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Noch einmal in der Übersicht – ein kleines Lexikon

Bestrahlung

Die medizinische Anwendung von Strahlen um Krankheiten zu behandeln, heißt Bestrahlung. Sie kann die einzige Behandlung einer Krankheit sein, sie kann aber auch Teil einer Behandlung sein, welche durch eine Chemotherapie und eine Operation ergänzt wird.

 

Bestrahlungsfeld

Der Bereich über den die Strahlen in den Körper dringen.

 

Boost

Ein, oft nach der initial durchgeführten Bestrahlung, zusätzliches verkleinertes Bestrahlungsfeld, das die Tumorregion (oder die ehemalige Tumorregion nach durchgeführter Operation) erfasst.

 

Brachytherapie

Brachytherapie bezeichnet die Bestrahlung von innen. Dabei wird eine Strahlenquelle in einer Hülse in eine Körperhöhle wie Speiseröhre, Luftröhre, Scheide oder Gebärmutter eingebracht. Dort verweilt sie in genau berechneter Weise und gibt ihre Strahlung ab.

 

Fraktionen

Die Bestrahlung wird, zu besseren Verträglichkeit, in der Regel in viele kleine Einzeldosen unterteilt, diese nennt man Fraktionen.

 

Gesamtdosis

Je nach Erkrankung wird eine ganz bestimmte Bestrahlungsdosis ausgerechnet, die besonders wirksam ist und möglichst wenig Nebenwirkungen hat. Die ausgerechnete Gesamtdosis der Bestrahlung wird in viele Einzeldosen (Fraktionen) unterteilt.

 

Gray (Gy)

Maßeinheit der Bestrahlung. Es ist eine Maßeinheit wie „Liter“ für Flüssigkeiten oder „Kilogramm“ für Gewicht. Die Dosis der Bestrahlung wird in Gy angegeben (z. B. 1,8 Gy).

 

Hyperfraktionierte Bestrahlung

Die Bestrahlung findet mehrmals am Tag statt.

 

IMRT (Intensity modulated radiotherapy, Fluenzmodulierte Strahlentherapie)

Jedes Bestrahlungsfeld wird in kleinere unterschiedlich stark gewichtete Segmente unterteilt, um das Tumorgebiet, bei gleichzeitiger Schonung des umgebenden gesunden Gewebes, besser zu therapieren.

 

Linearbeschleuniger

Modernes Bestrahlungsgerät. Es kann Röntgenstrahlen (und Elektronenstrahlen) erzeugen, die zur Behandlung geeignet sind. Strahlung entsteht nur, wenn der Linearbeschleuniger für die Bestrahlung eingeschaltet wird.

 

Maske

Bei Kopf- und Halsbestrahlungen wird eine Maske angefertigt, auf die die Bestrahlungsfelder eingezeichnet werden. Die Maske verhindert, dass sich der Patient während der Bestrahlung bewegt. So wird immer nur genau der Bereich bestrahlt, in dem der Tumor sitzt. Bei Bestrahlungen in anderen Körperbereichen werden meist auch Lagerungshilfen angefertigt, auf denen die genaue Position des Körpers eingezeichnet ist.

 

Medizinische Fachangestellte

Sie ist u. a. verantwortlich für die korrekte Patientendatenerfassung und Terminplanung, sowie die Aktenverwaltung und -archivierung. Sie führt aber auch Blutabnahmen sowie kleinere Wundversorgungen durch.

 

Medizinphysiker

Ist ein Physiker mit einer speziellen zweijährigen Zusatzausbildung im Gebiet der medizinischen Physik. Er ist für die Betriebsicherheit der Bestrahlungsgeräte und den physikalischen Teil der Bestrahlungsplanung verantwortlich.

 

Medizinisch-technische Radiologie- Assistentin (MTRA)

Die MTRA führt nach Vorgabe der Ärzte die Bestrahlung durch. Sie tätigt die erforderlichen Planungsuntersuchungen und passt individuelle Lagerungshilfen wie z. B. Bestrahlungsmasken an.

 

Physikalisch-technische Assistentin (PTA)

Die PTA assistiert dem Medizinphysiker bei der Bestahlungsplanung und hilft dem Strahlentherapeuten bei der Vorbereitung der Bestrahlung.

 

Radioaktivität

Der Zerfall von Atomkernen und die dabei freiwerdende Strahlung nennt man Radioaktivität. Die Einheit der Radioaktivität ist Becquerel (Bq). Bei der Bestrahlung am Linearbeschleuniger wird keine Radioaktivität verwendet oder erzeugt. Bei der Brachytherapie wird eine umschlossene, kleine radioaktive Quelle zur kurzzeitigen Bestrahlung verwendet.

 

Radiotherapie

Radiotherapie ist ein anderes Wort für Strahlentherapie

 

Radioonkologe

-> Strahlentherapeut

 

Radioonkologie

-> Strahlentherapie

 

Röntgenstrahlen

Die Bestrahlung erfolgt mit hochenergetischen Röntgenstrahlen. Riechen, hören und schmecken kann man sie nicht. Mit niedrigerer Energie werden Röntgenstrahlen z. B. auch zur Erzeugung von Röntgenbildern eingesetzt.

 

Simulation

Simulation heißt, dass die Bestrahlung vorbereitet wird. Dabei werden alle notwendigen Markierungen am Patienten vorgenommen.

 

Strahlentherapeut

Ist ein Arzt mit einer speziellen Ausbildung für die Bestrahlung. Diese Ausbildung dauert fünf Jahre zusätzlich zur Arztausbildung (Facharzt für Strahlentherapie). Ein anderes Wort ist Radiotherapeut oder Radioonkologe.

 

Strahlung

-> Bestrahlung

-> Röntgenstrahlen

 

Strahlen

Es gibt viele verschiedenen Arten von Strahlen. Zum Beispiel Sonnen- oder Lichtstrahlen, die man sehen kann, Wärmestrahlen, die man fühlen kann und andere Strahlen, die man weder fühlen noch sehen kann. Strahlen, die Ärzte medizinisch einsetzten, erzeugen sie mit bestimmten Apparaten. Röntgenstrahlen können “Fotos” vom Inneren des menschlichen Körpers machen oder Zellen zerstören. Werden Strahlen zur Behandlung von Tumoren eingesetzt nennt man das Bestrahlung, Strahlentherapie oder Radiotherapie.

 

Tumorkonferenz / Tumorboard

Ein Team von Spezialisten aus den verschiedenen Fachbereichen befasst sich vor Ort mit der Erkrankung des Patienten und trifft nach gründlicher Beratung die Therapieentscheidung.

 

VMAT (Volumetric Arc Therapy, Rapid Arc)

Während der Bestrahlung rotiert der Beschleuniger unter Anpassung verschiedenster Einstellparameter um den Patienten.