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Behandlungsschwerpunkte

 

  • Externe (percutane) Strahlentherapie bei allen malignen Tumoren (Ausnahme: Ganzkörperbestrahlung). 
  • Strahlentherapie (enge Zusammenarbeit mit der HNO-Klinik des Hauses) überwiegend mittels intensitätsmodulierter Radiotherapie (IMRT)
  • Hochdosierte kurative externe konformale 3 D - Bestrahlung bei Prostatakarzinom; die IMRT der Prostata ist verfügbar und wird mit der bildgesteuerten RapidArc-Technologie appliziert.
  • Kombinierte Radiochemotherapie (Rectumkarzinom, prä- und postoperativ, Analkarzinom, Magen-, Ösophagus-Karzinome, Bronchialkarzinome, Mammakarzinom, HNO- und Mund-Kiefer-Karzinome, maligne Hirntumoren, Harnblasenkarzinom, Gebärmutterhalskarzinom, maligne Lymphome, u. a.) in Zusammenarbeit mit den Kliniken für Hämatologie und Onkologie (Prof. Dr. med. Axel Matzdorff) und Gynäkologie (Dr. med. M. Deryal) unseres Hauses. Diese Kombination von Strahlen- mit Chemotherapie, d. h. mit Medikamenten, die das Tumorwachstum hemmen und gleichzeitig die Strahlenwirkung verstärken, hat sich bei vielen Tumorkrankheiten als wirksamer erwiesen als eine Therapie-Art alleine. Hiermit gelingen bei zahlreichen Tumortypen und –stadien Heilungen, wo eine Operation nicht durchführbar ist.
  • Palliative Strahlentherapie zur Linderung von Beschwerden und Erreichen langfristiger Symptomfreiheit bei vielen Tumor­krank­heiten, die in einem höheren Stadium sind und bei denen es auf Zeitgewinn bei guter Lebensqualität ankommt. Vor allem tumor­bedingte Schmerzen können durch Strahlentherapie in einem hohen Prozentsatz (in ca. 80 %) gebessert oder ganz beseitigt wer­den. Zahlreiche Typen von Metastasenbildungen sind einer Strahlentherapie zugänglich und können durch sie wieder abgebaut werden. Wir arbeiten diesbezüglich eng mit der Klinik für Palliativmedizin unseres Hauses (Chefärztin Dr. med. Maria Blatt-Bodewig) zusammen.
  • Strahlentherapie gutartiger Erkrankungen (z. B. Arthrosen, Insertionstendopathien, Prophylaxe heterotoper Ossifikationen nach Gelenk-Endoprothese-Operationen, Keloide, Morbus Dupuytren, IPP). 
  • Zwei Linearbeschleuniger 
    modernster Bauart mit Multileaf-Kollimator. 3D- Bestrahlungsplanung und Bestrahlung in 3D-Technik mit konformalen (der anatomischen Form angepassten) Feldern.  
  • Bildgesteuerte Strahlentherapie (IGRT)
    Da die Strahlentherapie fraktioniert, d. h. meist fünfmal pro Woche über mehrere Wochen durchgeführt wird, ist es wichtig, dass der Beschleuniger bei jeder Bestrahlungssitzung ganz exakt auf den Patienten ausgerichtet ist. Dazu kann der Behandlungsstrahl mit einem speziellen Detektor kontrolliert werden. Zusätzlich ist eine Röntgenanlage fest mit dem Beschleuniger verbunden und rotiert mit ihm um den Patienten. Dabei können einzelne Bilder aus verschiedenen Richtungen aufgenommen oder eine Computertomgraphie des Patienten in Bestrahlungsposition direkt am Beschleuniger erstellt werden. Wir überlagern und vergleichen diese Aufnahmen mit den Bildern der Bestrahlungsplanung und korrigieren automatisch die Lage des Patienten.
  • Intensitätsmodulierte Strahlentherapie (IMRT) seit Januar 2006 etabliert. Bei angestrebter Tumorheilung ist damit eine wirksamere höhere Tumordosis bei gleichzeitiger Schonung vor allem der Speicheldrüsen (und damit Vermeidung einer bleibenden Mundtrockenheit [Xerostomie]) möglich. 
  • RapidArc
    RapidArc, auch VolumetricArc ist eine Weiterentwicklung der IMRT. Während bei der IMRT der Beschleuniger verschiedene Bestrahlungspositionen nacheinander anfährt und die intensitätsmodulierten Felder bestrahlt, wird bei RapidArc die intensitätsmodulierte Dosisverteilung während der kontinuierlichen Rotation des Beschleunigers auf den Tumor eingestrahlt. Die Form des Bestrahlungsfeldes, die Leistung des Beschleunigers und die Rotationsgeschwindigkeit passen sich kontinuierlich an den Tumor an und schonen dabei das umgebende gesunde Gewebe optimal. Die Bestrahlungszeit pro Fraktion wird deutlich verkürzt und damit auch die Liegedauer z.B. eines HNO-Patienten unter einer engen Maskenfixierung. 
  • Atemtriggerung
    Die Atemtriggerung schaltet den Beschleuniger passend zur Atmung des Patienten automatisch ein und aus. Tumore, die sich mit der Atmung des Patienten verschieben, werden dadurch immer in der gleichen Atemphase und somit immer an der gleichen Stelle mit geringerer Belastung des gesunden Gewebes bestrahlt.
  • Strahlentherapie-CT und Präzisionslaserystem
    Bevor ein Patient bestrahlt wird, müssen für ihn individuell die optimalen Einstellwerte des Linearbeschleunigers errechnet werden. Die Berechnung basiert auf einer Computertomographieaufnahme des Patienten in der exakten Bestrahlungsposition. Unser CT verfügt über die größte Öffnung und das größte Bildfeld aller zurzeit erhältlichen Geräte. Während früher Kompromisse in der Lagerung notwendig waren und am Simulator korrigiert werden mussten, ist es uns nun erstmals möglich, alle Patienten in der exakten Behandlungsposition zu scannen. Mit dem dreidimensionalen Präzisionslasersystem stellen wir die Zielpunktskoordinaten der Bestrahlungsfelder, ermittelt aus den CT-Daten mit einer Genauigkeit von unter einem Millimeter direkt auf dem Patienten dar. Dies geschieht in einem Arbeitsschritt und vermeidet die früher notwendige Simulation der Bestrahlung am Therapiesimulator. Deshalb bezeichnet man diese Vorgehensweise auch als „virtuelle Simulation“. Der Patient hat einen Behandlungstermin weniger und eine noch exaktere Behandlung, die durch die bildgeführte Bestrahlung (IGRT) am Beschleuniger ergänzt wird.