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06.10.2017

Zeitnahe Abklärung der Erkrankung ist wichtig

Patientenveranstaltung zum Thema „Epilepsie und Parkinson“ im CaritasKlinikum Saarbrücken

 

Anlässlich des diesjährigen Tages der Epilepsie hat das CaritasKlinikum Saarbrücken St. Theresia eine Infoveranstaltung zum Thema „Epilepsie und Parkinson“ für Patienten, Angehörige und Interessierte veranstaltet. Privat-Dozent Dr. Anastasios Chatzikonstantinou, Chefarzt der Neurologischen Klinik, eröffnete das Seminar mit dem Thema „Arten, Diagnostik und Therapie der epileptischen Anfälle und Epilepsien“. „0,5 Prozent der Bevölkerung leiden an Epilepsie und  rund fünf Prozent der Bevölkerung erleiden einmal in ihrem Leben einen epileptischen Anfall. Die Epilepsien gehören damit zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen überhaupt“, erklärte Chatzikonstantinou. 

 

Im Prinzip könne jeder einen epileptischen Anfall erleiden, egal welchen Alters, betonte der Chefarzt. Dabei können Anfälle fast gleichzeitig im gesamten Gehirn oder auch nur in einzelnen Arealen auftauchen. Die Symptome reichen je nach Lokalisation der Aktivität von Verkrampfungen und Zuckungen über eine fehlende Reaktion auf Ansprache bis hin zu sinnlosen Verhaltensweisen. Die Ursachen sind vielseitig und können von einer Verletzung, einer Infektion oder einem Schlaganfall rühren.  „Bereits nach einem erstmaligen Anfall ist es dringend notwendig, sich zeitnah neurologisch untersuchen zu lassen“, sagt Dr. Anastasios Chatzikonstantinou. „Einerseits sollte nach einer möglichen Ursache gesucht werden, andererseits das Risiko für weitere Anfälle eingeschätzt und gegebenenfalls die Notwendigkeit einer Behandlung besprochen werden.“

 

Der Neurologe betont: „Ziel der Behandlung ist es, weitere Anfälle zu vermeiden. Der Großteil der Patienten lässt sich durch eine entsprechend angepasste Medikation, die in der Regel  gut verträglich ist, sehr gut behandeln.“. Die meisten Epilepsie-Patienten könnten einen normalen Alltag leben und auch ihren Beruf normal ausüben.  Eine gute Beratung sei dennoch das A und O, denn es gäbe einige Bereiche, in denen eine Epilepsie und ihre Therapie problematisch sein können, z. B. hinsichtlich der Arbeits- und Fahrtauglichkeit oder im Falle eines Kinderwunsches.

 

Im Anschluss referiert Dr. Christoph Massing, Oberarzt der Neurologischen Klinik über „Diagnose und Therapie in den verschiedenen Stadien der Parkinson-Erkrankung“. Bei dieser Erkrankung kommt es zum langsamen Abbau bestimmter Hirnregionen, die unter anderem auch für die Bewegung zuständig sind. „Die bekanntesten Symptome sind Zittern der Hände, verminderte Beweglichkeit und langsames Gehen. Jedoch ist eine Parkinsonerkrankung deutlich vielschichtiger. Sie hat Auswirkungen auf das gesamte zentrale Nervensystem und sogar den gesamten Organismus“, machte Massing deutlich. 

 

Bisher ist eine Heilung nicht möglich. Es gibt jedoch eine Vielzahl langfristiger therapeutischer Maßnahmen, die eine deutliche Linderung der Symptome ermöglichen. „Durch eine moderne Behandlung kann die Lebensqualität der Betroffenen und deren Angehörigen deutlich verbessert werden“, erklärte Oberarzt Dr. Massing. „Es stehen verschiedene, gleichsam bedeutende Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. Dabei ist das Behandlungsangebot immer den individuellen Bedürfnissen und Lebenssituationen des Patienten anzupassen Die Basis einer Behandlung stellen moderne Medikamente dar. Ergänzend kann die Lebensqualität maßgeblich durch aktive und aktivierende Therapien verbessert werden, zum Beispiel aus den Bereichen der Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie und Psychotherapie.“

 

Auch bei Patienten mit einem fortgeschrittenen Parkinsonsyndrom und komplexer medikamentöser Therapie existieren weiterführende Behandlungsmöglichkeiten, so der Experte. Neben Behandlungen mittels Injektionen oder Pumpen kann auch die Behandlung mit einer dauerhaften Hirnstimulationssonde sinnvoll sein. Ein besonderes Angebot des CaritasKlinikums Saarbrücken stellt die „Multimodale Komplexbehandlung“ dar, bei der während einer stationären Behandlung von mindestens zwei Wochen eine Verbindung von stationärer Krankenhausbehandlung und stationärer Rehabilitation erfolgt.

 

Info:
Sie erreichen die Klinik für Neurologie am CaritasKlinikum Saarbrücken St. Theresia unter (0681) 406 3101 oder online unter www.caritasklinikum.de/neurologie