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06.03.2014

Isolde Crispin - offenes Ohr – helfende Hände und Trost

„Es kann nur besser werden, wenn jeder in seinem kleinen Umfeld tut, was er für richtig hält – mit mehr oder weniger Erfolg“, beschreibt Isolde Crispin ihren Antrieb. Seit 25 Jahren ist sie „Grüne Dame“ im CaritasKlinikum Saarbrücken St. Theresia und damit die Dienstälteste.

„Es kann nur besser werden, wenn jeder in seinem kleinen Umfeld tut, was er für richtig hält – mit mehr oder weniger Erfolg“, beschreibt Isolde Crispin ihren Antrieb. Seit 25 Jahren ist sie „Grüne Dame“ im CaritasKlinikum Saarbrücken St. Theresia und damit die Dienstälteste.

 

Einmal pro Woche kümmert sich Frau Crispin um Patienten der Schmerzklinik. „ Am meisten brauchen sie Zuwendung“, sagt sie und deshalb nimmt sie sich für so manch einen Patienten gute eineinhalb Stunden Zeit. „Ganz wichtig ist auch das Einbeziehen der Angehörigen, denn auch sie leiden mit“, betont Frau Crispin.

 

Der Einsatz der „Grünen Damen“ begann im CaritasKlinikum Saarbrücken vor 25 Jahren. „Mein Mann Karl war ab 1988 der erste Patientenfürsprecher des Klinikums - eigentlich hat er alles in Gang gesetzt“, erzählt Isolde Crispin. Mit zehn Frauen, die helfen wollten, fing es an. Inzwischen gehören auch Männer zum Team, die Anzahl der Grünen Damen und Herren ist über die Jahre fast gleich geblieben.

 

„Heute gibt es Schulungen und Vorbereitungskurse – damals bestand unser Leitfaden aus unserem Menschenverstand und unserem Feingefühl für den Umgang mit kranken Menschen“, erinnert sich Frau Crispin. Der „Grüne Dienst“ erschöpft sich nicht in kleinen Erledigungen oder Handreichungen - nicht selten baten oder bitten schwerkranke Patienten um ein gemeinsames Gebet. „Manchmal erzähle ich auch ein Märchen“, schmunzelt Frau Crispin, „auch da ist die Hauptperson unverschuldet in eine schlimme Lebenslage geraten – die Parallele zu Patientenschicksalen ist offensichtlich“.

 

„Die ersten Grünen Damen konnten sich, nach einer Art Stage (Praktikum) durch sämtliche Abteilungen der Klinik, für den Dienst auf einer bestimmten Station entscheiden“, erinnert sich Isolde Crispin. Zunächst kümmerte sie sich um Patienten der HNO-Klinik, die damals noch unter der Leitung von Professor Dr. Helmut Maurer stand, ein weiteres wichtiges Wirkungsfeld war ihr die Klinik für Hämatologie und Onkologie, noch unter Professor Dr. Joachim Preiß und schließlich begann Isolde Crispin, sich den Patienten der Schmerzklinik zu widmen. Menschen, die unter schweren chronischen Schmerzen, Tumorschmerzen, schmerzhaften Neuralgien leiden und deren Lebensqualität dadurch massiv verändert ist.

 

Noch in diesem Jahr soll die gesamte Schmerzklinik ins CaritasKlinikum Saarbrücken St. Josef Dudweiler umziehen. Leider ist das für Isolde Crispin zu weit. „Es wird mir was fehlen“ bedauert sie.

 

„Die Schmerzklinik ist eine vorbildliche Station“, konstatiert sie aus ihrer langjährigen Erfahrung, denn immerhin kommt Frau Crispin seit 1989. Chefarzt Dr. Ludwig Distler wiederum meint: “Isolde Crispin hat seit der Gründung der Schmerztherapie im CaritasKlinikum einen wesentlichen Beitrag in der Patientenversorgung und im zwischenmenschlichen Bereich auch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geleistet. Wir alle werden sie vermissen.“

 

Isolde Crispin ist seit 60 Jahren verheiratet, das Ehepaar hat vier Kinder und zehn Enkel. Eine Tochter und ein Schwiegersohn gehören auch dem Team der Grünen Damen und Herren an, ihr Einsatz gilt den Patienten der Palliativstation.