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07.04.2014

Kunst & Musik auf der Palliativstation - „What a wonderful world“

Die Vernissage mit Jazzmusik lockte zahlreiche Gäste auf die Palliativstation des CaritasKlinikums Saarbrücken St.Theresia. Lange schon stand die Idee im Raum, auf der Station ein kulturelles Event zu organisieren – am 14. März war es soweit. Die renommierte Düsseldorfer Künstlerin Martina Justus, stellte eine Serie großformatiger Blumenbilder in unterschiedlicher Technik auf der Station aus. Für die flotte Jazzmusik an der Eröffnungsveranstaltung sorgten Mitglieder der St. Ingberter Jazzband St. Swingbert.

Die Vernissage mit Jazzmusik lockte zahlreiche Gäste auf die Palliativstation des CaritasKlinikums Saarbrücken St.Theresia. Lange schon stand die Idee im Raum, auf der Station ein kulturelles Event zu organisieren – am 14. März war es soweit. Die renommierte Düsseldorfer Künstlerin Martina Justus, stellte eine Serie großformatiger Blumenbilder in unterschiedlicher Technik auf der Station aus. Für die flotte Jazzmusik an der Eröffnungsveranstaltung sorgten Mitglieder der St. Ingberter Jazzband St. Swingbert.

 

„Von Beginn an haben wir Kunst- und Musiktherapie angeboten, viele Patienten finden darin Möglichkeiten, sich auszudrücken, ihre Wünsche und Gefühle auch ohne Worte zu formulieren“, erklärt Chefärztin Dr. Maria Blatt-Bodewig. Und kulturelle Bedürfnisse enden nicht mit schwerer Krankheit. Menschen mit unheilbar fortgeschrittenen Erkrankungen brauchen mehr als medizinische Hilfe, Zuwendung und Verständnis – sie hegen Sehnsüchte, wollen am Leben teilhaben. Da aber viele Patienten in ihrer Mobilität eingeschränkt sind und nur schwerlich eine Veranstaltung besuchen können, kamen diesmal die Künstler zu den Patienten.

 

„Das ist doch prima, das lenkt ab und es kommt Leben in die Station“, freut sich Patientin Helga Hellmich und spricht damit stellvertretend für alle.

 

Wunderschöne und ausgefallene Blumenmotive zeigen die Bilder von Martina Justus. Von der Samenkapsel über Blüten bis zum Verblühen - der Lauf allen Lebens. „Ich möchte, dass meine Bilder Freude bereiten“, lautete Justus Anliegen für diese besondere Ausstellung. Deshalb hat die Künstlerin für die Vernissage auf der Palliativstation auch neue Bilder gemalt, unter anderem von Magnolien, Physalis und Pulsarilla. Bis Ostern bleiben diese Bilder auf der Station und jeder, der Lust hat, kann sie dort betrachten. Justus ist Mitglied im Bundesverband Bildender Künstler stellt weltweit aus. Seit Jahren ist die Künstlerin mit Oberärztin Frauke Backes befreundet und sagte sofort zu als Backes mit der Idee der Vernissage auf der Palliativstation an sie herantrat.

 

Sofort fand sich auch die Band für das Konzert, denn Herbert Klär, ehrenamtlicher Helfer auf der Palliativstation, ist Schlagzeuger der Jazzband St.Swingbert. Mit den Ensemblekollegen Bernd Möhl, Ferdi Quien und Joachim Zmykalla setze sich ein schwungvolles Jazz-Quartett zusammen, unterstützt durch die starke Stimme und viel Herz von Sängerin Irmtraud Lang. „Wir geben unser Bestes“, kündigten sie an – und „die ganz großen Instrumente haben wir heute zu Hause gelassen.“ Den Auftakt machte die Band mit Louis Armstrong und dessen Song „what a wonderful world“, der von der Schönheit der Welt erzählt und von den Glücksmomenten im alltäglichen Leben.

 

„Wir haben wirklich ein Riesenglück mit unseren Ehrenamtlichen“, weiß Dr. Blatt-Bodewig das Engagement zu schätzen. Auf ihrer Station behandelt sie, mit einem multiprofessionellen Team, Menschen mit fortgeschrittenen, unheilbaren Erkrankungen. Ärzte, Pflegende, Psychologen, Seelsorger, Musik-und Kunsttherapeuten lindern Beschwerden, Schmerzen, Sorgen und Ängste dieser Menschen, nehmen sie mit all ihren Bedürfnissen im physischen, psychosozialen und spirituellen Bereich wahr.

Begonnen hat Dr. Maria Blatt-Bodewig die Palliativstation mit 10 Betten im Jahr 2002. Als 2007 das Onkologische Zentrum entsteht, wird die Palliativstation Teil des Zentrums. Seit 2008 ergänzt der multiprofessionelle Konsiliardienst das Spektrum, er kümmert sich um stationäre Palliativpatienten in allen Abteilungen des CaritasKlinikums. Im Mai 2013 folgte der Umzug ins neu errichtete Tumorzentrum, hier stehen jetzt 15 Betten auf einer größeren und modernen Station zur Verfügung - inzwischen ist es die größte Palliativstation im südwestdeutschen Raum.

 

Den Palliativgedanken öffentlich machen, möchte der „Förderverein der Klinik für Palliativmedizin am CaritasKlinikum Saarbrücken St. Theresia e. V.“. Der Verein will auf schwerkranke Menschen und sterbende Menschen aufmerksam machen, wirbt um Unterstützung und Engagement. So könne man Angebote wie Musik-und Kunsttherapie erweitern oder Gemeinschaftsräume patientengerechter gestalten.

 

Die Postanschrift des Fördervereins lautet Rheinstrasse 2, 66113 Saarbrücken, die mail-Adresse palliativ@caritasklinkum.de

 



Fotos: Oliver Dietze