitzender des cts-Aufsichtsrates die Gäste, die am vergangenen Samstag zur feierlichen Eröffnung des Zentrums für Geburtshilfe und Frauenheilkunde ins CaritasKlinikum Saarbrücken St. Theresia gekommen waren.


2014 hatten die Verantwortlichen beschlossen, die ehemals auf die Klinikstandorte St. Josef Dudweiler und St. Theresia aufgeteilten Fachgebiete zusammenzulegen und setzten die Pläne in nur acht Monaten um. Drei Millionen Euro kostete der Umbau – eine sinnvolle Investition in die Zukunft, ist Tobias Hans überzeugt. „Die Entscheidung, Erfahrungen und Expertise beider Bereiche zu bündeln war angesichts der damit verbundenen Kosten und Risiken ein mutiger und – wie sich heute zeigt – der richtige Schritt.“


Monika Bachmann, Ministerin für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie und Schirmherrin, sieht in dem Zentrum einen Garant für die Wettbewerbsfähigkeit und zugleich den sichtbaren Beweis für das Engagement, die Innovationskraft und Flexibilität des CaritasKlinikums und seiner Belegschaft. „Dank des unermüdlichen Einsatzes des Personals gelingt hier der schwierige Spagat zwischen höchster Qualität in der Versorgung bei gleichzeitiger Wirtschaftlichkeit“, lobte die Ministerin die Arbeit aller Beteiligten. Sie ist sicher: „Es geht aufwärts.“


Gegen den Trend: steigende Geburtenzahlen und geringe Kaiserschnittrate


Im wahrsten Sinn des Wortes aufwärts geht es im CaritasKlinikum mit den Geburtenzahlen – entgegen der seit Jahren bundesweit rückläufigen Geburtenrate. 4651 Kinder erblickten in den vergangenen fünf Jahren hier das Licht der Welt, Tendenz steigend. Eltern aus zehn Bundesländern entschieden sich von 2010 bis heute für eine Geburt im CaritasKlinikum Saarbrücken St. Theresia, ebenso 120 Mütter aus Frankreich. Dass die Geburtshilfe am CaritasKlinkum auch über die Landesgrenzen hinaus einen exzellenten Ruf genießt, ist nicht zuletzt das Verdienst von Chefarzt Mustafa Deryal. Seit seinem Amtsantritt im Jahre 2010 arbeitet er mit seinem Team kontinuierlich an der Verbesserung der Geburtshilfe und sorgte unter anderem dafür, dass die Kaiserschnittrate mit 29 Prozent weit unter dem saarlandweiten Durchschnitt von 49 Prozent liegt. „Mit der Zusammenlegung und Neugestaltung des Zentrums für Geburtshilfe geht für mich ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung“, verriet Deryal sichtlich bewegt.


Wohnzimmerambiente und modernste Ausstattung


Nach der Einsegnung der Räume und dem Segen für die Mitarbeitenden des Zentrums durch Erwin Graus, Krankenhauspfarrer am CaritasKlinikum, bot eine geführte Besichtigung Gelegenheit, die neue Geburtshilfe kennenzulernen. Beeindruckt zeigten sich die Besucher insbesondere von dem wohnlichen Ambiente. Die vier Kreißsäle, das Wehenzimmer und das CTG-Zimmer sind in warmen Farben gestaltet und verfügen jeweils über eine eigene Toilette. Auch ein Bistro ist Teil des Gesamtkonzeptes, das dafür sorgen soll, dass die werdenden Mütter ihre Mahlzeiten flexibel einnehmen können und sich möglichst wohlfühlen. 

 

Mit viel Liebe zum Detail wurden die Räume von einem 20-köpfigen interdisziplinären Projektteam unter Leitung der kaufmännischen kommissarischen Direktorin Susanne Klein geplant und baulich unter der Federführung von Diplomingenieurin Elke Gaber umgesetzt. Jedes Zimmer verfügt über modernste Technik, die jedoch kaum auffällt. „Für uns sind die Geräte jederzeit erreichbar, für die Eltern jedoch praktisch unsichtbar“, so Zentrumsleitung Nadine Schäfer, die Geburtshilfe und Mutter-Kind-Station zusammen mit 23 angestellten und fünf freiberuflichen Beleghebammen koordiniert. Auch bei der Eröffnung hatte das Team alle Hände voll zu tun. Denn zahlreiche werdende Eltern besichtigten die Räume und machten sich mit Kreißsaal, geburtshilflichem Operationssaal und Entbindungsbadewanne vertraut.


Buntes Programm für Groß und Klein


Während sich die jungen Paare über „Tipps und Tricks für werdende Eltern“, Geburtsvorbereitungskurse und Stillzeiten informierten, gab es vor dem Klinikum ein buntes Familienprogramm. Viele waren gekommen und vergnügten sich beim Kinderschminken, am Eisstand oder im Zauberworkshop. Für Musik sorgten unter anderem der Kinder- und Jugendchor der Caritas Jugendhilfe Margaretenstift, Schüler der Rastbachtalschule und der Musikverein „Lyra“ Eschringen. Für Besucherin Tamara Tiefensee ist das CaritasKlinikum fester Bestandteil des Stadtteils. Ihre Freundin Alisha Schmidt wird hier in wenigen Wochen ihr drittes Kind zur Welt bringen. „Mit Sicherheit werde ich mich sehr wohl fühlen“, ist Alisha Schmidt nach einem Rundgang überzeugt.


Geburtshilfe im Dialog


Wie wichtig das „Sich-Wohlfühlen“ für eine natürliche und angstfreie Geburt ist, betonte Chefarzt Mustafa Deryal bei der von SR-Moderator Michael Friemel moderierten Podiumsdiskussion „Geburtshilfe im Dialog – Optimale Betreuung für Mutter und Kind“. Zu Wort kamen in der Gesprächsrunde Funktionsträger des Zentrums für Geburtshilfe und Frauenheilkunde, die Pflegedirektorin des Klinikums, Ursula Hubertus, die Erste Vorsitzende des Saarländischen Hebammenverbandes, Andrea Dansoko, und Prof. Dr. med. Ludwig Gortner, Direktor der Klinik für Allgemeine Pädiatrie und Neonatologie am Universitätsklinikum des Saarlandes. Sie alle waren sich einig: um eine optimale Betreuung für Mutter und Kind zu gewährleisten, bedarf es einer fächerübergreifenden Zusammenarbeit und eines kooperativen Miteinanders. Beides wird im CaritasKlinikum bereits seit vielen Jahren gelebt und gepflegt. Entsprechend optimistisch blickten die Diskussionsteilnehmer in die Zukunft. „Wir können es kaum noch erwarten, das neue Aushängeschild des CaritasKlinikums in den nächsten Wochen in Betrieb zu nehmen“, so Chefarzt Deryal.